Weideruten- das perfekte Material für den selbstgebauten Sichtschutz

Möchten Sie Ruhe und Privatsphäre im eigenen Garten genießen, empfiehlt sich ein blickdichter Sichtschutz. Sperrige Holzzäune engen den Garten jedoch optisch ein und passen nicht immer ins Landschaftsbild. Hecken bestechen zwar mit ihrer Natürlichkeit, verlangen Ihnen allerdings regelmäßige Pflegemaßnahmen ab. Ein Sichtschutz aus Weide bedarf nach einmaligem Aufbau wiederum keine Pflege, besteht ebenfalls aus Naturmaterial, kostet nichts und ist zudem noch ausgesprochen variabel. Haben Sie noch dazu Spaß am Basteln und Werken, spricht alles für einen selbstgebauten Weide Sichtschutz.

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Weide lässt sich wunderbar flechten

Vorteile eines selbstgebauten Sichtschutzes aus Weide

  • keine Pflege notwendig
  • dient auch als Rankhilfe
  • Höhe und Breite können selbst bestimmt werden
  • reines Naturmaterial
  • einfache Herstellung
  • kein Kostenaufwand
  • gleichzeitige Entsorgung von Schnittresten
  • wetterbeständig
  • verschiedene Optiken möglich

Materialbeschaffung

Weide Ruten sind äußerst biegsam, was sie zu einem der beliebtesten Flechtmaterialien macht. Natürlich erhalten Sie die Zweige in der Baumschule. Kostengünstiger ist es aber Sie selber zu schneiden. Achten Sie dabei darauf, dass alle Äste ungefähr die gleiche Länge aufweisen. Am besten sammeln Sie das Material zwischen November und Februar. Darüber hinaus macht es einen Unterschied, ob Sie bereits verholzte Äste oder neue Austriebe wählen. Letztere treiben auch in geflochtener Form noch aus.

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Benötigtes Material

  • Weide Ruten
  • Holzpfähle
  • einen Hammer
  • eine Gartenschere
  • eventuell eine Wasserwaage
  • ein Maßband

Vorbereitung

  1. Kürzen Sie die Weide Ruten auf die gleiche Länge.
  2. Weichen Sie die Zweige in Wasser, um sie elastisch zu machen.
  3. Lockern Sie den Boden an der Stelle, an der später Ihr Sichtschutz stehen soll.

Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Spitzen Sie ein Ende der Holzpfähle.
  2. Stecken Sie diese nun im Abstand von etwa einem halben Meter in den Boden.
  3. Beginnen Sie in Bodennähe, eine Weiderute abwechselnd vor und hinter den Pfählen zu flechten.
  4. Führen Sie diese Tätigkeit aus, bis die gewünschte Höhe erreicht ist.
  5. Ziehen Sie die Ruten zwischenzeitlich gut fest.
  6. Kürzen Sie die überstehenden Äste

Weitere Tipps

  • Verwenden Sie unterschiedlich gefärbte Ruten. Zweige der Purpurweide weisen einen rötlichen Ton auf und bringen Abwechslung in Ihr geflochtenes Muster.
  • Hängen Sie dekorative Elemente an Ihren Sichtschutz. Bunte Glasflaschen sehen nicht nur schön aus, Sie dienen auch als Windspiele oder sogar zum Bepflanzen.
  • Es muss nicht immer ein Sichtschutz sein. Flechten Sie die Weidenruten nicht allzu hoch, entsteht eine hübsche Beeteinfassung.
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Serhii Ostapenko/Shutterstock

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