Tagetes

Tagetes: Ungiftig und ideal für Familien mit Kindern

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Tagetes sind beliebte Gartenpflanzen, die nicht nur mit ihrer Blütenpracht erfreuen. Dieser Artikel beleuchtet die vielseitigen Eigenschaften der Tagetes, von ihrer Giftigkeit über die Nutzung als essbare Pflanze bis hin zur Bedeutung für die Schädlingsbekämpfung.

Studentenblume giftig
Die Studentenblume ist nicht giftig

Tagetes und ihre Giftigkeit für Menschen

Tagetes sind für Menschen generell nicht giftig. Sie können Blüten, Blätter und Stängel bedenkenlos berühren, ohne ernsthafte gesundheitliche Folgen befürchten zu müssen. Auch für Haushalte mit kleinen Kindern besteht keine unmittelbare Gefahr, selbst wenn Kinder Teile der Tagetes in den Mund nehmen.

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Allerdings können Tagetes phototoxische Reaktionen auslösen. Bestimmte Substanzen in der Pflanze können bei empfindlichen Personen in Kombination mit Sonnenlicht Hautreizungen verursachen. Um Hautirritationen vorzubeugen, sollten sensible Personen Handschuhe tragen und den Pflanzensaft möglichst nicht auf die Haut gelangen lassen. Falls es dennoch zu Hautkontakt kommt, reinigen Sie die betroffene Stelle gründlich mit Wasser und Seife und vermeiden Sie Sonneneinstrahlung für mindestens einen Tag.

Tagetes und ihre Giftigkeit für Haustiere

Tagetes, auch als Studentenblume bekannt, sind für Haustiere wie Hunde und Katzen unbedenklich. Sie enthalten keine toxischen Substanzen, die eine Gefahr für die Gesundheit Ihrer Haustiere darstellen könnten. Daher können Sie beruhigt sein, wenn Ihre Vierbeiner im Garten oder auf dem Balkon um die Tagetes herumspielen oder gelegentlich an den Pflanzen knabbern.

Generell gilt: Wenn Ihr Haustier ungewöhnliches Verhalten zeigt oder gesundheitliche Probleme hat, nachdem es an Pflanzen geknabbert hat, konsultieren Sie sicherheitshalber einen Tierarzt. Platzieren Sie empfindliche Pflanzen an schwer erreichbaren Orten, wie erhöhten Pflanzkästen oder Balkonen. Falls Ihre Haustiere Pflanzen ausgraben, können Pflanzenschutzvorrichtungen oder sanfte Barrieren hilfreich sein.

Tagetes als essbare Pflanze

Einige Tagetes-Sorten sind nicht nur ungiftig, sondern auch essbar und können in der Küche vielseitig verwendet werden. Besonders beliebt ist die Gewürztagetes (Tagetes tenuifolia), die durch ihren zitronigen bis mandarinenartigen Geschmack überzeugt. Die Blütenblätter dieser Sorten eignen sich hervorragend zur Verfeinerung von Salaten, Desserts oder Suppen.

Wenn Sie die Blütenblätter der Gewürztagetes verwenden möchten, sollten Sie sie an sonnigen Tagen am Morgen ernten, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Das Aroma ist dann am intensivsten. Getrocknet können die Blüten zudem für Tees genutzt werden, die ein weiches, fruchtiges Aroma entfalten.

Ebenfalls interessant ist die Tagetes lucida, die wegen ihres anisartigen Geschmacks auch als Winterestragon bekannt ist. Sie wird sowohl in frischer als auch in getrockneter Form in Tees oder als Gewürz verwendet. Einige Sorten wie die Zitronentagetes (Tagetes lemmonii) bieten ein Aroma, das an Zitrusfrüchte erinnert, ideal für kreative Gerichte und Getränke.

Tagetes als Schädlingsbekämpfung

Tagetes sind nicht nur eine farbenfrohe Bereicherung für Ihren Garten, sondern auch ein wirksames Mittel zur Schädlingsbekämpfung. Die Pflanzen produzieren Substanzen, die Schädlinge effektiv abwehren können. Eine bemerkenswerte Eigenschaft der Tagetes-Wurzeln ist ihre Fähigkeit, bodenbürtige Nematodenarten (Fadenwürmer) abzuschrecken. Diese Schädlinge können Gemüse und andere Pflanzen erheblich schädigen, indem sie die Wurzeln befallen und die Nährstoffaufnahme stören.

Zusätzlich verströmen die Blüten und Blätter von Tagetes einen intensiven Duft, der viele fliegende Schädlinge wie Weiße Fliegen und Schnaken abschreckt. Dadurch eignen sich Tagetes hervorragend als Begleitpflanze in Mischkulturen. Pflanzen Sie Tagetes beispielsweise zusammen mit Tomaten oder Gurken, um die Schädlingspopulation zu reduzieren und Bestäuber anzulocken.

Einige Anwendungsmöglichkeiten für Tagetes zur Schädlingsbekämpfung sind:

  • Nematodenabwehr: Pflanzen Sie Tagetes patula, um Nematoden fernzuhalten.
  • Weiße Fliegen: Setzen Sie Tagetes als Unterpflanzung in Ihrem Gewächshaus ein.
  • Fliegende Schädlinge: Nutzen Sie Tagetes in Töpfen oder Balkonkästen, um Fliegen und Mücken abzuschrecken.
  • Schneckenbekämpfung: Pflanzen Sie Tagetes rund um empfindliche Gemüsepflanzen, um Schnecken anzulocken und abzusammeln.

Tagetes sind somit vielseitige Pflanzen, die Ihren Garten auf natürliche Weise schützen und bereichern können.

Tagetes als Futterpflanze

Tagetes, oft als Studentenblume bezeichnet, können auch als Futterpflanzen für Geflügel dienen. Besonders die Blütenblätter enthalten Farbstoffe, die in der Geflügelernährung zur Intensivierung der Eigelbfarbe genutzt werden. Diese Farbstoffe tragen zu einem leuchtend orangefarbenen Eigelb bei und sind in der Futtermittelindustrie bekannt und geschätzt.

Ein weiterer Vorteil von Tagetes ist ihre Anziehungskraft auf Schnecken, die im Garten als natürliche Methode zur Schädlingskontrolle genutzt werden kann. Schnecken werden von den Pflanzen angezogen und können so von empfindlicheren Gemüsepflanzen ferngehalten werden. Durch die gezielte Platzierung von Tagetes als „Opferpflanzen“ lassen sich Schäden an wertvollen Gartenpflanzen reduzieren.

Tagetes bieten damit eine wertvolle Ergänzung für jeden Garten, sowohl zur Verschönerung als auch zur Unterstützung in der Haustierhaltung und Schädlingsbekämpfung.

Bilder: &#169 Maxim Tupikov / iStockphoto