Amaryllis ohne Wasser – Funktioniert das?

Die zur Weihnachtszeit beliebte Amaryllis ist sehr trockenheitstolerant. Dennoch benötigt Sie gelegentlich Wasser. Lesen Sie hier, wie und wann Sie Ihre Amaryllis richtig gießen, um eine prächtige Blüte zu erhalten und erfahren Sie, welche Amaryllis gar kein Wasser braucht.

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Amarylliszwiebeln in Wachs gegossen brauchen kein Wasser

Warum brauchen Amaryllis bei der Lagerung kein Wasser?

Die mehrjährige Amaryllis (Hippeastrum) durchläuft im Laufe des Jahres unterschiedliche Phasen mit verschiedenen Pflegeansprüchen: die Wachstumsphase (Frühjahr und Sommer nach der Blüte), die Ruhephase (Herbst) und die Blühphase (im Winter). In der Ruhephase sollte die Amarylliszwiebel im Topf oder komplett ohne Erde dunkel und kühl bei 5 Grad Celsius gelagert werden. Jetzt dürfen Sie sie keinesfalls gießen oder düngen. Das würde den Ruheprozess stören, sodass die Pflanze nicht genügend Kraft für die Blüte sammeln kann. Dies behindert die Blütenbildung.

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Wie gieße ich die Amaryllis vor und nach der Lagerung richtig?

Die Amarylliszwiebel sollte nach der Ruhephase im November an einen hellen und warmen Ort stehend langsam wieder Wasser und sehr moderat Dünger erhalten. Dadurch wird die Blütenbildung initiiert. In der Blühphase sollten Sie die Pflanze feucht halten, jedoch nicht nass. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe, da die Amaryllis darauf mit Wurzelfäule und hängenden Blättern und Blüten reagiert. Nach der Blühphase sollten Sie die Pflanze weiter regelmäßig gießen. Erst ab August stellen Sie die Wassergabe ein, um die Ruhephase einzuleiten.

Brauchen Amaryllis im Wachsmantel Wasser?

Amaryllis kann man zur Weihnachtszeit auch im Wachsmantel erwerben. Dabei wurde die Zwiebel in mehrere Schichten Wachs getaucht. Diese Amaryllen benötigen fast keine Pflege. Sie sind bereits vor dem Verkauf mit ausreichend Nährstoffen versorgt, sodass sie fast ohne Hilfe pünktlich zur Weihnachtszeit eine prachtvolle Blüte bilden. Sie müssen Sie nicht einmal gießen. Stellen Sie sie nur warm und hell. Allerdings hält die Blüte nur wenige Tage und die Pflanze geht danach meist ein, da ihr Wurzelansatz entfernt wurde.

Wie lange hält sich eine Amaryllis ohne Wasser?

Normalerweise haben Sie an einer Amaryllis viele Jahre Freude. Bei guter Pflege bildet sie jedes Jahr zur Weihnachtszeit eine üppige Blüte. Dazu benötigt sie jedoch zur richtigen Zeit (Wachstums- und Blühphase) entsprechend Wasser und in der Ruhephase gar kein Wasser. Gießen Sie sie in der Blüh- oder Wachstumsphase allerdings gar nicht mehr, trocknet die Knolle nach einigen Monaten komplett ein und stirbt ab. Sie ist nur noch bis zu einem gewissen Grad zu retten, da sie sehr trockenresistent ist.

Tipp

Die Amaryllis auch als Schnittblume trocken lagern

Es ist auch möglich, die Schnittblumen der Amaryllis einige Tage ohne Wasser aufzubewahren, um sie später in einem Arrangement oder Ähnlichem zu verwenden. Dazu müssen Sie den Stiel mindestens einen Zentimeter frisch abschneiden und das Ende mit Tesafilm zur Stabilisierung umwickeln. Bei etwa fünf bis sechs Grad Celsius halten sich die Amaryllis in einem trockenem Kühlraum einige Zeit frisch.

Text: Julia Waack