Bärlauch giftig

Ist der Bärlauch giftig?

Der Bärlauch ist in vielen Regionen eine beliebte Gewürzpflanze in frühlingshaften Speisen. Allerdings besteht beim Sammeln im Wald eine nicht zu unterschätzende Verwechslungsgefahr mit hochgradig giftigen Pflanzen.

Die giftigen Doppelgänger des Bärlauchs

Die Gefahr einer Verwechslung des Bärlauchs mit anderen Pflanzen ist deshalb so groß, da sich oft gleich mehrere Pflanzen mit ähnlich geformten Blättern im Wald mit dem Bärlauch den gleichen Standort teilen. Beim Verzehr hochgradig giftig sind vor allem die folgenden Pflanzen:

  • das Maiglöckchen
  • der giftige Aaronstab
  • die Herbstzeitlosen

Da schon kleine Mengen der Blätter dieser Arten hochgiftig oder sogar tödlich sein können, sollte das Sammeln von Bärlauch im Wald stets mit der größten Konzentration und nie schnell und großflächig erfolgen. Etwas mehr Sicherheit bietet das Anpflanzen von Bärlauch an einem schattigen Standort im eigenen Garten, da hier eine Durchmischung mit anderen Pflanzen verhindert werden kann.

Den Bärlauch richtig erkennen

Auch wenn sich die Blätter des Bärlauchs bei ganz genauem Hinsehen geringfügig von denen seiner Doppelgänger unterscheiden, so sollten Sie dennoch immer auch eine Geruchsprobe vornehmen. Zerreiben Sie dazu einen kleinen Teil eines Bärlauchblatts zwischen den Fingern, bis ein knoblauchartiger Geruch wahrzunehmen ist. Dieser Geruch tritt nur bei den Blättern des Bärlauchs auf und nicht bei seinen Doppelgängern. Allerdings müssen die Hände für eine wiederholte Anwendung dieses Tests zwischendurch gewachsen werden, da sonst der an den Händen haftende Geruch verhängnisvolle Folgen haben könnte.

Tipps & Tricks

Während der Blütezeit ist Bärlauch im Wald einfacher zu finden, da dann die manchmal kugelförmigen Blüten aus bis zu zwanzig weißen Einzelblüten an langen Stielen aus der Erde ragen und einen charakteristischen Geruch verbreiten.

Text: Alexander Hallsteiner

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  1. palmfarn
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