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Tagetes vermehren: So klappt’s einfach und schnell

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Tagetes, auch Studentenblumen genannt, lassen sich leicht vermehren. Dieser Artikel stellt die drei gängigsten Methoden vor: Aussaat, Stecklingsvermehrung und Selbstaussaat. So gelingt Ihnen die Kultivierung dieser farbenfrohen Sommerblumen.

Studentenblume vermehren
Tagetes lassen sich am besten über Samen vermehren

Vermehrung durch Samen

Die Vermehrung von Tagetes durch Samen ist eine der einfachsten und kostengünstigsten Methoden, die selbst Anfängern leicht gelingt. Befolgen Sie diese Schritte, um erfolgreich Tagetes aus Samen zu ziehen:

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1. Samenernte

Ernten Sie die Samen im Herbst, indem Sie die letzten Blüten an den Pflanzen ausreifen und trocknen lassen. Schneiden Sie die reifen Samenstände ab und lagern Sie diese einige Tage an einem luftigen, trockenen Ort. Entnehmen Sie die Samen und bewahren Sie sie kühl und trocken auf.

2. Aussaatzeitpunkt

Für eine frühe Blüte säen Sie Tagetes-Samen ab Ende Februar bis März im Haus aus. Im Freiland kann ab Ende April bis Mai gesät werden, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.

3. Vorkultur

Füllen Sie Anzuchtschalen oder kleine Töpfe mit nährstoffarmer, gut durchlässiger Erde. Säen Sie die Samen auf die Oberfläche und drücken Sie sie leicht an. Bedecken Sie die Anzuchtschale mit einer Folie oder einem Glas, um Feuchtigkeit zu halten, und stellen Sie sie an einen hellen Platz bei etwa 20°C. Halten Sie die Erde mäßig feucht und vermeiden Sie Staunässe.

4. Aussaat im Freiland

Wählen Sie einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden. Säen Sie die Samen in Reihen oder streuen Sie sie großflächig aus. Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde und gießen Sie vorsichtig.

5. Pikieren

Wenn die Keimlinge etwa drei „echte“ Laubblätter haben, pikieren Sie sie. Heben Sie die Pflänzchen vorsichtig aus der Anzuchtschale und setzen Sie sie in Einzeltöpfe mit nährstoffreicher Pflanzerde. Stellen Sie die Töpfe an einen sonnigen Ort und halten Sie die Erde feucht.

6. Auspflanzen

Nach den letzten Frösten Mitte Mai können Sie die Sämlinge ins Freiland pflanzen. Wählen Sie einen sonnigen Standort und lockern Sie die Erde gut auf. Pflanzen Sie die Tagetes mit einem Abstand von etwa 20 bis 35 cm und gießen Sie sie gründlich an.

Vermehrung durch Stecklinge

Die Vermehrung durch Stecklinge ist besonders geeignet für seltene oder ergiebige Sorten. Diese Methode ermöglicht es Ihnen, schnell neue Pflanzen zu ziehen:

1. Stecklinge schneiden

Schneiden Sie im Frühjahr oder Frühsommer etwa 10- bis 15 cm lange Stecklinge von gesunden Pflanzen ab. Entfernen Sie die Blätter vom unteren Drittel der Stecklinge.

2. Vorbereitung der Stecklinge

Kürzen Sie das obere Drittel der Stecklinge und entfernen Sie eventuelle Knospen oder Blüten. Dies reduziert die Verdunstung und verhindert, dass die Stecklinge unnötig geschwächt werden.

3. Bewurzelung der Stecklinge

Pflanzen Sie die vorbereiteten Stecklinge in kleine Töpfe mit nährstoffarmer Erde oder einer Mischung aus Sand, Torfmoos und Perlit. Stellen Sie die Töpfe an einen warmen, hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

4. Luftfeuchtigkeit

Um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, decken Sie die Töpfe mit einer durchsichtigen Plastikhaube ab. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe. Das Eintauchen der Stecklingsenden in Bewurzelungshormon kann den Prozess beschleunigen.

5. Pflege und Kontrolle

Lüften Sie die Abdeckung regelmäßig, um Schimmelbildung zu vermeiden. Nach etwa zwei Wochen bilden sich die ersten Wurzeln, erkennbar an neuen Trieben.

6. Auspflanzen

Sobald die Stecklinge ausreichend Wurzeln gebildet haben, pflanzen Sie sie in größere Töpfe oder direkt in den Garten. Achten Sie auf einen Pflanzabstand von etwa 20 bis 35 cm.

Vermehrung durch Selbstaussaat

Tagetes können sich durch Selbstaussaat vermehren, was besonders praktisch und naturnah ist. Lassen Sie nach der Blüte die verwelkten Blütenköpfe an den Pflanzen stehen. Die Samen reifen in den Blütenständen aus und fallen auf den Boden. Diese Methode ist jedoch nur bei samenfesten Sorten sinnvoll, da F1-Hybriden im nächsten Jahr unterschiedliche Pflanzen hervorbringen können.

Vorteile

  • Geringer Aufwand: Keine Notwendigkeit, Samen selbst zu ernten.
  • Natürlicher Zyklus: Die Pflanzen passen sich besser an ihren Standort an.

Nachteile

  • Unkontrolliertes Wachstum: Die Pflanzen können an unerwünschten Stellen aufgehen.
  • Variable Ergebnisse: Bei Hybriden sind die Nachkommen uneinheitlich.

Tipps

  • Verwelkte Blüten stehen lassen: Schneiden Sie die verblühten Blüten im Herbst nicht ab.
  • Trockene Bedingungen schaffen: Sorgen Sie dafür, dass die Blütenstände bei trockener Witterung ausreifen.
  • Verwilderte Blütenköpfe nicht stören: Lassen Sie die verwelkten Blüten über den Winter an den Pflanzen oder auf dem Boden.

Tipps für die Vermehrung von Tagetes

Beachten Sie folgende Hinweise für eine erfolgreiche Vermehrung:

  • Frisches Saatgut und Stecklinge: Verwenden Sie frische Samen oder Stecklinge von gesunden Pflanzen, um starke und widerstandsfähige Pflanzen zu erhalten.
  • Optimale Feuchtigkeit: Halten Sie die Erde während der Keimung und Bewurzelung feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe.
  • Sonniger Standort: Pflanzen Sie Tagetes an einem sonnigen Platz, um das Wachstum zu fördern.
  • Regelmäßige Düngung: Düngen Sie regelmäßig mit organischem Flüssigdünger oder Jauche, beispielsweise aus Brennnesseln, alle drei bis vier Wochen.
  • Schutz vor Schädlingen: Kontrollieren Sie regelmäßig auf Schädlinge wie Schnecken und ergreifen Sie bei Bedarf Maßnahmen.
  • Verblühte Blüten entfernen: Entfernen Sie regelmäßig die verwelkten Blütenköpfe, um die Blütezeit zu verlängern und der Pflanze Energie für weitere Blüten zu geben.
  • Selbstaussaat fördern: Lassen Sie verwelkte Blütenköpfe stehen, wenn Sie möchten, dass Ihre Tagetes sich selbst aussäen. Gesammelte Samen können trocken und kühl über den Winter gelagert werden.

Mit diesen Tipps tragen Sie zu einer üppigen und gesunden Blütenpracht bei und können sich Jahr für Jahr an Ihren Tagetes erfreuen.

Bilder: MosayMay / iStockphoto