Bärlauch richtig und aromaschonend aufbewahren

Der Bärlauch (Allium ursinum) lässt sich auch beim gezielten Anbau im Garten nicht ganzjährig frisch ernten. In Abhängigkeit von der geplanten Lagerzeit können verschiedene Techniken zur Aufbewahrung von Bärlauch angewandt werden.

Bärlauch aufbewahren

Die kurzfristige Lagerung im Kühlschrank

Wenn Sie die geernteten Blätter oder Blüten innerhalb weniger Tage verbrauchen wollen, so können Sie den Bärlauch mit einigen Tropfen Wasser in einen Gefrierbeutel geben und diesen verschlossen in den Kühlschrank legen. Da die Blätter sehr druckempfindlich sind, sollten Sie schon bei der Ernte und beim Transport sehr vorsichtig sein, um keine Aromaeinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Oftmals wird zugunsten des Aromas vom Waschen des Bärlauchs abgeraten. Sie sollten den Bärlauch aber in jedem Fall gründlich waschen, wenn es sich um wild gesammelten Bärlauch aus waldnahen Bereichen handelt. So schließen Sie eine Gefährdung durch den Fuchsbandwurmerreger in der Regel auch ohne ein Erhitzen der Blätter aus. Für das Einfrieren oder die weitere Verarbeitung können Sie die gewaschenen Blätter abtrocknen, indem Sie diese mit einem weichen Küchentuch abtupfen.

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Die Verarbeitung von Bärlauch zu Zwischenprodukten

Während das Trocknen der Blätter beim Bärlauch zu einem starken Aromaverlust führt, bringt das Einfrieren der ganzen oder zerkleinerten Blätter bessere Ergebnisse. Oftmals wird der Bärlauch vor dem Lagern aber auch zu Zwischenprodukten folgender Arten verarbeitet:

  • Bärlauchpesto
  • Bärlauchbutter
  • Bärlauchöl

Bärlauchpesto und Bärlauchbutter sind gekühlt einige Wochen und in gefrorener Form etliche Monate haltbar. Eine Portionierung in Eiswürfelformen bietet sich an, um das Bärlaucharoma jeweils in der richtigen Menge auftauen und einsetzen zu können. Für das Bärlauchöl werden fein gehackte Bärlauchblätter in Olivenöl gegeben, so kann das feine Knoblaucharoma des Bärlauchs bis zu einem Jahr lang konserviert werden.

Den Bärlauch immer frisch genießen

Bei gekauftem Bärlauch im Topf sollten Sie immer nur soviel Bärlauch abschneiden, wie Sie wirklich auch in der Küche verbrauchen. Schließlich verliert der Bärlauch mit jedem Lagern auch kurzfristig immer etwas von seiner Frische und seinem Aroma. Sofern Sie Ihren Bärlauch im Wald sammeln, so können Sie diesen an warmen Tagen auch mit etwas Wasser in einem aufgeblasenen Plastikbeutel nach Hause transportieren. Die Feuchtigkeit schützt die Blätter so vor dem Austrocknen und das Luftkissen des Plastikbeutels verhindert Druckstellen an den Blättern.

Tipps & Tricks

Wenn Sie einmal noch Bärlauch, aber wenig Zeit übrig haben, so können Sie innerhalb kürzester Zeit etwas Bärlauchöl ansetzen. Geben Sie die ganzen Blätter einfach gewaschen und trocken getupft in eine leere Flasche und gießen Sie mit Olivenöl auf. Das Öl hat nach etwa einem Monat das feine Bärlaucharoma aufgenommen und kann so zum Verfeinern von Speisen verwendet werden.

WK

Das Gartenjournal Frische-ABC

Wie läßt sich Obst & Gemüse richtig lagern, damit es möglichst lange frisch bleibt?

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Text: Burkhard

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