Tagetes

Tagetes: Lichtkeimer richtig aussäen & kultivieren

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Tagetes sind beliebte Sommerblumen, die durch ihre leuchtende Farbenpracht und ihre Pflegeleichtigkeit überzeugen. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Tagetes-Kultur, von der Aussaat über die Pflege bis hin zu kreativen Verwendungsmöglichkeiten im Garten.

Studentenblume Lichtkeimer
Tagetes benötigen Licht zum Wachsen

Bedeutung der Lichtkeimung bei Tagetes

Tagetes, auch als Studentenblumen bekannt, zählen zu den Lichtkeimern. Das bedeutet, dass ihre Samen Licht benötigen, um zu keimen. Für eine erfolgreiche Keimung sollten Sie die Samen bei der Aussaat nur hauchdünn mit Erde bedecken oder sie direkt auf das feuchte Substrat drücken. Platzieren Sie die Aussaat an einem warmen und hellen Standort, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung, um ein Austrocknen oder Verbrennen der Samen zu vermeiden.

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Der Prozess der Lichtkeimung ist entscheidend, damit die Samen genügend Energie für das Wachstum der Keimlinge erhalten. Ohne ausreichendes Licht bleibt die Keimung aus, und die Samen verfaulen oder vertrocknen im schlimmsten Fall. Daher ist es empfehlenswert, durchsichtige Abdeckungen zu nutzen oder den Anzuchtbereich regelmäßig zu lüften, um eine gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung sicherzustellen, ohne die Lichtzufuhr zu unterbrechen.

Durch das Abdecken der Samen mit einem Dünnschicht-Substrat oder Vermiculit wird zudem das Wachstum unterstützt, da es hilft, die notwendige Feuchtigkeit zu bewahren. In 10 bis 20 Tagen sollten die ersten Keimlinge sichtbar sein, vorausgesetzt, Sie halten die Erde gleichmäßig feucht und vermeiden Staunässe, die zu Wurzelfäule führen kann.

Optimale Aussaatbedingungen für Tagetes

Für die erfolgreiche Aussaat von Tagetes müssen Sie auf spezifische Bedingungen achten:

  • Saattiefe: Bedecken Sie die Samen nur hauchdünn mit Erde. Ein leichtes Andrücken der Samen ist optimal. Eine dünne Schicht Vermiculit kann hilfreich sein, um die Feuchtigkeit zu bewahren, ohne das Licht zu blockieren.
  • Standort & Lichtverhältnisse: Platzieren Sie die Aussaat an einem hellen, aber nicht direkt sonnigen Ort. Ein Fensterplatz in Ost- oder Westlage ist ideal, da direkte Sonneneinstrahlung die empfindlichen Keimlinge schädigen kann.
  • Temperatur: Tagetes-Samen keimen am besten bei einer konstanten Temperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Vermeiden Sie Temperaturschwankungen, da diese die Keimung beeinträchtigen können.
  • Feuchtigkeit: Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Regelmäßiges Besprühen der Erde mit Wasser hält die Feuchtigkeit aufrecht.
  • Keimdauer: Unter optimalen Bedingungen keimen die Samen innerhalb von 10 bis 20 Tagen. Die Dauer kann je nach Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Licht variieren.

Beachten Sie diese Bedingungen, um den Grundstein für gesundes Wachstum und prächtige Blüten Ihrer Tagetes zu legen.

Aussaatmethoden für Tagetes

Es gibt zwei bewährte Methoden zur Aussaat von Tagetes: die Direktsaat im Freiland und die Vorkultur in Innenräumen.

Direktsaat im Freiland

  • Zeitpunkt: Die Direktsaat im Freiland ist ab Ende April oder Anfang Mai möglich, sobald keine Frostgefahr mehr besteht und sich die Erde ausreichend erwärmt hat.
  • Standort: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässigem Boden.
  • Aussaat: Streuen Sie die Samen dünn auf die vorbereitete Erde und drücken Sie sie leicht an, ohne sie großflächig mit Erde zu bedecken.
  • Pflege: Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, bis die Sämlinge erscheinen. Vermeiden Sie Staunässe durch regelmäßiges, sanftes Bewässern.

