Weihnachtsstern: Richtig pflegen

Er ist seit Jahrzehnten DER Zierpflanzenklassiker in der vorweihnachtlich geschmückten Stube: Der Weihnachtsstern. Sein sternenförmiger Blütenstand stellt in den Wintermonaten viele andere Zimmerpflanzen in den Schatten. Damit er längstmöglich erhalten bleibt, gibt es allerdings dies und das zu beachten.

weihnachtsstern
Der Weihnachtsstern bildet zur Weihnachtszeit seine roten Hochblätter

Herkunft

Der Weihnachtsstern, botanisch Euphorbia pulcherrima, und auf Deutsch auch Poinsettie (nach einem US-Botschafter in Mexiko), Christ- oder Adventsstern genannt, ist ein Gewächs aus der Familie der Wolfsmilchgewächse. Seinen lateinischen Namen, der ihn als ’schönstes Wolfsmilchgewächs‘ auszeichnet, hat ihr der Botaniker Carl Ludwig Willdenow verliehen, der ganz offensichtlich von der Anmut der Pflanze regelrecht hingerissen war. Nach Europa gelangte der Weihnachtsstern im Gepäck des berühmten Alexander von Humboldt, als er 1804 von seiner Amerikareise zurückkam.

Der Christstern stammt also vom amerikanischen Kontinent. Sein Verbreitungsgebiet ist vor allem der tropische und subtropische mittlere und südliche Teil: Seine Ursprungshabitate liegen vor allem in Mexiko, auf den Karibischen Inseln, in Venezuela und Brasilien bis Argentinien. Die klimatischen Umstände, an die er angepasst ist, sind bei uns im Zimmer nicht ganz leicht nachzubilden – in den 1950er Jahren ist es Züchtern aber gelungen, die Anforderungen des Weihnachtssterns weitgehend an unser hiesiges Wohnraumklima anzupassen.

Dennoch zeigt sich der Weihnachtsstern nach wie vor ein wenig empfindlich, was die Luftumgebung anbetrifft.

Herkunft im Überblick:

  • Weihnachtsstern kommt aus tropischen bis subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas
  • In Europa eingeführt durch Alexander von Humboldt
  • Eigentlich etwas ungünstige Voraussetzungen für die hiesige Zimmerkultur
  • Durch Züchtung an Klima von Innenwohnräumen angepasst
  • Dennoch recht empfindlich

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Wachstum

Bei uns werden Weihnachtssterne, allein schon wegen ihrer starken Saisonbezogenheit, vor allem als einjährige Topfpflanzen kultiviert. Dabei ist Euphorbia pulcherrima eigentlich ein mehrjähriger, immergrüner Strauch, der in seiner Heimat überdies, wie Laien kaum vermuten mögen, eine imposante Höhe erreicht. Bis zu 6 Meter kann das Wolfsmilchgewächs eigentlich werden und zeigt dabei durch seinen verholzenden Stamm einen fast baumartigen Habitus mit breiter, ausladender Krone.

Ursprünglich verzweigt der Weihnachtsstern sich nur mäßig – der deutlich dichter verzweigte, kompakte und zimmergerecht nur bis zu 60 cm hohe Wuchs der hierzulande erhältlichen Topfpflanzen wird durch chemische Hemmstoffe erreicht. Im Fachhandel gibt es aber auch zu Hochstämmchen herangezogene Exemplare.

Wuchseigenschaften in Stichworten:

  • Natürliche Wuchsform: mehrjähriger, immergrüner Strauch
  • Baumartiger Habitus durch verholzenden Stamm
  • In seiner Heimat bis zu 6 m hoch mit ausladender, mäßig verzweigter Krone
  • Hiesige Topfpflanzen mit Hemmstoffen zu kleinem, kompaktem Wuchs gezogen
  • Dann nur etwa 60 cm hoch
  • Auch als Hochstämmchen erhältlich

Blätter

Alle Blätter des Weihnachtssterns haben die typisch eiförmige bis lanzettliche, vorn spitz zulaufende Form, die beim Blütenstand mit seiner rosettenförmigen Anordnung für die Assoziation mit einem Stern sorgen. Das, was wir als Sterngebilde wahrnehmen, gehört beim Weihnachtsstern allerdings tatsächlich auch zum Blattwerk – denn es handelt sich dabei um farbige Hochblätter, sogenannte Brakteen, die der Anlockung von Bestäuberinsekten dienen. Die Brakteen sind natürlicherweise rot, unter den hier erhältlichen Zuchtformen sind allerdings auch Varianten in anderen Farben erhältlich. Zuweilen werden die Brakteen auch mit (manchmal weihnachtlich glitzernder) Farbe angesprüht.

