Japanischer Hartriegel – Früchte essbar oder nicht?

Die Früchte der meisten Hartriegel-Arten erinnern an Kirschen, nicht jedoch die des Japanischen Hartriegels (Cornus kousa). Dieser manchmal auch als Asiatischer oder Chinesischer Hartriegel bezeichnete Blütenstrauch entwickelt nach sehr warmen Sommern tiefrote, himbeerähnliche und sehr verlockend aussehende Steinfrüchte. Diese sind zwar essbar, schmecken aber in der Regel nicht besonders gut.

Asiatischer Hartriegel Früchte essbar
Zwar sind die Früchte des Japanischen Hartriegels essbar, aber sie sind nicht besonders schmackhaft

Früchte essbar, allerdings nicht immer lecker

Japanischer Blüten-Hartriegel wird in seiner ostasiatischen Heimat nicht nur wegen seiner aparten Blütenpracht, sondern auch aufgrund der Früchte kultiviert. Diese erinnern von ihrem Äußeren an Himbeeren oder auch Litschis, schmecken aber längst nicht so aromatisch wie diese. Das Fruchtfleisch ist orangefarben und hat eine gallertartige Konsistenz. Außerdem ist die Frucht von einer recht ledrigen Haut umhüllt. Lediglich sehr reife Früchte (erkennbar an der dunkelroten Farbe, außerdem sollten sie sehr weich sein) haben einen sehr süßen Geschmack, wobei allerdings bei einem Rohverzehr das gallertige Mundgefühl nicht jedermanns Sache ist.

Früchte des Japanischen Hartriegels verarbeiten

Dieses jedoch sowie auch die recht zähe Haut verlieren sich beim Kochen der Früchte, vor allem die Schalen verkochen nahezu vollständig. Lediglich die Kerne – schließlich handelt es sich um eine Steinfrucht – sollten ausgesiebt werden. Aus diesem Grund können Sie Früchte des Japanischen Hartriegels sehr gut zu Marmelade, Gelee, Fruchtsaft oder auch Likör verarbeiten.

Marmelade kochen

Die Hartriegel-Früchte harmonieren geschmacklich sehr gut mit süßen Äpfeln, weshalb Sie

  • 300 Gramm Hartriegel-Früchte
  • 150 Gramm Äpfel
  • 500 Gramm Gelierzucker (Verhältnis 1:1)

mit etwas Apfelsaft zu einer leckeren Marmelade verkochen können. Die Früchte sollten zuvor natürlich gut gewaschen werden, die Äpfel geschält, entfernt und in kleine Stückchen geschnitten. Achten Sie darauf die Früchte so lange zu kochen, bis die Schale zerfallen ist, außerdem sollte die Marmelade anschließend durch ein Sieb oder Tuch passiert und erst danach in Gläser abgefüllt werden.

Likör ansetzen

Vor allem in Japan wird aus den himbeerähnlichen Früchten ein fruchtiger Likör hergestellt, was Sie natürlich auch zu Hause versuchen können.

  • Füllen Sie eine leere und gereinigte Likörflasche zur Hälfte mit gewaschenen Hartriegelfrüchten.
  • Außerdem kommt dort noch Zucker oder Rohzucker hinein,
  • etwa zwei Drittel der Fruchtmenge.
  • Das Ganze wird mit mindestens 37.5-prozentigem Wodka aufgefüllt,
  • gut verschlossen
  • und mehrere Wochen an einem kühlen und dunklen Ort gelagert.
  • Schütteln Sie die Flasche regelmäßig durch.
  • Nach etwa vier bis sechs Wochen verkosten Sie das Ganze
  • und fügen bei Bedarf noch Zucker hinzu.

Tipps

Essbar sind übrigens auch die Früchte des Roten Hartriegels (nur gekocht) und der Kornelkirsche.

Text: Ines Jachomowski
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