Türkischer Mohn

Türkischer Mohn Aussaat: So gelingt die Blüte

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Der Türkische Mohn besticht durch seine leuchtenden Blüten und seine anspruchslose Natur. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur Aussaat, Pflege und Vermehrung des Türkischen Mohns sowie Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen.

Türkischer Mohn Aussaat
Nach der Blüte können die Samenkapseln gesammelt werden

Türkischer Mohn: Vorkultur im Haus

Wenn Sie den Türkischen Mohn bereits früh im Jahr bewundern möchten, können Sie ihn im Haus vorziehen. Beachten Sie jedoch, dass die Direktsaat im Garten meist bessere Ergebnisse erzielt. Sollten Sie sich dennoch für die Vorkultur entscheiden, empfiehlt sich folgendes Vorgehen im Januar oder Februar:

  • Beginnen Sie, indem Sie Anzuchttöpfe mit lockerer Anzuchterde befüllen.
  • Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche des Substrats. Da es sich um Lichtkeimer handelt, sollten Sie die Samen nicht mit Erde bedecken, sondern lediglich leicht andrücken.
  • Wählen Sie einen warmen und hellen Standort für die Töpfe.
  • Achten Sie darauf, dass das Substrat konstant feucht, aber nicht nass ist.

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Sobald sich kräftige Jungpflanzen entwickelt haben, können Sie diese an ihren endgültigen Platz im Garten umsetzen. Dabei ist es unerheblich, ob sich mehrere Pflanzen einen Topf teilen. Behandeln Sie die Jungpflanzen beim Umpflanzen jedoch behutsam.

Standortbedingungen für den Türkischen Mohn

Um optimal zu gedeihen und seine volle Blütenpracht zu entfalten, benötigt der Türkische Mohn bestimmte Standortbedingungen:

  • Lichtverhältnisse: Wählen Sie einen sonnigen und warmen Platz in Ihrem Garten. Der Türkische Mohn bevorzugt volle Sonne.
  • Bodenbeschaffenheit: Der ideale Boden ist durchlässig, nährstoffreich und eher lehmig. Schwere Böden lassen sich durch die Zugabe von Sand und Humus verbessern. Sorgen Sie für eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.
  • Bodenfeuchtigkeit: Halten Sie die Erde mäßig trocken bis frisch. Der Türkische Mohn verträgt Trockenheit besser als zu viel Nässe. Vermeiden Sie daher Staunässe, um Wurzelfäule vorzubeugen.
  • Platzbedarf und Pflanzabstand: Planen Sie für jede Pflanze einen ausreichenden Abstand von 50 bis 80 cm zu benachbarten Pflanzen ein, um genügend Raum für die Entwicklung zu gewährleisten. Pro Quadratmeter sollten nicht mehr als ein bis zwei Pflanzen gesetzt werden.
  • Windschutz: Bei windigen Standorten ist es ratsam, niedrigwachsende Sorten des Türkischen Mohns zu wählen oder für einen angemessenen Windschutz zu sorgen.

Die Berücksichtigung dieser Standortbedingungen trägt wesentlich zur Gesundheit und Blütenfülle Ihres Türkischen Mohns bei.

Pflege des Türkischen Mohns

Der Türkische Mohn ist erfreulich pflegeleicht. Mit wenigen Maßnahmen können Sie seine Schönheit und Gesundheit fördern:

  • Gießen: Während längerer Trockenperioden ist regelmäßiges, aber mäßiges Gießen empfehlenswert. Vermeiden Sie Staunässe, um die Pfahlwurzel zu schützen.
  • Düngen: Eine Kompostgabe im Frühjahr vor der Blütezeit versorgt die Pflanze mit ausreichend Nährstoffen.
  • Rückschnitt: Ein Rückschnitt nach der Blüte im Frühsommer fördert die Bildung von neuem Laub und hält die Pflanze gesund. Entfernen Sie welkes Laub, sobald es sich gelbbraun verfärbt hat.
  • Schutz vor Schnecken: In schneckenreichen Gebieten sollten Sie die jungen Triebe und Blätter schützen.
  • Standortwahl: Die richtige Standortwahl reduziert den späteren Pflegeaufwand.
  • Pflanznachbarn: Da der Mohn nach der Blüte einzieht und erst im Herbst wieder austreibt, empfiehlt es sich, Begleitpflanzen wie Phlox oder Sonnenhut zu wählen, die die Lücke im Beet schließen.

Vermehrung des Türkischen Mohns

Sie können den Türkischen Mohn entweder durch Aussaat direkt im Garten oder durch Wurzelschnittlinge vermehren.

Aussaat

Für die Direktsaat im Garten gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Bereiten Sie ab April ein Beet vor, in dem der Mohn seinen endgültigen Platz finden soll.
  2. Verteilen Sie die Samen breitwürfig oder legen Sie sie gezielt in kleine, vorbereitete Rillen im Boden.
  3. Bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde, da es sich um Lichtkeimer handelt.
  4. Halten Sie das Beet gleichmäßig feucht, bis die ersten Keimlinge nach etwa zwei bis drei Wochen erscheinen.

Vermehrung durch Wurzelschnittlinge

Die Vermehrung durch Wurzelschnittlinge ist besonders empfehlenswert, um sortenreine Pflanzen zu erhalten:

  1. Graben Sie im Frühsommer, idealerweise im Juli, die Mohnpflanzen aus der Erde, um an die Pfahlwurzeln zu gelangen.
  2. Schneiden Sie zwei bis vier Zentimeter lange Stücke von den Wurzeln ab. Achten Sie darauf, dass das vorher obere Ende auch beim Einpflanzen oben bleibt.
  3. Setzen Sie die Wurzelschnittlinge in lockere, nährstoffarme Erde.
  4. Gießen Sie die Erde leicht an, um die Bewurzelung zu fördern. Stellen Sie die Töpfe an einen geschützten, hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  5. Sobald sich neue Triebe zeigen, können die jungen Pflanzen im Herbst in den Garten umziehen.

Krankheiten und Schädlinge beim Türkischen Mohn

Der Türkische Mohn ist eine robuste Pflanze, kann aber dennoch von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Zu den häufigsten Problemen gehören Blattläuse und Falscher Mehltau.

  • Blattläuse: Diese kleinen Schädlinge können sich schnell vermehren und die Pflanzengesundheit beeinträchtigen. Anzeichen für einen Befall sind eingerollte Blätter und eine klebrige Substanz auf den Blättern. Bekämpfen Sie Blattläuse mit Seifenlauge oder einer Brühe aus Brennnessel und Ackerschachtelhalm.
  • Falscher Mehltau: Dieser Pilzbefall äußert sich durch gelbliche Aufhellungen auf der Blattoberseite. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und moderaten Temperaturen bildet sich an der Blattunterseite ein grauer oder heller Sporenrasen. Achten Sie beim Kauf von Saatgut und Jungpflanzen auf gesunde, geprüfte Ware. Tritt ein Befall auf, können Sie handelsübliche Fungizide einsetzen.
  • Mohnbrand und Pilzkrankheiten: Mohnbrand ist eine bakterielle Krankheit, die sich durch braune Flecken auf den Blättern bemerkbar macht. Pilzkrankheiten treten vor allem bei zu nassen Standorten auf. Die Wahl des richtigen Standorts und der Verzicht auf Überkopfbewässerung beugen diesen Problemen vor.

Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Krankheiten und Schädlingen, um frühzeitig reagieren zu können.