Hartriegel fachgerecht verjüngen


Die Gattung der Hartriegel umfasst knapp fünfzig Arten, wovon etliche bereits seit Hunderten von Jahren als Kulturpflanze kultiviert werden. Bis auf wenige Ausnahmen wachsen die Gehölze strauchförmig. Damit die intensiv gefärbte Rinde ihre attraktive Tönung behält, müssen Sie die Pflanzen regelmäßig verjüngen.

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Ein kräftiger Rückschnitt tut dem Hartriegel gut

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Wann ist der richtige Zeitpunkt für diese Pflegemaßnahme?

Idealerweise erfolgt der Schnitt noch vor Beginn der Wachstumsperiode. Der ideale Zeitpunkt ist ein frostfreier Tag Ende Februar bis Anfang März.

Für den Rückschnitt benötigen Sie, je nach Stärke der Äste:

Alle Werkzeuge sollten sehr sauber sein, damit durch die Schnittwunden keine Krankheitserreger in das Holz eindringen können.

Wie wird geschnitten?

Schneiden Sie den Hartriegel kräftig zurück, damit sich viele junge Ruten bilden, bei denen die Rinde intensiv gefärbt ist. Dadurch müssen Sie allerdings auf den Blütenschmuck verzichten, da alle Hartriegel am Holz blühen, das bereits im Vorjahr gebildet wurde.

Etwa alle drei Jahre können Sie die Sträucher auf den Stock zurücksetzen und alle Triebe 10 bis 20 Zentimeter über dem Boden kappen. Gießen und düngen Sie die Pflanze gut, erreicht der Hartriegel innerhalb eines Jahres problemlos wieder eine Höhe von circa zwei Metern. Nach dem Rückschnitt besticht der Strauch zudem mit zahlreichen dünnen, stark gefärbten Ruten.

Blumenhartriegel werden nicht geschnitten

Blumenhartriegel werden wegen ihrer attraktiven Blüten, des hübschen Fruchtschmucks und der Herbstfärbung kultiviert. Da diese Sorten auch ohne Pflegeschnitt schön bleiben, können Sie auf regelmäßige Schnittmaßnahmen verzichten. Allenfalls ein gelegentlicher Auslichtungsschnitt ist erforderlich.

  • Geschnitten wird bevorzugt im Juni, nach der Blüte.
  • Es werden sich kreuzende und zu dicht stehende Triebe herausgeschnitten.
  • Anschließend bringen Sie die ganze Pflanze ein wenig in Form.

Hartriegel als Hecke

Da Hartriegel sehr schnittverträglich ist, eignet er sich gut als Heckenpflanze. Wird die grüne Umfriedung zu hoch oder wächst zu ausufernd, schneiden Sie diese an einem milden Tag Ende Februar oder Anfang März großzügig zurück. Damit die Sträucher schön buschig nachwachsen, sollten Sie diese stets oberhalb einer Verzweigung einkürzen.

Tipp

Tragen Sie bei Arbeiten am Hartriegel Handschuhe, da sich in der Rinde Giftstoffe befinden, die zu unangenehmen Hautreizungen und Ausschlägen führen können. Da der Verzehr der Zweige für kleine Haustiere wie Kaninchen und Meerschweinchen tödlich enden kann, sollten Sie das Schnittgut keinesfalls verfüttern.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Christina Richards/Shutterstock

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