Die Laubblätter im unteren Pflanzenbereich sind wechselständig angeordnet und sitzen an 2 bis 8 cm langen Stielen. Ihre Oberfläche ist dunkelgrün gefärbt, die Unterseite ist etwas heller.

Blatteigenschaften in Kürze:

  • Längliche, eiförmige Form mit spitz zulaufendem Ende
  • Rosettenförmig angeordnete, farbige Hochblätter um die Blüten herum sorgen für sternartig wirkenden Blütenstand
  • Hochblätter normalerweise rot, andere Farbzüchtungen aber auch erhältlich
  • Laubblätter dunkelgrün

Blüte

Das, was oft für die Blüte gehalten wird, dient also nur der Show. Die innerhalb der Brakteenrosetten befindlichen, eingeschlechtlichen Blüten sind, wie so oft bei Hochblatt-Blütenständen, eher unscheinbar: Sie bestehen aus dicken, lippenförmigen Nektardrüsen und je nach Geschlecht einem Fruchtknoten und einem Griffel bzw. einem einzelnen Staubblatt. Die Nektrardrüsen sind einzeln oder paarweise angeordnet. Insgesamt erscheinen die Blüten in blattgrünlicher bis gelblicher Farbe

Blüteneigenschaften in Kürze:

  • Eigentliche Blüten innerhalb der prachtvollen Brakteenrosette eher unscheinbar
  • Grünliche bis gelbliche Farbe
  • Eingeschlechtlich mit knotigen Nektardrüsen und einzelnem Fruchtknoten, Griffel oder Staubblatt

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Blütezeit

Seinen Namen hat der Weihnachtsstern nicht von ungefähr. Nicht nur die weihnachtlich anmutende, rote Sternenform seiner Blütenstände passen wunderbar in unsere Adventskultur, seine Blütezeit fällt natürlich auch in die Weihnachtszeit. Allgemein wird sie von Oktober bis Januar angesetzt. Wie gut sich die Blüten halten, hängt allerdings recht stark von den Umgebungsumständen ab, sowohl denen im Geschäft, als auch denen zuhause: ist die Pflanze schon im Verkaufsraum artgerecht behandelt worden und waren sie Blüten zum Kaufzeitpunkt noch ungeöffnet, können Sie mit einer deutlich längeren Blütezeit rechnen.

Zuhause sollten Sie den Weihnachtsstern außerdem möglichst bei knapp unter 20°C halten, bei wärmerer, aber auch kälterer und zugiger Luft gehen die Blüten schneller ein.

Zum Merken:

  • Blütezeit allgemein zwischen Oktober und Januar
  • Blüten halten sich stabiler, wenn sie im Geschäft artgerecht behandelt wurden und die Blüten noch ungeöffnet waren
  • Zuhause möglichst konstante Temperatur knapp unter 20°C förderlich für lange Blüte

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Welcher Standort ist geeignet?

Der Weihnachtsstern mag es, wie so viele aus tropischen Gebieten stammende Zimmerpflanzen, hell, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Ein lichter Fensterplatz oder ein Standort im Wintergarten, leicht abgeschattet durch Nachbarpflanzen oder ein Sonnensegel, ist ideal. Auf Zugluft reagieren Weihnachtssterne ziemlich empfindlich.

Die Umgebungstemperatur sollte generell etwa zwischen 18 und 20°C liegen. Im Winter ist es wichtig, dieses Temperaturfenster möglichst genau einzuhalten, wenn Sie Wert auf eine langanhaltende Blüte legen. Im Sommer können Sie einen Weihnachtsstern auch nach draußen stellen, natürlich ebenfalls vor direkter Sonne geschützt.

Standortbedingungen im Überblick:

  • Hell, aber vor direkter Sonne geschützt
  • Möglichst keine Zugluft
  • Umgebungstemperatur zwischen 18 und 20°C
  • Im Sommer auch rausstellbar

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Welche Erde braucht die Pflanze?

Das Substrat für einen Weihnachtsstern sollte nicht zu dicht und humusreich sein, da seine Wurzeln sehr empfindlich gegen Staunässe sind. Sein Nährstoffbedarf hält sich außerdem in Grenzen. Sie können ihn entweder eine universelle, mit Tongranulat aufgelockerte Blumenerde setzen oder noch besser in Kakteenerde.
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Umtopfen

Gerade wenn Sie einen Weihnachtsstern in wenig fachspezifischen Geschäften kaufen, sollten Sie ihn alsbald in eine eigene Erdmischung umpflanzen, da die Substrate häufig sehr minderwertig sind. Am besten tun Sie das direkt nach dem Kauf oder spätestens nach der ersten Blüte.

