Tagetes

Tagetes-Samen ernten: So vermehren Sie die Sommerblume

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Tagetes sind pflegeleichte Sommerblumen, die mit ihren leuchtenden Farben jeden Garten verschönern. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die vielseitigen Eigenschaften, die Aussaat, die Pflege und die Verwendungsmöglichkeiten von Tagetes.

Studentenblume Samen
Nach der Blüte können zahlreiche Samen gesammelt werden

Samenmerkmale und Sorten

Tagetes-Samen, oft als Studentenblumen-Samen bekannt, sind klein, länglich und haben eine markante schwarz-weiße Färbung. Die hohe Keimfähigkeit macht sie ideal für Gartenanfänger. Um Samen zu gewinnen, lassen Sie die Blüten an der Pflanze, bis sie vertrocknen. Diese Samen können gesammelt und bis zur nächsten Pflanzsaison aufbewahrt werden.

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Es gibt eine Vielzahl von Tagetes-Sorten, die sich in Wuchshöhe, Blütenfarbe und -form unterscheiden. Zu den bekannten Sorten gehören:

  • Tagetes patula (Niedrige Studentenblume): Erreicht eine Höhe von 15 bis 60 cm und blüht in Gelb-, Orange- und Rottönen. Bekannt für ihre kleine, farbenfrohe Blütenpracht.
  • Tagetes erecta (Aufrechte Studentenblume): Auch Afrikanische Studentenblume genannt, wächst bis 80 cm hoch und trägt große, gefüllte Blüten in Gelb, Orange und Rot.
  • Tagetes tenuifolia (Schmalblättrige Studentenblume): Kompakt wachsend, erreicht eine Höhe von 20 bis 70 cm, blüht in Gelb, Orange oder Rot und hat filigrane Blätter.

Es gibt auch spezielle Hybriden und Mischungen:

  • Tagetes-Hybriden: Diese Kreuzungen kombinieren Merkmale verschiedener Arten und sind oft besonders resistent.
  • Gewürztagetes (Tagetes tenuifolia ‚Orange Gem‘ und ‚Lemon Gem‘): Bekannt für ihr feines Orangen- bzw. Zitronenaroma, ideal zur kulinarischen Verwendung.

Diese Vielfalt ermöglicht es, Tagetes in nahezu jedem Garten und für jede Gestaltungsidee einzusetzen. Neben ihrer Blütenpracht tragen sie zur Schädlingsabwehr bei und verbessern den Boden.

Aussaat im Freiland und Vorkultur

Tagetes können sowohl im Freiland als auch im Haus zur Vorkultur ausgesät werden. Die beste Zeit für die Freilandaussaat ist von Ende April bis Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Wählen Sie einen sonnigen Standort und bereiten Sie den Boden gründlich vor. Legen Sie die Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die Erde und bedecken Sie sie leicht. Halten Sie einen Pflanzabstand von etwa 25 bis 30 cm ein und wässern Sie die Samen behutsam.

Für eine frühere Blüte können Tagetes-Samen ab Februar bis März im Haus vorgezogen werden. Platzieren Sie die Samen in flachen Anzuchtschalen oder kleinen Töpfen mit Anzuchterde. Da Tagetes Lichtkeimer sind, sollten Sie die Samen nur leicht andrücken und nicht mit Erde bedecken. Halten Sie die Erde bei einer Temperatur von etwa 18 bis 22°C feucht. Die Keimung erfolgt in der Regel innerhalb von 10 bis 20 Tagen.

Nach dem Ausbilden des ersten Blattpaares sollten die Jungpflanzen pikiert werden. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können die vorgezogenen Pflanzen ins Freiland umgesetzt werden. Härten Sie die Pflanzen vorher ab, indem Sie sie tagsüber ins Freie stellen, um sie an die Außenbedingungen zu gewöhnen. Pflanzen Sie die jungen Tagetes dann mit einem Abstand von etwa 25 cm in vorbereitete Beete.

Standort und Bodenbedingungen

Tagetes gedeihen am besten an einem sonnigen, warmen Standort. Auch in halbschattigen Lagen wachsen sie gut, allerdings kann die Blütenfülle hier geringer ausfallen. Tagetes eignen sich für Beete ebenso wie für Töpfe oder Balkonkästen.

Der Boden sollte gut durchlässig, humusreich und gleichmäßig feucht sein. Ein mittelschwerer, nährstoffreicher Boden ist ideal. Eine Beimischung von Kompost kann die Bodenbeschaffenheit verbessern und die Nährstoffversorgung unterstützen. Tagetes tolerieren kurze Trockenphasen, längere Trockenheit kann jedoch zu vermindertem Wachstum führen. Sorgen Sie dafür, dass der Boden stets leicht feucht bleibt, ohne Staunässe zu verursachen.

