Das Vergissmeinnicht – Ein Steckbrief

Kleine himmelblaue, seltener weiße, rosa oder gelbe Blütensterne - das ist das Erkennungszeichen des Vergissmeinnichts. Meist wird die Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse als Frühlingsblume im Garten oder im Topf gezogen. Ein Steckbrief der beliebten Gartenpflanze.

Vergissmeinnicht Merkmale
Vergissmeinnicht wird auch Blauer Augentrost genannt

Kleiner Steckbrief des Vergissmeinnichts

  • Botanischer Name: Myosotis
  • Volkstümliche Namen: Blauer Augentrost
  • Familie: Raublattgewächse
  • Vorkommen: Europa, Asien, Afrika, Nordamerika
  • Arten: 50 Arten, davon 41 in Europa
  • Blätter: grün, rau, behaart
  • Blüten: 5 Kelchblätter, glocken- oder trichterförmig angeordnet
  • Blütenfarbe: hauptsächlich hellblau, seltener weiß, rosa, gelb
  • Blütezeit: je nach Art von April bis September
  • Vermehrung: Samen, Wurzelteilung, Stecklinge
  • Höhe: 10 bis 50 Zentimeter, einige Arten bis 80 Zentimeter
  • Alter: einjährig, zweijährig, mehrjährig
  • Giftigkeit: wenig Giftstoffe in ungiftiger Konzentration
  • Winterhärte: absolut winterhart

Woher kommt der Name Vergissmeinnicht?

Der Name ist seit dem 15. Jahrhundert verbürgt. Er wird unter anderem auf eine Legende zurückgeführt, in der die zarte Pflanze den lieben Gott darum gebeten hatte, sie nicht zu vergessen.

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Vergissmeinnicht gilt außerdem als Blume der Treue und des Abschieds in der Liebe.

Standort und Blütezeit hängen von der Sorte ab

Das ungiftige Vergissmeinnicht zählt zu den Frühlingsblumen, da die am häufigsten im Garten oder Kübel gezogenen Sorten vom Waldvergissmeinnicht abstammen. Sie haben ihre Hauptblütezeit im Mai.

Beliebt ist das Vergissmeinnicht auch als Bepflanzung am Uferrand. Hierfür wird das Sumpfvergissmeinnicht als mehrjährige Staude gezogen.

In der Natur ist der günstigste Standort für Vergissmeinnicht schattig bis halbschattig. Direkte Sonne verträgt die Staude nicht gut. Der Boden darf nie ganz austrocknen und darf beim Sumpfvergissmeinnicht gern sumpfig sein.

Zierpflanze erst seit dem 19. Jahrhundert

Vergissmeinnicht galt über die Jahrhunderte als Wildpflanze, die auch als Heilpflanze Verwendung fand.

Erst im 19. Jahrhundert wurde die Blume als Zierpflanze in Gärten gezogen. Die hier verwendeten Zuchtformen stammen entweder vom Waldvergissmeinnicht oder vom Sumpfvergissmeinnicht ab.

Vergissmeinnicht können zwar im Haus vorgezogen werden, sind aber als Zimmerpflanze nicht geeignet.

Tipps

Den auf einer Legende beruhenden Trivialnamen Vergissmeinnicht trägt die Zierpflanze nicht nur in der deutschen Sprache. Auf Englisch heißt sie Forget-me-not. Früher wurde die Pflanze im Volksmund ebenso wie die Lobelie als Männertreu bezeichnet.

Text: Sigrid Hestermann

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