Ansonsten empfiehlt es sich, einen Weihnachtsstern alljährlich im Frühjahr in einen neuen Topf zu setzen. Achten Sie aber darauf, dass der Topf nicht zu groß ist. Durch eine Platzbegrenzung des Wurzelballens regen Sie die Pflanze nämlich zu weniger Blattproduktion zugunsten einer üppigeren Blüte an. Sie können auch nur die Erde austauschen und denselben Topf verwenden
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Weihnachtsstern gießen

In Sachen Wassergabe fordert der Weihnachtsstern Ihre volle Aufmerksamkeit. Er reagiert nämlich sowohl auf Staunässe, als auch auf Trockenheit sehr empfindlich und zeigt das schnell durch welkende Triebe an. Staunässe ist allerdings das größere Übel – darum eher sparsam als zu viel gießen. Empfehlenswert ist ein allwöchentliches Tauchbad und anschließendes Abtrocknenlassen. Eine gute Luftfeuchtigkeit tut der Tropenpflanze natürlich auch gut.

Um eine üppige Blüte in der nächsten Blühsaison zu induzieren, ist es ratsam, den Weihnachtsstern im zeitigen Frühjahr nach der letzten Blüte etwa 4 Wochen gar nicht und anschließend etwas reichlicher zu gießen.

Zum Merken:

  • Staunässe unbedingt, aber auch längere Trockenheit vermeiden
  • Günstig: Allwöchentliches Tauchbad, anschließend abtrocknen lassen
  • Hohe Luftfeuchtigkeit
  • Für schöne Blüte in kommender Saison: im zeitigen Frühjahr 4 Wochen trocken halten, anschließend mehr gießen

Weihnachtsstern richtig düngen

Um Ihren Weihnachtsstern gut in Schuss zu halten, können Sie ihn über die lichtreiche Jahreshälfte hinweg allwöchentlich mit einem Universaldünger nähren. Während der winterlichen Blühphase reduzieren Sie die Düngergabe auf einmal alle 2 Wochen. Sie können auch Düngestäbchen verwenden. Im ersten Jahr nach dem Kauf sollten Sie allerdings noch auf die zusätzliche Nährstoffgabe verzichten.
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Weihnachtsstern richtig schneiden

Wenn Sie Ihren Weihnachtsstern nicht nur für eine Saison im Zimmer haben möchten, sollten Sie ihn, um ihn jedes Jahr zu einer schönen Blüte zu bringen, im Winter nach dem Abblühen kräftig zurückschneiden. So bringen Sie ihn kräftesammelnd über den Sommer und können zur Weihnachtszeit wieder schöne, sternförmige Hochblattstände erwarten. Schneiden Sie dazu alle vergeilten, zu langen und vertrocknete Triebe heraus. Verwenden Sie eine scharfe Schere, um nicht verholzte Triebe nicht zu quetschen. Außerdem sollten Sie wegen des hautreizenden Milchsafts der Pflanze Handschuhe tragen.
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Bonsai

Die künstlerische Formerziehung eines Weihnachtssterns ist möglich, allerdings nur etwas eingeschränkt. Zum einen benötigen Sie ein schon mehrere Jahre altes, unten ausreichend verholztes Exemplar. Zum anderen lässt sich ein Weihnachtsstern nur per Schnitt klein und kompakt halten, Formgestaltungen sind nicht wirklich möglich. Drahten ist außerdem bei seinen empfindlichen Trieben Tabu. Den Schnitt nehmen Sie nach der Blüte vor. Zusätzlich können Sie sein Wachstum begrenzen, indem Sie die Wurzeln vorsichtig beschneiden.
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Frost

Frosthart sind die tropischen Weihnachtssterne natürlich nicht. Generell sollten Sie sie vor Temperaturen unter 10°C schützen. Sobald diese Grenze im Freien erreicht ist, müssen Sie einen über den Sommer draußen kultivierten Weihnachtsstern spätestens ins Haus holen.
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Überwintern

Beim Weihnachtsstern ist angesichts seiner Blütezeit im Winter eher vom Übersommern als vom Überwintern zu reden, wenn es um die mehrjährige anstelle der saisonbegrenzten Kultur geht. Um einen Weihnachtsstern jedes Jahr zur Adventszeit zur Blüte zu bringen, sollten Sie im Frühjahr mit einem Rückschnitt und einer 4-wöchigen Trockenlegung beginnen. Anschließend gießen Sie ihn mehr und pflegen ihn mit wöchentlicher Düngergabe und einem hellen, etwa 20°C warmen Standort (auch draußen) weiter.
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Balkon

