Tränendes Herz im Kübel erfolgreich kultivieren

Das Tränende Herz ist eine bezaubernde Blütenstaude mit außergewöhnlichen Blüten. Kein Wunder also, dass sie in vielen Gärten zu finden ist und auch Balkon- und Terrassengärtner sie gern kultivieren möchten. Allerdings fühlt sich das Tränende Herz in engen Pflanzgefäßen meist nicht besonders wohl, so dass die Pflanze nur wenige Blüten entwickeln wird. Mit unseren Hinweisen kann Ihnen die Kultivierung trotzdem gelingen.

Tränendes Herz im Topf
Das Tränende Herz braucht viel Platz für seine Wurzeln und somit einen großen Kübel

Auswahl des passenden Pflanzgefäßes

Aufgrund seines starken Rhizomwachstums benötigt der Wurzelbereich der Pflanze sehr viel Platz, um sich ungehindert ausbreiten zu können – anderenfalls wird das Tränende Herz auch überirdisch nur sehr kümmerlich gedeihen. Aus diesem Grund wählen Sie einen weiten und tiefen Pflanzkübel aus, der zudem möglichst aus einem natürlichen Material – beispielsweise Ton – besteht. Tontöpfe haben nämlich den Vorteil, dass die Feuchtigkeit aus ihnen leichter verdunsten kann und somit im Topfinneren gleichzeitig für ein bisschen Abkühlung sorgt. Als Bergwaldbewohner mag das Tränende Herz weder nasse noch heiße Füße.

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Standort und Substrat

Hinsichtlich Standort und Substrat gilt für das Tränende Herz im Topf dasselbe wie für ausgepflanzte Exemplare: Wählen Sie einen hellen Standort, etwa mit lichten Halbschatten, aber nach Möglichkeit ohne direkte Sonneneinstrahlung. Der Boden sollte humos und locker sein sowie überschüssiges Gießwasser schnell abfließen lassen. Sehr gut eignet sich etwa ein kalkarmes Pflanzsubstrat für Blüh- oder Balkonpflanzen, eventuell mit etwas Sand aufgelockert. Als unterste Schicht ist es sinnvoll, Tonkügelchen (20,95€ bei Amazon*) oder -scherben bzw. Blähton (17,50€ bei Amazon*) in den Topf zu füllen. Außerdem sollte das Pflanzgefäß ein Abflussloch aufweisen.

Tränendes Herz im Kübel richtig pflegen

Das Tränende Herz sollte auf keinen Fall austrocknen, sonst bildet die Staude keine Blüten aus. Gießen Sie die Pflanze daher regelmäßig, aber – wie eigentlich bei jeder Topfpflanze – mäßig! Lieber häufiger, dafür aber weniger gießen als ganz viel auf einmal. Sonst kann es zu einer Staunässe kommen, die wiederum zum Eingehen der Pflanze durch Fäulnis führen kann. Auch düngen sollten Sie das Tränende Herz im Topf regelmäßig, wozu sich ein flüssiger Volldünger besonders gut eignet.

Tipps

Bevor die ersten Fröste drohen, umwickeln Sie den Topf am besten mit einem schützendem Material, beispielsweise einem Vlies oder einer Matte. Auf die Substratoberfläche legen Sie Fichtenzweige, die die Kälte von den unterirdischen Rhizomen fernhält. Alternativ können Sie das Tränende Herz auch frostfrei, aber kühl und hell im Haus bzw. im Gewächshaus überwintern. Die Pflanze ist gegenüber Frost sehr empfindlich.

Text: Ines Jachomowski

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