Pflanzenporträt: Der Türkische Mohn

Mit dem Türkischen Mohn kultivieren Sie orientalische Pracht in Ihrem Staudenbeet. Die ausgesprochen attraktiven Pflanzen, die wir Ihnen in diesem Artikel näher vor-stellen möchten, sind wunderbar unkompliziert zu pflegen und entfalten ihre Schönheit zuverlässig jedes Jahr aufs Neue.

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Der Türkische Mohn bringt Farbe in den Garten

Pflanzensteckbrief

Systematik:

  • Botanischer Name: Papaver orientale
  • Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
  • Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)
  • Unterfamilie: Papaveroideae
  • Gattung: Mohn (Papaver)
  • Art. Türkischer Mohn

Botanisches

  • Wuchstyp: Staude
  • Wuchshöhe: 50 bis 100 Zentimeter
  • Wuchsbreite: 60 bis 80 Zentimeter
  • Wuchsform: Aufrecht, Horste bildend
  • Hauptblütezeit: Mai und Juni
  • Blüte: Endständige Schalenblüten
  • Blütenfarbe: Scharlachrot, Zuchtformen auch in Weiß oder Rosa
  • Blätter: Länglich, lanzettlich
  • Blattfarbe: Graugrün, behaart
  • Früchte: Grüne Kapselfrüchte

Besonderheiten

Das Betäubungsmittelgesetz verbietet den ungenehmigten Anbau und Handel von allen Teilen des Türkischen Mohns. 1984 wurde die Nutzung als Zierpflanze und der freie Vertrieb von Samen genehmigt.

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Mohnblumenblüten enthalten sehr viel Pollen. Reich an Stickstoff ist dieser eine wertvolle Nahrung für Schmetterlinge und Bienen.

Herkunft

Ursprünglich wächst der Türkische Mohn im Vorderen Orient. Die Mohn-Stauden sind hier überwiegend auf Wiesen und an kalkreichen Hängen in Höhenlagen von bis zu 2.000 Meter zu finden. Nachweislich wird die zwar nur kurz, aber atemberaubend schön blühende Pflanze bereits seit Hunderten von Jahren kultiviert.

Standort und Substrat

Mohn gedeiht am besten in der vollen Sonne. Er bevorzugt durchlässige, kalkhaltige Böden mit mäßigem Nährstoffgehalt.

Aussaat und Pflanzung

Türkischen Mohn können Sie ab Anfang Mai direkt ins Freiland säen. Da die Pflanze zu den Lichtkeimern zählt, sollten Sie das Saatgut keinesfalls mit Erde bedecken. Die Keimdauer beträgt etwa zwei Wochen.

Vorgezogene Stauden aus dem Fachhandel sollten Sie bevorzugt im Frühjahr oder Herbst ins Beet setzen.

Pflege

Türkischer Mohn ist eine absolut anspruchslose Blühpflanze und benötigt, einmal eingewachsen, nur wenig Aufmerksamkeit:

  • Da Mohn lange Pfahlwurzeln bildet, die Wasser auch tief aus der Erde ziehen, muss allenfalls während Trockenperioden gegossen werden.
  • Versorgen Sie die Pflanzen vor der Blüte mit etwas Kompost.

Rückschnitt

  • Um die Selbstaussaat zu begrenzen, können Sie die hübschen Samenkapseln nach dem Abblühen entfernen.
  • Beginnt das behaarte Laub zu vergilben, sollten Sie es zurückschneiden.

Überwinterung

Türkischer Mohn ist vollständig winterhart und benötigt, einmal eingewachsen, keinen speziellen Winterschutz.

Krankheiten und Schädlinge

Trotz der seidigen Blüten und dem grazilen Wuchs zählt Mohn zu den robusten Blühstauden, die nur selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen werden.

Einzig der vorwiegend im Frühjahr und Herbst auftretende Falsche Mehltau macht den Pflanzen in den letzten Jahren zu schaffen. Dieser lässt sich aber mit handelsüblichen Fungiziden erfolgreich bekämpfen. Alternativ können Sie versuchen, den Befall mit Knoblauchsud oder einer Brühe aus Ackerschachtelhalm in den Griff zu bekommen.

Tipps

Da Türkischer Mohn nur kurze Zeit blüht, können im Beet unschöne Lücken entstehen. Setzen Sie die Stauden deshalb mittig und umgeben Sie diese mit Begleitgewächsen wie weißen Margeriten, Rittersporn, Sonnenhut oder Schleierkraut.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Nick Pecker/Shutterstock

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