Sofern Sie einen geschützten, lichtreichen Balkon besitzen, können Sie Ihren Weihnachtsstern über die Sommermonate hinweg auch dort hinstellen. Achten Sie aber darauf, dass er keine direkte Sonne und keinen heftigen Wind abbekommt.
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Auspflanzen

Das Auspflanzen eines Weihnachtssterns ist im Sommer grundsätzlich möglich. Hierbei gelten natürlich dieselben Standortansprüche wie bei der Topfkultur: Viel Helligkeit ohne direkte Sonneneinstrahlung, ein durchlässiges Substrat und eine sorgsame Gießpflege. Spätestens, wenn im Herbst die Temperaturen unter 10°C fallen, muss der Weihnachtsstern aber ausgegraben und wieder in einen Topf gesetzt werden, um ihn ins Haus holen zu können.
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Weihnachtsstern vermehren

Vermehren können Sie einen Weihnachtsstern am besten über die Stecklingsmethode. Nutzen Sie dazu am besten abgeschnittene Triebe, die beim alljährlichen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr anfallen. Denn zum Anwachsen eignet sich das Frühjahr, wenn das Lichtangebot steigt, sowieso am besten.

Die Stecklinge sollten eine Länge von etwa 7 bis 10 cm haben. Warten Sie, bis der austretende Milchsaft abgeflossen ist oder stillen Sie den Fluss durch ein kurzes Eintauchen der Schnittstelle in Wasser. Anschließend stecken Sie den Steckling in ein Pflanzgefäß mit sandiger Anzuchterde und stellen es an einen mindestens 22 °C warmen, hellen Ort. Sie können den Steckling, um ein gleichmäßig feuchtwarmes Mikroklima zu erzeugen, unter Folie ziehen. Ein Mini-Gewächshaus ist natürlich noch besser.
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Stecklinge

Siehe Abschnitt ‚Vermehren‘.
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Ableger

Siehe Abschnitt ‚Vermehren‘.
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Krankheiten

Eine heikle Sache ist und bleibt beim Weihnachtsstern die Staunässe. Sie kann nicht nur zu Wurzelfäule führen, sondern auch zum sogenannten Grauschimmel. Diesen Pilz erkennen Sie an faulenden, sich bräunlich verfärbenden und anschließend von einem gräulichen Belag überzogenen Stängeln, Blättern und Blüten. Schneiden Sie möglichst umgehend alle erkrankten Pflanzenteile heraus und stellen den Weihnachtsstern für eine Weile an einen trockenen Ort. Bei intensivem Befall können Sie auch zu einem Fungizid greifen.
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Schädlinge

Wie alle Zimmerpflanzen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit mögen, kann zu trockene Heizungsluft auch beim Weihnachtsstern die Hobbygärtnern nur allzu bekannten Spinnmilben oder Wollläuse anziehen.

Spinnmilben

Diese Parasiten erkennen Sie leicht an den feinen Gespinsten, die sie um die Blattachseln spannen. Spinnmilben rücken Sie am besten mit Wasser zu Leibe: Erst spülen Sie sie mechanisch mit einem etwas stärkeren Wasserstrahl von der Pflanze ab und hüllen sie anschließend in eine Folie, die Sie unten zusammenbinden. In diesem luftarmen, feuchten Klima sterben die Milben innerhalb einer Woche ab.

Wollläuse

Auch die Wollläuse verraten sich durch ein ihnen arteigenes Sekret, das sich in Form von wolligen Knäueln an den Blättern zeigt. Die Parasiten sollten Sie ebenfalls zunächst mechanisch dezimieren, indem Sie die Blätter vorsichtig mit einem nassen Lappen abwischen. Anschließend wenden Sie eine Sprühkur aus einem Wasser-Spiritus-Kernseifen-Gemisch (Mengenverhältnis 1l – 15ml – 15ml) an.

Ist Weihnachtsstern giftig?

Als Wolfsmilchgewächs enthält der Weihnachtsstern wie alle anderen Mitglieder der Pflanzenfamilie auch einen Milchsaft in den Stängeln und Blättern, der leicht hautreizend ist. Meist ist der Hautkontakt mit dem Saft eher harmlos, bei empfindlichen Personen kann es aber auch zu unangenehmen allergischen Reaktionen wie Rötungen und starkem Juckreiz kommen. Zu Allergien neigende Hobbygärtner sollten bei der Schnittpflege also besser Handschuhe tragen.