Vorkultur in Innenräumen

  • Zeitpunkt: Beginnen Sie ab Februar oder März mit der Vorkultur, um eine frühere Blüte zu fördern.
  • Behälter: Verwenden Sie Saatschalen, kleine Töpfe oder spezielle Anzuchtschalen mit Abdeckungen.
  • Aussaat: Verteilen Sie die Samen auf der Oberfläche der vorbefeuchteten Aussaaterde und drücken Sie sie leicht an.
  • Pflege: Stellen Sie die Behälter an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und halten Sie die Temperatur konstant bei etwa 20 Grad Celsius. Das Substrat sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Eine Abdeckung mit transparenter Folie oder einem Deckel kann helfen, die Feuchtigkeit zu bewahren.
  • Pikieren: Sobald die Sämlinge zwei bis drei echte Blätter entwickelt haben, pikieren Sie sie in einzelne Töpfe oder Multitopfplatten.
  • Abhärten: Vor dem Aussetzen in den Garten sollten die Sämlinge allmählich an die Außenbedingungen gewöhnt werden. Stellen Sie sie ab etwa Mitte Mai tagsüber an einen geschützten Ort und verlängern Sie nach und nach die Zeit im Freien.

Pikieren von Tagetes-Sämlingen

Das Pikieren ist ein entscheidender Schritt bei der Anzucht von Tagetes.

  • Zeitpunkt: Sobald die Sämlinge zwei bis drei echte Blätter entwickelt haben und etwa 5 bis 8 cm hoch sind, sollten sie pikiert werden.
  • Vorbereitung: Bereiten Sie nährstoffreiche Pflanzerde vor und füllen Sie damit die neuen Töpfe oder das Beet. Die Erde sollte gut durchlässig sein.
  • Methode: Heben Sie die Sämlinge vorsichtig mit einem Pikierstab oder einem dünnen Löffel aus der Erde und achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Setzen Sie die Sämlinge in die vorbereiteten Töpfe oder ins Beet und drücken Sie die Erde leicht an.
  • Pflanzabstand: Halten Sie einen Abstand von etwa 20 bis 30 cm zwischen den Pflanzen ein.
  • Pflege nach dem Pikieren: Gießen Sie die frisch pikierten Pflanzen gut an. Ein geschützter, heller Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung fördert das Anwachsen.

Vorteile der Vorkultur von Tagetes

Die Vorkultur von Tagetes bietet zahlreiche Vorteile:

  • Frühere Blütezeit: Die Vorkultur ermöglicht eine frühere Blüte, was die Blühperiode verlängert und den Garten bereits im Frühsommer mit Blüten schmückt.
  • Kontrolle der Bedingungen: Im Innenbereich können Sie die Umgebungsfaktoren wie Temperatur, Licht und Feuchtigkeit präzise kontrollieren.
  • Schutz vor Witterung und Schädlingen: Die jungen Pflanzen sind in Innenräumen besser vor ungünstigen Wettereinflüssen und Schädlingen geschützt.
  • Kostenersparnis: Durch die Vorkultur können Sie die Anzahl der gekauften Pflanzen reduzieren und mehr Pflanzen aus Samen ziehen.
  • Robustere Pflanzen: Jungpflanzen, die vorgezogen wurden, entwickeln oft robustere Wurzelsysteme und sind widerstandsfähiger.

Indem Sie diese Vorteile nutzen, bereiten Sie Ihre Tagetes optimal auf eine erfolgreiche Wachstums- und Blühperiode vor. Denken Sie daran, die Pflanzen vor dem endgültigen Auspflanzen allmählich an die Außenbedingungen zu gewöhnen.

Tagetes im Garten

Tagetes bieten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Garten:

  • Beetbepflanzung: Mit ihren leuchtend gelben, orangefarbenen und roten Blüten sind Tagetes eine Augenweide in Blumenbeeten und Rabatten. Sie lassen sich hervorragend mit anderen Sommerblumen kombinieren.
  • Balkon und Kübel: Tagetes gedeihen auch in Balkonkästen und Kübeln. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort und gießen Sie die Pflanzen regelmäßig.
  • Gemüsebeet: Tagetes vertreiben Schädlinge wie Nematoden, Fliegen und Ameisen durch ihre Wurzelausscheidungen und den intensiven Duft ihrer Blätter und Blüten. Dies verbessert den Ertrag und die Gesundheit Ihrer Gemüsepflanzen.
  • Naturgarten: Tagetes fördern die Biodiversität im Garten, da ihre Blüten Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten anziehen. Darüber hinaus sind sowohl die Blüten als auch die Blätter essbar und können in der Küche verwendet werden.

Tagetes sind pflegeleicht und blühfreudig und bieten mit einer Wuchshöhe von typischerweise 30 bis 100 cm und Blüten in vielen Farben eine hohe Vielfalt. Nutzen Sie die Vorteile dieser Pflanzen für Ihren Garten, Balkon oder Kübel.

Bilder: danishkhan / iStockphoto