Pflege und Düngung

Tagetes sind pflegeleicht, benötigen jedoch einige Maßnahmen für optimales Wachstum und eine reiche Blütenpracht:

  • Bewässerung: Halten Sie den Boden während der Wachstumsphase gleichmäßig feucht, vermeiden Sie aber Staunässe. Gießen Sie die Pflanzen, sobald die oberste Bodenschicht trocken ist.
  • Düngung: Im Freiland genügt eine Kompostgabe vor der Pflanzung. Bei Topf- oder Balkonkastenpflanzen sollten Sie alle zwei bis vier Wochen einen organischen Flüssigdünger verwenden.
  • Verwelkte Blüten: Entfernen Sie regelmäßig verwelkte Blüten, um die Bildung neuer Knospen zu fördern und die Blütezeit zu verlängern.
  • Unkrautbekämpfung: Halten Sie das Beet unkrautfrei, um das Wachstum der Tagetes nicht zu beeinträchtigen.
  • Bodenverbesserung: Beikömmtigen Böden kann eine Beimischung von Sand die Bodenbelüftung verbessern und Staunässe verhindern.

Durch diese Pflegemaßnahmen können Sie Ihre Tagetes optimal unterstützen und eine üppige Blütenpracht bis in den Herbst hinein genießen.

Vermehrung durch Samen

Die Vermehrung von Tagetes durch Samen ist unkompliziert. Nach der Blütezeit im Herbst können die reifen Samenstände gesammelt werden. Lassen Sie die letzten Blüten an der Pflanze stehen, bis sie vollständig getrocknet sind. Schneiden Sie die verblühten Blütenstände ab und lassen Sie sie an einem trockenen, luftigen Ort nach- und durchtrocknen.

Sobald die Samen vollständig getrocknet sind, können Sie sie durch Schütteln der Blütenköpfe leicht herauslösen. Lagern Sie die Samen bis zur nächsten Aussaat kühl und trocken.

Die Aussaat erfolgt im Frühjahr. Ab Ende April können Sie die Samen direkt ins Freiland säen. Alternativ können Sie die Samen ab März im Haus vorkultivieren. Nutzen Sie flache Anzuchtschalen oder kleine Töpfe mit Anzuchterde. Da Tagetes Lichtkeimer sind, sollten die Samen nur leicht angedrückt und nicht mit Erde bedeckt werden. Halten Sie die Erde konstant feucht, jedoch ohne Staunässe. Fertige Jungpflanzen können ab Mitte Mai nach einer Abhärtungsphase ins Freiland umgesetzt werden.

Verwendungsmöglichkeiten

Tagetes sind sehr vielseitige Pflanzen, die sowohl im Garten als auch auf Balkon oder Terrasse vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten. Sie eignen sich hervorragend als bunte Beetpartner und sind ideal zur Einfassungen von Rabatten. In Kombination mit anderen Stauden wie Ringelblume, Goldrute, Sonnenbraut oder Schmuckkörbchen kommen sie besonders gut zur Geltung. Durch ihren dichten Blütenflor können Tagetes auch Lücken im Staudenbeet schließen und sind ein attraktiver Blickfang in Kübeln und Balkonkästen.

Nützliche Eigenschaften gegen Schädlinge

Tagetes besitzen eine natürliche Fähigkeit zur Schädlingsbekämpfung. Ihre Wurzeln setzen Substanzen frei, die Nematoden abwehren oder abtöten. Im Gemüsebeet können Tagetes neben Tomaten, Salat oder Kohl platziert werden, um diese vor Schädlingen zu schützen. Als natürliche Barriere gegen Schnecken können sie rund um das Gemüsebeet gepflanzt werden.

Bienenfreundliche Pflanze

Ungefüllte Tagetes-Sorten sind besonders bienenfreundlich und bieten reichlich Nektar für die Insekten. Diese Sorten sollten in einem naturnahen Garten nicht fehlen.

Kulinarische Verwendung

Die Blüten der Tagetes sind essbar und verleihen Gerichten eine besondere Note. Ernten Sie die Blüten an sonnigen Tagen am Morgen, nachdem der Tau abgetrocknet ist, für das beste Aroma. Die Blüten können frisch oder getrocknet verwendet werden und passen hervorragend zu Salaten, Süßspeisen, Suppen, Risotto und Kartoffelgerichten. Besonders beliebt sind die Blüten der Gewürztagetes wegen ihres aparten Mandarinen-Aromas.

Haushalt und Wellness

Das ätherische Öl der Tagetes kann stimmungsaufhellend wirken, und die Blüten enthalten Lutein, das zur Vorbeugung von altersbedingter Makuladegeneration (AMD) genutzt werden kann. Diese Eigenschaften machen Tagetes zu einer attraktiven und nützlichen Pflanze im Haushalt und in der Wellness.

Bilder: DustinSewell / iStockphoto