Einen Weihnachtsstern selber vermehren – So geht’s!

Auch wenn Weihnachtssterne während der Saison sehr preiswert zu kaufen sind, kann es sich lohnen, besonders schöne Sorten selber zu vermehren. Sie sollten dafür allerdings nur sehr gesunde, kräftige Pflanzen als Mutterpflanzen auswählen. Die Ableger schwächlicher, kränklicher Weihnachtssterne wurzeln nur sehr schlecht an.

Weihnachtsstern Vermehrung
Der Weihnachtsstern lässt sich am besten über Stecklinge vermehren

Mehrere Stecklinge schneiden

Um einen Weihnachtsstern zu vermehren, schneiden Sie Stecklinge. Die Vermehrung von Weihnachtssternen aus Samen klappt in der Regel nicht, da sich in unseren Breiten keine reifen Samenkörner bilden. Aus Samen werden Weihnachtssterne nur dann gezogen, wenn neue Sorten entstehen sollen.

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Da längst nicht alle Stecklinge Wurzeln austreiben werden, schneiden Sie mehr Triebe ab, als Sie eigentlich benötigen. Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung ist das Frühjahr nach der Blüte.

Stellen Sie die unteren Enden der abgeschnittenen Triebe für kurze Zeit in heißes Wasser. Dadurch schließen sich die Schnittstellen und es kann kein Milchsaft mehr austreten. Werden die Enden nicht verschlossen, bluten die Stecklinge aus und vertrocknen.

Stecklinge richtig setzen

  • Töpfe mit Anzuchterde vorbereiten
  • Blätter der Stecklinge unten entfernen
  • obere Blätter gegebenenfalls halbieren
  • Enden mit Bewurzelungspulver einstreichen
  • Substrat feucht aber nicht zu nass halten
  • evtl. mit Plastikfolie abdecken
  • Töpfe warm und hell aufstellen

Die oberen Blätter müssen Sie nur dann halbieren, wenn diese sehr groß sind. Die Stecklinge verdunsten anderenfalls zu viel Wasser über das Blatt und trocknen ein.

Der richtige Standort für Stecklinge

Stellen Sie die Töpfe mit den Weihnachtsstern-Stecklingen an einen warmen, hellen Ort auf. Ideal sind Temperaturen ab 20 Grad. Vermeiden Sie direkte Sonnenbestrahlung, da die Triebe schnell austrocknen.

Stecklinge bis zum Anwurzeln pflegen

Halten Sie die Erde gut feucht, achten Sie aber darauf, dass keine Staunässe entstehen kann. Haben Sie die Töpfe mit Folie abgedeckt, sollten Sie diese regelmäßig lüften, damit die Stecklinge nicht schimmeln.

Sobald der Weihnachtsstern neu austreibt, wissen Sie, ob die Vermehrung geklappt hat. Pflanzen Sie die Ableger in größere Töpfe, wenn diese mindestens zwei Blattpaare entwickelt haben.

Weihnachtsstern abmoosen

Ein Weihnachtsstern lässt sich auch durch Abmoosen vermehren. Dafür wird in einen kräftigen Trieb ein Keil geschnitten. In diesen Keil geben Sie einen Steckling, den Sie unten schräg angeschnitten und mit Wärme behandelt haben.

Umwickeln Sie die Stelle mit Krepppapier oder anderen saugfähigen Materialien und halten Sie sie gut feucht.

Weihnachtsstern-Ableger zum Blühen bringen

Damit die neuen Weihnachtssterne rot werden, müssen Sie sie zuvor mehrere Wochen lang dunkel stellen. Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagspflanze, die ihre farbigen Hochblätter nur nach einer dunklen Phase entwickelt.

Die Pflanzen brauchen sechs bis acht Wochen lang einen Standort, an denen sie weniger als elf bis zwölf Stunden Licht bekommen.

Tipps

Damit die Jungpflanzen sich besser verzweigen, schneiden Sie sie häufiger zurück. Dann werden die Pflanzen buschiger und bilden mehr Triebe mit farbigen Hochblättern aus.

Text: Sigrid Hestermann

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