Tamariske schneiden zum richtigen Zeitpunkt – so gelingt es

Eine Tamariske ist nicht angewiesen auf regelmäßigen Schneiden, damit sich opulenter Blütenzauber entfaltet. Sofern Sie dem malerischen Ziergehölz einen Rückschnitt verordnen, kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Lesen Sie in dieser Anleitung, wann und wie Sie Frühlings- und Sommertamarisken tadellos verschneiden.

Tamariske Rückschnitt
Die Blütezeit der Tamariske bestimmt den Schnittzeitpunkt

Blütezeit diktiert Schnittzeitpunkt

Für die fantasievolle Gartengestaltung beschert uns die prächtige Gattung der Tamarisken frühlingsblühende und sommerblühende Sorten. Frühlings-Tamarisken (Tamarix parviflora) erstrahlen von Mai bis Juni in ihrem rosaweißen Blütenkleid. Sommer-Tamarisken (Tamarix ramosissima) zieren Beet und Balkon von Juli bis weit in den Herbst mit ihren malerischen Blütenwolken. Die jeweilige Blütezeit bestimmt, wann Sie den Blütenstrauch verschneiden:

  • Frühlings-Tamariske nach der Blütezeit schneiden
  • Sommer-Tamariske im Februar/März schneiden

Charakteristisch für die Frühlings-Tamariske ist, dass sie bereits im Vorjahr ihre Blütenknospen anlegt. Wird das Ziergehölz im Spätwinter geschnitten, fallen der Schere nahezu alle Knospen zum Opfer und der ersehnte Blütenzauber fällt aus. Die Sommer-Tamariske hingegen lässt sich Zeit mit der Knospenanlage bis zum Beginn der diesjährigen Saison, sodass Sie den Termin für einen Schnitt für Februar/März vormerken können.

Tamariske fakultativ schneiden – Anleitung

Alljährliche Schnittpflege ist nicht obligatorisch, damit die rosa-weißen Blütenwolken einer Tamariske den Garten in ein Märchenland verwandeln. Es unterliegt Ihrer gärtnerischen Einschätzung, ob Sie den Blütenstrauch auslichten oder in Form schneiden. Gut zu wissen für Einsteiger in den Gehölzschnitt ist, dass dank gutmütiger Schnittverträglichkeit und rasanter Wuchsgeschwindigkeit der eine oder andere Anfängerfehler von einer Tamariske im Handumdrehen bereinigt wird. Die folgende Schnittführung hat sich in der Gartenpraxis ausgezeichnet bewährt:

  • Im ersten Schritt Totholz, beschädigte, verkahlende und quer wachsende Triebe herausschneiden
  • Überlange, stark herabhängende Zweige auf die gewünschte Länge zurückschneiden
  • Verwelkte Blütenrispen bei Bedarf ausputzen
  • Schnittansatz 3-5 mm oberhalb einer Knospe oder Blattpaares

Im Sinne einer kontinuierlichen Verjüngung empfehlen wir, ab dem fünften Standjahr zusätzlich einen oder zwei der ältesten Bodentriebe am Ansatz abzuschneiden. Als Ersatz wählen Sie unter jungen Bodentrieben die vielversprechendsten Kandidaten aus. Alle übrigen Triebe schneiden Sie bodeneben ab, damit die Tamariske locker und lichtdurchflutet wachsen kann. Sofern es der Platz im Beet oder Kübel erlaubt, ist der Blütenstrauch mit einem Gerüst aus fünf bis zwölf Bodentrieben sehr gut aufgestellt.

Schnittgut als Stecklinge nutzen

Im Schnittgut einer Tamariske verbergen sich zahlreiche Kandidaten für die Vermehrung durch Stecklinge. Wählen Sie 15 Zentimeter lange, halb verholzte Triebspitzen ohne Blütenknospen. Darin ruht das Potenzial zu einer weiteren Tamariske für die kreative Gartengestaltung. Entlauben Sie einen Steckling in der unteren Hälfte und pflanzen ihn in einen Topf mit magerer, durchlässiger Erde.

Tipps

Mit einer Wuchshöhe von bis zu 5 Metern setzt sich eine Tamariske als Hausbaum perfekt in Szene. Um den hübschen Blütenstrauch zum Hochstamm zu erziehen, ist das Zeitfenster von Oktober bis März geöffnet. Der kräftigste Bodentrieb wird zum Stamm auserkoren. Unterhalb vom erwünschten Kronenansatz sägen Sie alle Seitenzweige auf Astring ab.

Text: Paula Jansen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.