Walnussbaum als Bonsai halten – Tipps und Tricks

Es gibt vermutlich nur wenige Hobbygärtner, die nicht gerne einen Walnussbaum in ihrer grünen Oase stehen hätten. Allerdings fehlt den meisten Menschen der benötigte Platz. Deshalb denken einige Gartenfreunde ernsthaft darüber nach, sich eine Walnuss einfach als Bonsai zu halten. Doch geht das überhaupt - und wenn ja, wie? In diesem Ratgeber erhalten Sie einige Tipps zum Walnussbaum als Bonsai.

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Der Walnussbaum lässt sich mit etwas Fingerspitzengefühl als Bonsai erziehen

Bonsai – kurze Definition

Bonsai bezeichnet die japanische Version einer alten, aus Fernost stammenden Art der Gartenkunst. Bei ebendieser Gartenkunst zieht man Sträucher oder Bäume in kleinen Gefäßen oder auch im Freiland zur Wuchsbegrenzung und formt sie ästhetisch durch. Wahrscheinlich entstand die spezielle Kunstform in China – dort heißt sie Penjing.

Walnussbaum als Bonsai – möglich?

Erfahrene Hobby- und Profigärtner wissen: Nicht jede Pflanze ist geeignet, als Bonsai gehalten zu werden – und der Walnussbaum gehört eigentlich zu diesen „schwierigen Fällen“ dazu (ebenso wie andere Nussbäume auch). Als richtiger Bonsai lässt sich im Grunde kein Walnussbaum ziehen.

Man kann nur versuchen, einen größeren Bonsai ab einem Meter Höhe zu züchten.

Tipps zum Walnuss-Bonsai

Fakt ist, dass sich ein Walnussbaum erst ab einem Alter von etwa vier Jahren zu einem Bonsai „umerziehen“ lässt. Erst einmal müssen Sie die Walnuss zum Keimen bringen und den Sämling in einen Topf pflanzen, damit er wie üblich heranwachsen kann.

Im Frühjahr nach diesen zwei Jahren gilt es den ersten Wurzelschnitt vorzunehmen. Bei diesem Akt ist darauf zu achten, dass genügend Faserwurzeln vorhanden sind. In diesem Fall können Sie die Pfahlwurzel des Baums schrittweise immer um ein Drittel einkürzen. Schrittweise heißt:

  1. Pfahlwurzel nach zwei Jahren um ein Drittel kürzen.
  2. Pflanze zurück in den Topf stellen.
  3. Mindestens zwei Jahre warten.
  4. Pfahlwurzel wiederum um ein Drittel kürzen.

Den Pflanzschnitt sollten Sie dann stets nur einmal pro Jahr im August oder September durchführen – aufgrund des Wachstumszyklus‘. Der Walnuss-Bonsai braucht genügend Energie, um im nächsten Jahr wieder auszutreiben. Zudem blutet der Baum sehr stark. Im Sommer schließen sich die Wunden am schnellsten.

Achtung: Bonsai-Walnüsse sind pilzempfindlich. Um ein Eindringen des Pilzes in die Schnittwunden zu verhindern, müssen Sie besonders sauber arbeiten. Ansonsten sterben ganze Astpartien ab.

Ziehen Sie die Walnuss als Bonsai ausnahmslos im Garten – für die Zimmerhaltung kommt der Baum nicht infrage. Frostfreies Überwintern ist wichtig – gegebenenfalls lassen Sie die Schale tief im Gartenboden ein.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass Sie mit dem Experiment, einen Walnussbaum als Bonsai zu halten, auch scheitern können. Seien Sie sich dessen bewusst.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: NuEngine/Shutterstock
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