Blumenhartriegel

Blumenhartriegel krank? So retten Sie die prächtige Pflanze

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Der Blumenhartriegel ist ein beliebter Zierbaum, der jedoch anfällig für Krankheiten und Schädlinge sein kann. Dieser Artikel stellt häufige Probleme vor und gibt Tipps zu ihrer Vorbeugung und Behandlung.

Blumenhartriegel Schädlinge
Ist der Blumenhartriegel zufrieden mit seinem Standort, ist er weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten

Anthraknose: Die gefürchtete Pilzinfektion

Eine der schwerwiegendsten Krankheiten des Blumenhartriegels ist die Anthraknose, verursacht durch den Pilz Discula destructiva. Diese Infektion befällt zunächst die Blätter und kann, wenn unbehandelt, zum Absterben der gesamten Pflanze führen. Besonders anfällig für Anthraknose ist der Amerikanische Blumenhartriegel (Cornus florida). Asiatische Arten wie der Japanische und der Chinesische Blumenhartriegel (Cornus kousa und Cornus kousa var. chinensis) sowie Hybriden sind weitgehend resistent.

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Die Symptome der Anthraknose umfassen eingesunkene, dunkle Flecken auf den Blättern und Nekrosen an Trieben und Zweigen. Unbehandelt führt die Erkrankung stets zum Absterben des befallenen Hartriegels, da Fungizide in der Regel nicht wirksam sind.

Vorbeugung und Behandlung von Anthraknose

Die beste Strategie gegen Anthraknose ist Vorbeugung. Zu den Maßnahmen gehören:

  • Wahl resistenter Sorten wie der Japanische oder Chinesische Blumenhartriegel
  • Optimale Standortwahl mit ausreichend Licht und guter Luftzirkulation
  • Vermeidung von Staunässe und Sicherstellung eines durchlässigen Bodens

Ist ein Blumenhartriegel bereits befallen, sollten befallene Pflanzenteile bis weit ins gesunde Holz zurückgeschnitten und fachgerecht entsorgt werden. Eine ausgewogene Düngung und regelmäßige Wassergaben stärken die Pflanze.

Echter Mehltau: Weißer Belag auf Blättern und Trieben

Echter Mehltau ist eine weitere häufige Krankheit des Blumenhartriegels. Dieser Pilz zeigt sich zunächst als weißer, mehliger Belag auf den Blattoberseiten und jungen Trieben. Später kann dieser Belag auch Blüten und Früchte betreffen und sich bräunlich-grau verfärben. Im fortgeschrittenen Stadium rollt sich das Laub oft ein, verfärbt sich braun und fällt ab. Ganze Pflanzenteile können vertrocknen und absterben.

Vorbeugung und Behandlung von Echtem Mehltau

Vorbeugende Maßnahmen umfassen:

  • Auswahl resistenter Sorten
  • Sicherstellung eines luftigen Standorts mit guter Belichtung
  • Vermeidung von übermäßigem Stickstoffdünger

Bei Befall sollten befallene Pflanzenteile entfernt und über den Hausmüll entsorgt werden. Hausmittel wie ein Milch-Wasser-Gemisch (im Verhältnis 1:9) oder Ackerschachtelhalmbrühen können helfen. In schweren Fällen kann der Einsatz handelsüblicher Fungizide notwendig sein.

Blattbräune: Von Pilzen verursachte Blattflecken

Blattbräune ist eine gefährliche Pilzerkrankung, die ebenfalls durch den Pilz Discula destructiva verursacht wird. Sie zeigt sich durch braune Flecken und braune Blattspitzen, die sich über die Zweige und Äste ausbreiten. Im weiteren Verlauf vertrocknen die Blätter und fallen ab, was schließlich zum Absterben der Pflanze führen kann. Besonders der Amerikanische Blumenhartriegel (Cornus florida) ist anfällig.

Vorbeugung und Behandlung von Blattbräune

Vorbeugende Maßnahmen umfassen:

  • Auswahl resistenter Sorten
  • Schnittmaßnahmen nur bei trockenem und sonnigem Wetter durchführen
  • Ausschließlich scharfe und desinfizierte Schneidewerkzeuge verwenden
  • Größere Schnittwunden mit einem Wundverschlussmittel behandeln
  • Vermeidung von Staunässe und Sicherstellung eines durchlässigen Bodens
  • Übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden

Befallene Pflanzenteile sollten konsequent entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Ein radikaler Rückschnitt bis ins gesunde Holz kann notwendig sein. Zur Stärkung der Pflanze empfiehlt sich eine ausgewogene Düngung und regelmäßige Wassergaben.

Schmierläuse: Schädlinge an Blättern und Trieben

Neben Pilzkrankheiten können auch Schädlinge dem Blumenhartriegel zusetzen. Schmierläuse sind kleine, weiche Insekten, die sich an Blättern und Trieben festsetzen und dort Schaden anrichten. Auffällig sind die gelben Verfärbungen der Blätter, die das Absterben der Triebspitzen verursachen können. Zudem scheiden sie Honigtau aus, der Rußtaupilze anzieht.

Bekämpfung von Schmierläusen

Schmierläuse können mit verschiedenen Methoden bekämpft werden. Eine Möglichkeit ist das Abspritzen der Schädlinge mit einem starken Wasserstrahl. Bei stärkerem Befall können auch folgende Methoden helfen:

  • Einsprühen mit Rapsöl oder einer Schmierseifenlösung
  • Verwendung von pflanzlichen Ölen zur Abwehr der Läuse
  • Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern und Florfliegen, die Schmierläuse natürlich bekämpfen

Nur wenn natürliche Mittel nicht ausreichen, sollte auf chemische Insektizide zurückgegriffen werden.