Der Verzehr von Pflanzenteilen des Weihnachtssterns kann bei kleinen Kindern und kleinen Haustieren wie Kaninchen, Hamstern oder Katzen außerdem durchaus zu Vergiftungserscheinungen führen. Diese fallen allerdings meist nur leicht aus, da aus den hiesigen Kulturexemplaren ein Großteil der giftigen Diterpene herausgezüchtet sind.

Kommt es trotz des nicht unbedingt vorhandenen Wohlgeschmacks des Weihnachtssterns zum Verschlucken, äußert sich das vor allem in Verdauungsstörungen wie Durchfall. Bei größeren Mengen kann dieser blutig sein und Herzrhythmusstörungen können hinzukommen.

Geeignete Maßnahmen sind bei Kleinkindern die Gabe von Kohletabletten, bei stärkeren Vergiftungserscheinungen konsultieren Sie den toxikologischen Notdienst. Bei Tieren sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Zum Merken:

  • Milchsaft des Weihnachtssterns leicht giftig
  • Verursacht Hautreizungen, bei Verschlucken Magen-Darm-Beschwerden und gegebenenfalls Herz-Kreislaufstörungen
  • Vor allem von Kleinkindern und kleinen Haustieren fernhalten

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Tipp

Wenn Sie mehr von der Blüte haben möchten, seien Sie beim Kauf eines Weihnachtssterns aufmerksam. Zum einen sollten Sie von Exemplaren aus dem Supermarkt absehen, da hier meist überhaupt keine Rücksicht auf die Umgebungsanforderungen der Pflanze genommen wird. Oft stehen sie hier zu kalt und zu zugig, weil sie in der Saison in den Eingangsbereich gestellt werden. Zu viel Kälte kann dazu führen, dass die Pflanze nach dem Heimtransport schnell verblüht.

Sehen Sie sich daher besser im seriösen Pflanzenfachhandel nach einem schönen, gesunden und artgerecht gehaltenen Exemplar um, das nicht zu kalt steht. Auch sollten Sie darauf achten, dass die Blüten noch nicht ganz geöffnet und nicht mit Farbe übersprüht sind. Transportieren Sie den Weihnachtsstern behutsam und in Papier eingewickelt nach Hause und bieten Sie ihm dort einen passenden Standort.

Sorten

Die natürliche Farbe der Brakteenrosetten ist beim Weihnachtsstern das klassische Rot. Und nach wie vor ist diese Farbe auch die beliebteste und meistverkaufte – wohl schlichtweg deswegen, weil sie so gut mit dem satten Dunkelgrün der Blätter harmoniert und gerade in dieser Farbkombination klassisch weihnachtlich wirkt.

Dennoch bemühen sich Gärtnereien schon lange um andere Farbzüchtungen, sodass mittlerweile eine ganze Reihe anderer Töne erhältlich ist. Auch hat sich das Ansprühen der Exemplare mit pflanzenverträglicher Farbe eingebürgert, vorzugsweise mit weihnachtlichem Glitzer überzogen. Gerade letzterer kann schon geöffnete Blüten allerdings verkleben, sodass die so präparierten Pflanzen eher nur für die einmalige Saisonkultur geeignet sind.

Princettia

Im Fachhandel sind vor allem Weihnachtssterne der Sortengruppe Princettia erhältlich. Diese Sortenbezeichnung ist ein Kofferwort aus ‚Prinzessin‘ und ‚Poinsettia‘, womit auf die besonders anmutige Schönheit dieser Züchtungen referiert wird. Die Princettia-Weihnachtssterne haben etwas kleinere und weniger knotig wirkende Blüten als ihre Artgenossen, wodurch die schmückenden, farbigen Hochblätter einen etwas reineren Auftritt hinlegen. Ihre rosettenförmige Anordnung ist gleichwohl etwas luftiger als bei anderen Sorten.

Von den Princettia-Weihnachtssternen gibt es zahlreiche Farbvarianten, die von hellem Rosa bis zu sattem Scharlachpink, Orange und Schneeweiß reichen.

Sehr attraktiv und auch sehr weihnachtlich wirken auch gemusterte Zuchtsorten wie die rot-weiß gesprenkelte ‚White Glitter‘. Ihre weißen Sprenkel wirken auf dem roten Untergrund der Hochblätter wie Schneeflöckchen. Einzelne Hochblätter erscheinen zunächst auch ganz in Weiß.

Einen sehr fröhlich-sonnigen Akzent im winterlichen Zimmer setzt die hellgelb blühende, relativ klein und buschig wachsende Sorte ‚Lemon Drop‘. Sie kann vor allem nach dem Jahreswechsel für eine positive, gen Frühling denkende Aufbruchsstimmung sorgen.

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Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Leena Robinson/Shutterstock
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