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Tagetes selber aussäen: Schritt für Schritt zum Erfolg

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Tagetes, auch bekannt als Studentenblumen, sind eine beliebte Wahl für farbenfrohe Gartenbeete. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur Aussaat, Pflege und den vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Tagetes im Garten.

Tagetes säen
Die Samen für die Aussaat können nach der Blüte im Herbst gesammelt werden

Optimaler Zeitpunkt für die Tagetes-Aussaat

Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat von Tagetes hängt von der gewünschten Anbaumethode ab.

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Vorkultur im Haus: Möchten Sie die Blütezeit verlängern und ein früheres Blühen erreichen, empfiehlt sich eine Vorkultur im Haus. Der beste Zeitraum dafür liegt zwischen Ende Januar und März.

Direktsaat im Freiland: Die Direktsaat im Garten ist ab Ende April bis Anfang Mai möglich, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind und der Boden ausreichend Wärme bietet.

Tagetes direkt im Garten aussäen

So gelingt die Direktsaat von Tagetes im Freiland:

  1. Standortwahl: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässigem, nährstoffreichem Boden. Optimal ist ein leicht sandiger bis humoser Boden.
  2. Bodenvorbereitung: Lockern Sie den Boden vor der Aussaat auf und entfernen Sie Unkraut sowie Steine.
  3. Aussaat: Säen Sie die Tagetes-Samen breitwürfig oder in flachen Rillen aus. Bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde (ca. 0,5 cm), da es sich um Lichtkeimer handelt.
  4. Bewässerung: Halten Sie den Boden nach der Aussaat gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Achten Sie darauf, die Samen beim Gießen nicht wegzuschwemmen.
  5. Keimung: Die Keimung erfolgt innerhalb von 10 bis 20 Tagen bei einer Bodentemperatur von 18 bis 22 Grad Celsius.
  6. Vereinzeln: Sobald die Sämlinge eine Höhe von etwa 10 cm erreicht haben, vereinzeln Sie diese auf einen Abstand von circa 30 cm. In Pflanzkästen kann der Abstand geringer sein.

Tagetes-Vorkultur für einen frühen Blütenstart

Mit einer Vorkultur können Sie die Blütezeit der Tagetes verlängern und den Pflanzen einen vitalen Start ermöglichen.

  1. Anzuchtgefäße: Verwenden Sie flache Saatschalen oder kleine Töpfe mit Bodenlöchern, um Staunässe zu vermeiden.
  2. Aussaaterde: Füllen Sie die Gefäße mit spezieller Anzuchterde oder einer leichten, nährstoffarmen Erde.
  3. Aussaat: Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf dem Substrat und drücken Sie sie leicht an. Da Tagetes Lichtkeimer sind, werden die Samen nicht mit Erde bedeckt.
  4. Bewässerung: Halten Sie das Substrat mit einer feinen Brause gleichmäßig feucht, aber nicht nass.
  5. Abdeckung und Lüftung: Bedecken Sie die Aussaaten mit einer transparenten Haube, um die Feuchtigkeit zu erhalten. Lüften Sie täglich, um Schimmelbildung vorzubeugen.
  6. Keimtemperatur und Standort: Stellen Sie die Aussaaten an einen hellen Standort bei einer Temperatur von etwa 20 Grad Celsius. Nach 10 bis 14 Tagen sollten die ersten Keimlinge erscheinen.
  7. Pikieren: Sobald die Sämlinge ausreichend stabil sind, vereinzeln Sie diese in größere Töpfe mit nährstoffreicherer Erde.
  8. Abhärten: Gewöhnen Sie die jungen Pflanzen langsam an die Außenbedingungen, indem Sie sie über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen schrittweise länger an einen geschützten Platz oder in ein Frühbeet stellen.

Pflegetipps für Tagetes

Tagetes sind eine pflegeleichte und farbenfrohe Bereicherung für jeden Garten. Mit wenigen Maßnahmen fördern Sie ihre Vitalität und Blühfreude.

  • Bewässerung: Sorgen Sie für eine regelmäßige Wasserversorgung, insbesondere an sonnigen Standorten und während Trockenperioden. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, um Wurzelfäule vorzubeugen.
  • Düngung: Im Topf kultivierte Tagetes freuen sich über eine zweiwöchentliche Düngung mit flüssigem Blühpflanzendünger. Im Gartenboden wachsende Tagetes benötigen in der Regel keine zusätzliche Düngung.
  • Entfernen verblühter Blüten: Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blüten, um die Bildung neuer Blüten und somit eine längere Blütezeit zu fördern.
  • Schädlingskontrolle und Krankheiten: Tagetes sind robust und wenig anfällig für Schädlinge. Sollten dennoch Schädlinge auftreten, können Sie milde biologische Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen. Kontrollieren Sie, insbesondere bei Freilandkulturen, regelmäßig auf Schneckenfraß.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten von Tagetes im Garten

Tagetes sind nicht nur optisch attraktiv, sondern bieten auch einen wertvollen Nutzen im Garten:

  • Schädlingsabwehr: Die Wurzeln der Tagetes produzieren Stoffe, die Nematoden im Boden bekämpfen und somit die sogenannte Bodenmüdigkeit in Nutzgärten reduzieren. Dies führt zu höheren Ernteerträgen bei nachfolgenden Gemüsesorten. Zudem wirkt der Duft der Tagetes abschreckend auf verschiedene Schädlinge wie Schnecken und die Weiße Fliege.
  • Bienenweide und Insektenfreundlichkeit: Tagetes bieten Bienen und anderen Bestäuberinsekten eine attraktive Nahrungsquelle in Form von Pollen und Nektar und leisten somit einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt.
  • Duftpflanze und optischer Akzent: Mit ihrem aromatischen Duft und ihren leuchtenden Farben von Gelb über Orange bis Rot setzen Tagetes Akzente und sorgen für eine sensorische Vielfalt im Garten.
  • Unterpflanzung und Aromaverstärkung: Als Unterpflanzung neben Erdbeeren können Tagetes das Aroma der Früchte verstärken und gleichzeitig als Schneckenköder dienen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tagetes eine hervorragende Wahl für Gartenliebhaber sind, die ihre Beete nicht nur optisch aufwerten, sondern auch den ökologischen Wert ihres Gartens steigern möchten.

Bilder: nilapictures / iStockphoto