Bärlauch haltbar machen und sein Aroma konservieren

Der Bärlauch (Allium ursinum) gehört zu den Küchenkräutern, die nach der Ernte relativ frisch verarbeitet werden sollten. Die geschnittenen Blätter und Blüten werden bei Normaltemperatur schnell gelb und welk, wenn sie nicht auf spezielle Art aufbewahrt werden.

Bärlauch haltbar machen
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Die beste Erntezeit für den Bärlauch

Der Bärlauch kann nicht das ganze Jahr über frisch geerntet werden, da er seine Blätter jedes Jahr im Frühjahr frisch aus dem Boden wachsen lässt und sich im Spätsommer bereits wieder komplett in seine wurzelartige Zwiebel zurückzieht. Es stimmt aber nicht, dass seine Blätter und Blüten nach der Blüte giftig werden würden. Die Blüten schmecken nur zu dieser Zeit bereits sehr intensiv nach Knoblauch, was nicht jedermanns Sache ist. Spät geerntete Blätter sind faseriger und von einer niedrigeren Qualität als frischgrüne Blätter, die im März und April geschnitten werden. Nach der Ernte können Sie den Bärlauch im Kühlschrank wenige Tage lang frisch halten. Dieses kurzfristige Konservieren funktioniert mit den folgenden Tricks noch etwas besser:

  • das Bärlauch-Sträußchen in ein Glas Wasser stellen
  • den Bärlauch in feuchtes Küchenpapier einwickeln
  • den Bärlauch in einen aufgeblasenen Plastikbeutel geben und diesen verknoten

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Blätter und Blüten besser einfrieren als trocknen

Wenn Sie den Bärlauch länger als nur einige Tage haltbar aufbewahren wollen, so müssen Sie ihn entweder trocknen, einfrieren oder einlegen. Das Trocknen bietet sich beim Bärlauch aber im Gegensatz zu anderen Kräutern nur als nachrangig in Betracht zu ziehende Möglichkeit an, da der Bärlauch dabei stark an Aroma verliert. Besser ist es, wenn Sie den Bärlauch im Ganzen oder gehackt einfrieren. Eine geschickte Vorgangsweise dabei ist es, gehackten Bärlauch in etwas Wasser in einer Eiswürfelform einzufrieren. Dabei bleibt nicht nur das Aroma gut erhalten, sondern es wird auch weniger stark an andere im Gefrierfach aufbewahrte Lebensmittel abgegeben. Die Bärlauch-Eiswürfel können unkompliziert für die Zubereitung von Soßen, Suppen, Dressings, Bärlauchpesto und anderen Gerichten verwendet werden.

Das Einlegen von Bärlauch

Auch beim Einlegen von Bärlauch ist darauf zu achten, dass die geernteten Blätter und Blüten möglichst frisch verarbeitet werden. Grundsätzlich gibt es die beiden verschiedenen Möglichkeiten, den Bärlauch in Essig oder in Öl einzulegen. Geschmacklich besonders reizvoll sind sogenannte Bärlauch Kapern aus den noch nicht aufgeblühten Bärlauch Knospen. Sie müssen für deren Ernte im Frühjahr genau den richtigen Zeitpunkt erwischen, wenn die Bärlauchblüten sich noch nicht geöffnet haben. Die geernteten Knospen werden dann mit etwas Salz und Kräuteressig aufgekocht und sind nach etwa 2 Wochen Reifezeit für den Verzehr bereit.

Tipps & Tricks

Da die Pflanzenteile des Bärlauchs mit unsichtbar kleinen Eiern des Fuchsbandwurm belastet sein können, sollten Sie diese vor dem Rohverzehr oder der Aufbewahrung immer gründlich waschen.

Text: Alexander Hallsteiner

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