Japanischer Hartriegel – Schneiden nicht unbedingt notwendig

Cornus Kousa, der Japanische Blumen-Hartriegel, ist ein kurzstämmiger, bis zu sechs Meter hoch wachsender Strauch mit großen Blättern und auffallenden, orchideenartigen Blüten. Der Blütenstrauch wird - vor allem aufgrund seiner Größe und seines Umfangs - gern als Solitär gepflanzt, harmoniert aber auch sehr gut mit anderen blühenden Gehölzen. Von einem regelmäßigen Rückschnitt raten Experten allerdings ab.

Japanischer Hartriegel Rückschnitt
Der Japanische Hartriegel kann zwar ausgelichtet werden, braucht aber keinen regelmäßigen Schnitt

Auslichten ist vollkommen ausreichend

Cornus Kousa sollte so wenig wie möglich geschnitten werden. Im Grunde genügt es, im zeitigen Frühjahr zurückgefrorene Pflanzenteile zu entfernen und den Strauch bei Bedarf auszulichten. Hierbei sollten vor allem nach innen sowie zu dicht wachsende Triebe weggeschnitten werden, damit das Gehölz ausreichend Licht und Luft erhält. Zu dicht wachsende – und damit zu dunkel stehende – Pflanzenteile entwickeln deutlich weniger Blüten. Der beste Zeitpunkt für diesen Formschnitt ist direkt nach der Blüte, was ungefähr Ende Juni / Anfang Juli der Fall sein dürfte. Da der Japanische Hartriegel recht anfällig für manche Pilzinfektionen ist, sollten Sie beim Schneiden auf die Verwendung scharfer und vor allem desinfizierter Werkzeuge achten.

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Rückschnitt bei zu großen Exemplaren durchaus möglich

Vor allem, wenn der Japanische Hartriegel als Bestandteil einer Gehölzgruppe gepflanzt oder in einem Kübel kultiviert wird, kann der Strauch schnell zu groß und ausufernd geraten. In diesem Fall hilft entweder nur ein Auspflanzen bzw. Umsetzen des Gewächses oder ein entsprechender Rückschnitt. Dieser sollte ebenfalls nach der Blüte erfolgen, darf aber nicht allzu drastisch ausfallen. Radikalere Rückschnitte führen zu irreparablen Schäden.

Schnittmaßnahmen bei Krankheit und Schäden

Zwar gilt der aparte Japanische Hartriegel als recht robustes Gewächs, allerdings treten Pilzinfektionen oder durch zu große Trockenheit bzw. Nässe hervorgerufene Schäden dennoch auf – vor allem infolge falscher Pflege oder eine ungeeigneten Standorts. Im Falle einer Pilzinfektion sollten sämtliche befallenen Triebe bis ins gesunde Holz hinein weggeschnitten werden, wobei Sie das Schnittgut auf keinen Fall auf dem Kompost entsorgen dürfen. Trockenschäden äußern sich oft durch gelblich färbende, vertrocknende Triebe und Blätter, die der Strauch nach einer Weile einfach abwirft. Hier ist ein Rückschnitt überflüssig, denn der Baum treibt entweder von selbst wieder aus oder ist eben abgestorben – und somit nicht mehr zu retten.

Tipps

Der Japanische Hartriegel lässt sich sehr gut über Stecklinge vermehren. Zu diesem Zweck schneiden Sie im späten Frühjahr / frühen Sommer etwa 15 Zentimeter lange, nicht blühende Triebe ab und pflanzen diese in ein Anzuchtsubstrat.(9,05€ bei Amazon*)

Text: Ines Jachomowski

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