Sauerampfer im eigenen Garten pflanzen

In der Natur gesammelter Sauerampfer ist leider teilweise mit Pestiziden, dem Fuchsbandwurm oder Hundehinterlassenschaften kontaminiert. Die wuchsfreudige Pflanze können Sie für den Verzehr aber auch im eigenen Garten anbauen.

Sauerampfer pflanzen

Wie wächst Sauerampfer?

Beim Sauerampfer (Rumex acetosa) handelt es sich um eine sehr ausdauernde und teilweise wintergrüne Pflanze, die im Frühjahr jährlich neu aus ihrem Wurzelstock austreibt. Die Blätter dieses Knöterichgewächses stellen ein seit Jahrhunderten geschätztes Wildgemüse dar. Die krautige Pflanze wird je nach Standort zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch und blüht üblicherweise von Mai bis August. Die zarten Blätter werden nach der Ernte ähnlich wie Spinat verwendet und können für folgende Gerichte als Grundlage dienen:

  • heiße oder kalte Ampfersuppe
  • als Bestandteil in Salaten und Omeletts
  • in der Frankfurter Grünen Soße

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Welchen Standort bevorzugt der Sauerampfer?

Das Wachstum von Sauerampfer im Garten hängt davon ab, ob er in der von ihm geschätzten Sonne oder im Halbschatten wächst. Zu schattige Standorte bringen nur kümmerlich wachsende Pflänzchen hervor. Der Untergrund sollte den Sauerampfer-Wurzeln einen mittelschweren und tiefgründigen Boden bieten, außerdem sollte der pH-Wert möglichst unter 6 liegen. In sommerlichen Trockenphasen sollte ausreichend gegossen werden, damit der Boden nicht zu sehr austrocknet.

Wann sollte der Sauerampfer angesät werden?

Sauerampfer wird üblicherweise im März in Reihen gesät und später vereinzelt. Die Aussaat ist aber auch im August noch möglich, allerdings ist dann eine Ernte erst im folgenden Frühjahr und Sommer möglich.

Kann der Sauerampfer umgepflanzt werden?

Aus Samen gezogene Jungpflanzen lassen sich relativ gut verpflanzen, wenn sie mit einer möglichst vollständigen Wurzel ausgegraben werden. Bei größeren Pflanzen können die Wurzeln des Sauerampfers aber ziemlich tief in das Erdreich hinab reichen. Werden die Wurzeln beim Umpflanzen verletzt und verbleibt ein Teil der Wurzel im Boden, so wächst aufgrund vegetativer Vermehrung am selben Standort eine neue Pflanze.

Wann wird der Sauerampfer geerntet?

Die beste Erntezeit für die zarten Blätter ist vor Mitte Juni. Nach diesem Zeitpunkt steigt meist der Oxalsäuregehalt der Blätter auf einen magenreizenden Wert, der sich an der Rotfärbung der Blattspitzen ablesen lässt.

Wie steigert man den Ertrag beim Sauerampfer?

Beim gezielten Anbauen von Sauerampfer empfiehlt es sich, die Blütenstände des ansonsten pflegeleichten Sauerampfers regelmäßig zu entfernen, um so das Blattwachstum anzuregen.

Tipps & Tricks

Ist der Sauerampfer einmal im Garten angesiedelt, kann er sich unter geeigneten Bedingungen stark vermehren. Eine Entfernung aus dem Rasen oder Gemüsebeet ist dann aufgrund der sehr keimfähigen Samen und tiefreichenden Wurzeln mit viel Aufwand verbunden.

Text: Alexander Hallsteiner

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