Pflanzenporträt im Dezember: Der Weihnachtsstern

In der Weihnachtszeit sorgt der Adventsstern mit seinen leuchtend gefärbten Hochblättern für festliche Akzente in vielen Wohnungen. Sie erhalten diese Pflanze ganz klassisch in Rot-Grün, gelegentlich mit kleinen Glitzerpartikeln besprüht. Neuzüchtungen sorgen für eine interessante Farbvielfalt, die von Weiß über Lachs bis hin zu Paschiert reicht.

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Der Weihnachtsstern stammt ursprünglich aus Lateinamerika und wird hier als Strauch mehrere Meter hoch

Pflanzensteckbrief:

  • Botanischer Name: Euphorbia pulcherrima
  • Ordnung: Malpighienartige
  • Familie: Wolfsmilchgewächse
  • Gattung: Wolfsmilch (Euphorbia)

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  • Wuchs: Immergrüner Strauch.
  • Wuchshöhe: Je nach Topfgröße fünfzig Zentimeter bis ein Meter.
  • Hauptblütezeit: Oktober bis Januar
  • Blatt: Eiförmig zugespitzt, lanzettlich, kräftig grün.
  • Hochblätter: Tiefrot, lachs, weiss oder paschiert.
  • Blüte: Kleine Trugdolden
  • Blütenfarbe: Gelbgrün.

Besondere Eigenschaften:

Achtung: Der Weihnachtsstern ist giftig. Wie bei allen Wolfsmilchgewächsen enthält der Pflanzensaft hautreizende Bestandteile. Knabbern Haustiere wie Katzen, Kaninchen oder Vögel an den Blättern, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Herkunft:

Ursprünglich stammt der Adventsstern aus Südamerika, wo er als ausladender, bis zu sechs Meter hoher, Strauch anzutreffen ist. Dass die Pflanze in unseren Wohnungen nur eine begrenzte Größe erreicht, ist auf chemische Hemmstoffe und den den durch den Topf eingeschränkten Wurzelraum zurückzuführen.

Standort und Pflege:

Der Weihnachtsstern bevorzugt einen warmen und hellen Standort, allerdings keine direkte Sonne. Im Winter sollte die Temperatur zwanzig Grad nicht unterschreiten. Im Sommer können Sie ihn an einem geschützten, absonnigen Platz im Freien pflegen, wo die Temperatur bis zu dreißig Grad erreichen darf.

Gießen und Düngen

In den ersten Wochen müssen Sie den Weihnachtsstern noch nicht düngen. Es genügt, die attraktive Pflanze mit abgestandenem, zimmerwarmem Wasser zu gießen, sodass der Wurzelballen nicht austrocknet. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, die rasch zu Wurzelfäule führt.

Übersommern

Es wäre schade, den Weihnachtsstern nach den Feiertagen auf den Kompost zu geben, denn er lässt sich ohne Weiteres ganzjährig kultivieren. Schneiden Sie ihn hierzu im April, unabhängig davon ob die Hochblätter schon abgefallen sind, kräftig zurück.

Topfen Sie den Adventsstern anschließend um, gießen Sie etwas reichlicher und beginnen Sie nach dem Austrieb mit handelsüblichem Flüssigdünger wöchentlich zu düngen. Im Frühsommer können Sie den Kleinstrauch entspitzen, das sorgt für buschigen Wuchs.

Neue Hochblätter treibt der Adventssternstern aus, sobald das Tageslicht die Pflanze unter zwölf Stunden erreicht. Möchten Sie die Farbenpracht pünktlich im Advent genießen, können Sie diesen Rhythmus simulieren indem Sie vom frühen Abend bis zum Morgen einen Karton über den Weihnachtsstern stülpen.

Krankheiten und Schädlinge

Ist die Luft im Raum zu trocken, besiedeln gelegentlich Weiße Fliegen, Woll- oder Schildläuse den Adventsstern. Sorgen Sie deshalb für ausreichende Luftfeuchtigkeit. Die Schädlinge lassen sich mit handelsüblichen Mitteln gut behandeln.

Tipps

Schon der Schein der Straßenbeleuchtung kann verhindern, dass der Weihnachtsstern neue Hochblätter anlegt. Erst recht gilt dies für die angeschaltete Beleuchtung eines Zimmers, auch wenn diese immer nur für einige Minuten genutzt wird. Um den Austrieb der Hochblätter anzuregen, muss die Pflanze für mindestens zwölf Stunden völlig dunkel stehen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: tviolet/Shutterstock
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