Tulpen gießen
Tulpen müssen nur gegossen werden, wenn es wenig regnet

Tulpen richtig pflegen – so geht’s vor, während und nach der Blüte

Mit der gekonnten Pflanzung im Herbst, sind Sie auf dem besten Weg zur ersehnten Tulpenblüte im Frühling. Jetzt kommt es auf ein ausgewogenes Pflegeprogramm an, das vor, während und nach der Blüte zugleich die Weichen stellt für die darauf folgende Saison. Alle wichtigen Fragen rund um die perfekte Tulpenpflege werden hier beleuchtet.

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Wie und wann sind Tulpen zu gießen?

Tulpen wachsen und blühen zu einer Jahreszeit, die gemeinhin genügend natürliches Regenaufkommen vorzuweisen hat. Gießen Sie Ihre Frühlingsblumen einzig, wenn die Erde fühlbar getrocknet ist. In Topf und Balkonkasten kann dies häufiger der Fall sein, als im Blumenbeet. Lassen Sie das Wasser bitte langsam auf die Wurzelscheibe laufen, bis keine Feuchtigkeit mehr aufgenommen wird. Da jegliche Staunässe die Blumenzwiebeln faulen lässt, gießen Sie im Zweifel eher später als verfrüht.

Müssen Tulpen gedüngt werden?

Unter Hobbygärtnern hält sich hartnäckig das Gerücht, Tulpen kämen ohne Dünger aus. Tatsächlich sollte die Gabe einer geballten Ladung Volldünger verpönt sein. Damit die Zwiebeln über ausreichend Energie für die Blüte verfügen, darf dennoch nicht mit Nährstoffen gegeizt werden. So machen Sie es richtig:

  • Im Herbst mit Kompost großzügig mulchen
  • Ab Ende Februar/Anfang März alle 14 Tage reifen Kompost leicht einharken und nachgießen
  • Tulpen im Topf und Balkonkasten mit organischem Flüssigdünger verwöhnen

Das Ende der Blütezeit bedeutet für Tulpen nicht das Ende der Nährstoffzufuhr. Düngen Sie weiterhin im normalen Rhythmus, bis das eingezogene Laub abgeschnitten wird.

Wann sollte der Rückschnitt erfolgen?

Schneiden Sie Ihre Tulpen bitte in 2 Etappen. Die verwelkten Blütenbecher werden zeitnah gekappt, um das kraftraubende Samenwachstum zu unterbinden. Die Blätter schneiden Sie erst dann, wenn diese restlos abgestorben sind.

Können Tulpenzwiebeln im Boden überwintern?

Ein normaler, mitteleuropäischer Winter kann Ihren Tulpen im Boden nichts anhaben. Befindet sich Ihr Garten hingegen in einer Region mit tiefreichendem Bodenfrost, empfehlen wir eine Schicht aus Kompost oder Lauberde als Winterschutz. In Topfkultur sind Tulpenzwiebeln im Winter stets gefährdet, sodass ein Aufenthalt im frostfreien Raum sinnvoll ist.

Mit welchen Krankheiten ist zu rechnen?

Verschiedene Pilzarten haben Tulpen im Visier. Neben den üblichen Verdächtigen, wie Echtem und Falschem Mehltau, hat sich ein Erreger auf Tulipa spezialisiert. Die Rede ist von Grauschimmelsporen der Gattung Botrytis tulipae. Die unter dem Namen Tulpenfeuer bekannte Krankheit äußerst sich in verkrüppelten Blüten, Blättern und faulenden Zwiebeln. Wirksame Bekämpfungsmittel stehen für den Hausgarten bislang nicht zur Verfügung.

Welche Schädlinge können Tulpen befallen?

Feind Nummer 1 ist für Tulpen die gefräßige Wühlmaus. Damit die Zwiebeln nicht im Magen der pelzigen Nimmersatte landen, empfehlen wir die Pflanzung im Wühlmauskorb. Fernerhin rücken im Frühling Heerscharen von Nacktschnecken an, um sich an den Blüten und Blättern zu laben. Mit Schneckenkragen, Wanderschranken und notfalls Schneckenkorn halten Sie die Brut auf Abstand.

Tipps

Ein zweistündiges Bad im 45-Grad warmem Wasser tötet in Tulpenzwiebeln verborgene Schädlinge, wie die Tulpenzwiebellaus, zuverlässig ab.

Text: Paula Jansen

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  1. JoseeRizal64
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