So pressen Sie Blüten

Manche Blüten sind so ästhetisch, dass sie sich zum Versuchsobjekt für eine Verewigung entwickeln. Das Trocknen klappt nicht bei allen Arten, denn die Eigenschaften spielen eine große Rolle. Mit der richtigen Methode gelingt Ihnen der Prozess zumindest mit bestimmten Exemplaren.

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Blumen lassen sich gut in Büchern pressen

Geeignete Blüten

Generell empfehlen sich zarte Blumen für die Pressmethoden, denn sie enthalten weniger Feuchtigkeit und behalten ihre Färbung nach dem Bearbeiten. Blütenblätter mit dicken und fleischigen Eigenschaften benötigen länger für die Trocknung, neigen zu braunen Verfärbungen und bergen die Gefahr einer Schimmelbildung. Während sich Rosen und Begonien nicht für diese Konservierung eignen, können Sie sich an diesen Pflanzen ausprobieren:

  • Zierpflanzen: Stiefmütterchen, Geranien oder Margeriten
  • Wiesenkräuter: Mohn, Gänseblümchen und Veilchen
  • Nutzpflanzen: Wilde Möhre, Lavendel, Holunder und Kornblume
  • Stauden: Rittersporn, Mädchenauge und Schmuckkörbchen

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Die richtige Vorbereitung

Schneiden Sie die Stielenden in einem flachen Winkel an und entfernen Sie die Blätter im unteren Bereich. Stellen Sie die gepflückten Blumen direkt in eine mit Wasser und einem Teelöffel Zucker gefüllte Vase, damit sie nach dem Transport den Wasserverlust ausgleichen können. Platzieren Sie das Gefäß für einige Stunden an einem kühlen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Trocknen Sie das Pflanzenmaterial gründlich ab und beginnen Sie direkt mit dem Pressen.

Blumenpresse basteln

Sägen Sie zwei Platten aus Sperrholz mit den Maßen 20 x 25 Zentimeter zurecht. Zeichnen Sie Bohrlöcher in alle vier Ecken auf beide Teile, die weit genug vom Rand entfernt sind. Bohren Sie Löcher durch das Material und achten Sie darauf, dass diese beim Übereinanderstapeln exakt gleich ausgerichtet sind. Schleifen Sie sämtliche Kanten mit Schleifpapier der Körnung 180 glatt und versiegeln Sie das Holz mit einer Bienenwachslasur, die über Nacht trocknet.

Presse vorbereiten

Schieben Sie vier Schrauben von unten durch die Bohrungen einer Platte und nutzen Sie eine Unterlegscheibe. Schneiden Sie fünf bis acht Pappstücke in der Größe der Sperrholzplatten zurecht, die als saugfähige Unterlage in der Holzpresse dienen. Entfernen Sie die Ecken, damit die Bohrlöcher nicht verdeckt werden. Legen Sie ein Pappstück auf die Unterseite der Blumenpresse.

Blütenpresse bestücken

Sie können nun abwechselnd Blüten und Pappe übereinander schichten, bis Sie das Material aufgebraucht haben. Der Stapel sollte möglichst gerade ausgerichtet sein. Auf die oberste Unterlage wird kein Pflanzenmaterial, sondern das Oberteil der Blumenpresse gelegt. Stecken Sie dieses auf die Schrauben, fädeln Sie Unterlegscheiben darauf und ziehen Sie die Konstruktion mit einer aufgedrehten Flügelschraube fest.

Fortschritt kontrollieren

Die Blüten trocknen innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen an einem warmen Ort direkt auf der Heizung oder in der Sonne. Sie sind konserviert, sobald sich die Kronblätter wie feines Seidenpapier anfühlen. Je nach Beschaffenheit und Dicke variiert die Trocknungszeit der einzelnen Exemplare, sodass Sie den Vorgang bei Bedarf länger ausdehnen müssen.

Text: Christine Riel
Artikelbild: New Africa/Shutterstock

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