Die Südseemyrte – winterhart oder nicht?

Die sogenannte Südseemyrte (Leptospermum scoparium) stammt ursprünglich aus Australien und Neuseeland. Dort kann der in milden Klimazonen heimische, hübsch blühende Strauch im Freiland Höhen von bis zu 4 m erreichen.

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Die Südseemyrte verträgt nur wenig Frost

Bei kühlen Nachtfrösten hat die Südseemyrte im Freien keine Chance

Kurzzeitig hält die Südseemyrte Temperaturen bis etwa minus 5 Grad Celsius aus, bei noch kühleren Außentemperaturen wird es für den zierlichen Strauch dann definitiv gefährlich. In Mitteleuropa wird dieser Exot also typischerweise nur als Kübelpflanze den Sommer über im Freiland kultiviert. Wird es im Herbst dann empfindlich kalt, sollte die Südseemyrte rechtzeitig in ein geschütztes Winterquartier gebracht werden. Soll eine Südseemyrte umgetopft werden, so ist der Zeitpunkt vor dem Neuaustrieb im Februar und März dafür ideal. Beachten Sie, dass die Südseemyrte beim Überwintern ähnliche Vorlieben wie so manche mediterrane Pflanze hat und nicht zu warm überwintert werden darf.

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Ein Winterquartier mit optimalen Bedingungen für die Südseemyrte finden

Bei der Südseemyrte handelt es sich um eine immergrüne Pflanze, daher wird in jedem Fall ein möglichst helles Winterquartier benötigt. Da das Wachstum zu dieser Jahreszeit aber nur auf Sparflamme läuft, können Dünger- und Wassergaben entsprechend reduziert werden. Insgesamt sollten in einem optimalen Winterquartier für die Zimmermyrte die folgenden Bedingungen herrschen:

  • hell, aber nicht zu viel direkte Sonne (im Winter)
  • ausreichend feucht ohne Staunässe an den Wurzeln
  • Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad Celsius

Der beheizte Wintergarten ist als Winterquartier für eine Südseemyrte üblicherweise zu warm, ideal sind dagegen Kalthäuser oder auch frostfreie Garagen mit ausreichendem Tageslichteinfall.

Nicht nur die Winterkälte kann zum Problem werden

Häufig werden über den Winter eingegangene Pflanzen als „erfroren“ eingeordnet, obwohl mitunter ganz andere Faktoren für den Tod der Pflanze ausschlaggebend waren. Ähnlich dem Bambus oder dem beliebten Heidekraut ist es gar nicht so selten, dass eine Südseemyrte nicht erfriert, sondern vielmehr vertrocknet. Achten Sie daher stets penibel auf den richtigen Feuchtigkeitsgehalt im Topf der Südseemyrte. Als Lohn dafür winkt Ihnen ab Februar oder März die prächtige Blüte der Südseemyrte, die bis in den Juni hinein andauern kann.

Tipps

Eine Mischung aus Rhododendronerde und Quarzsand (14,90€ bei Amazon*) ist das ideale Substrat, um im Topf der Südseemyrte möglichst unkompliziert den richtigen Wasserhaushalt einstellen zu können. Diese Pflanze sollte außerdem mit möglichst kalkarmem Wasser (beispielsweise Regenwasser) gegossen werden.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Jerry Lin/Shutterstock

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