Alpenveilchen pflegen: Nicht nur auf’s Gießen kommt’s an!

Nach dem Pflanzen eines kauffrischen Alpenveilchens sieht die Welt meist rosig aus. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, wenn das Alpenveilchen nicht umhegt und umpflegt wird. Dann geht ihm schnell die Puste aus. Hier eine Pflegeanleitung.

Alpenveilchen Pflegetipps
Alpenveilchen brauchen vor allem während der Wachstumsphase regelmäßig Dünger
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Welche Bedeutung hat das Gießen?

Im Umgang mit dem Alpenveilchen hat das Gießen Priorität. Diese Pflanze verträgt kein trockenes Substrat. Hingegen kommt es ebenfalls nicht mit stauender Nässe zurecht. Das Mittelmaß zu finden, kann manchmal nicht leicht sein.

Die Erde sollte mäßig feucht gehalten werden. Insbesondere zur Blütezeit zwischen August und März ist es wichtig, dass die Erde nie austrocknet. Ansonsten ist die Blütenflor nur von kurzer Dauer.

Bevor Sie Ihr Alpenveilchen pflanzen, stellen Sie eine gute Drainage sicher. Gießen Sie reichlich, aber nicht zu übereifrig. Weiterhin ist es empfehlenswert, von unten und nicht direkt auf die Knolle, die meist etwas aus der Erde ragt, zu gießen. Wird die Knolle begossen, besteht Gefahr für Fäulnis.

Braucht ein Alpenveilchen regelmäßig Dünger?

  • nach der Blüte düngen
  • im Freiland Kompost oder anderen Volldünger verwenden
  • im Topf Flüssigdünger verwenden
  • Flüssigdünger schwach konzentriert dem Gießwasser beimischen
  • im Topf: während der Hauptwachstumszeit alle 2 Wochen düngen
  • ab April Düngen einstellen

Gibt es Krankheiten oder Schädlinge, die eine Gefahr darstellen?

Alpenveilchen sind in der Regel gesund. Doch unter Stress, am falschen Standort und bei mangelnder Pflege können sie anfällig für Schädlinge werden. Erwähnenswert sind hierbei vor allem Dickmaulrüssler, die die Blätter allmählich auffressen und ihre Larven an der Pflanze ablegen.

Im Topf in der Wohnung treten ab und an Cyclamenmilben auf. Kontrollieren Sie Ihr Alpenveilchen am besten regelmäßig auf Milben. Dann können Sie bei einem Befall rasch eingreifen, bevor es zu spät ist…

Bei einer Topfkultur Zuhause kann es außerdem zu einem Befall mit Grauschimmel, einer Pilzkrankheit kommen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn das Alpenveilchen zu feucht und kühl steht (insbesondere zur Winterzeit).

Wie wird das Alpenveilchen geschnitten?

Das Alpenveilchen braucht keinen Form- oder Rückschnitt. Lediglich seine verwelkten Blüten sollten der Optik wegen regelmäßig ausgezupft werden. Alte Stängel können abgedreht oder mit einem Ruck herausgezogen werden. Wichtig ist, die alten Stängel nicht abzuschneiden!

Ist eine Überwinterung notwendig?

Da Alpenveilchen winterhart sind, brauchen sie nicht zwangsweise einen Winterschutz. Doch wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, bedecken Sie Ihr Alpenveilchen im Garten im Herbst mit einer Schicht Komposterde oder legen Sie Reisig über den Wurzelbereich. Dies dient als Schutz vor der Wintersonne. Alpenveilchen im Topf sollten auch im Winter regelmäßig gegossen werden.

Tipps & Tricks

Normalerweise muss man das Alpenveilchen nicht umtopfen. Wer es dennoch tun will, sollte damit warten, bis die Blütezeit schon 6 bis 8 Wochen vorüber ist.

Text: Anika Gütt

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