Sanddorn

Sanddorn-Wurzeln: Alles, was Sie wissen müssen

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Der Sanddorn ist bekannt für seine Robustheit, die er seinem weitreichenden und tiefen Wurzelsystem verdankt. Dieses ermöglicht ihm nicht nur das Überleben auf kargen Böden, sondern bietet auch zahlreiche Vorteile für die Umgebung.

Sanddorn Wurzeln

Das Wurzelsystem des Sanddorns

Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ist wegen seines effizienten und angepassten Wurzelsystems ein besonders widerstandsfähiger Strauch, der auf kargen Böden und unter extremen Witterungsbedingungen gedeiht.

  1. ## Tiefes und weitreichendes Wurzelsystem

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Das Wurzelsystem des Sanddorns glänzt durch seine Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit:

  • Tiefe Hauptwurzeln: Diese dringen bis zu 3 Meter tief in den Boden und ermöglichen der Pflanze den Zugang zu tieferliegenden Wasserreserven, wodurch der Sanddorn besonders resistent gegen Dürreperioden ist.
  • Horizontale Ausläufer: Die seitlichen Wurzelausläufer können sich bis zu 12 Meter weit ausbreiten und liegen dicht unter der Erdoberfläche. Diese Eigenschaft führt zur Bildung eines dichten Bewuchses, was besonders an erosionsgefährdeten Standorten wie Hängen und Küsten von Vorteil ist.
  • Stabilisierung: Die Kombination aus tiefreichenden und weitverzweigten Wurzeln sorgt für eine stabile Verankerung im Boden. Dies macht den Sanddorn widerstandsfähig gegenüber starken Winden und Erosionsprozessen.
  • ## Symbiose mit Frankia-Bakterien
  • In den Wurzeln des Sanddorns leben Frankia-Bakterien, die Stickstoff aus der Luft fixieren und der Pflanze zur Verfügung stellen. Diese Symbiose ermöglicht es dem Sanddorn, auch auf nährstoffarmen Böden zu gedeihen, ohne dass zusätzliche Düngung erforderlich ist.

    1. ## Pflege und Kontrolle

    Um die Ausbreitung der Wurzelausläufer im Garten zu kontrollieren, empfiehlt sich der Einsatz einer Rhizomsperre. Diese sollte mindestens 60 Zentimeter tief und 2 Millimeter dick sein und aus Kunststoff gefertigt werden, der bis zu 5 Zentimeter aus dem Boden herausragt. Dies verhindert das Durchwachsen der Wurzeln. Die abgestorbenen Wurzeln des Sanddorns tragen zur Verbesserung der Bodenstruktur und -fruchtbarkeit bei, indem sie organische Substanz hinterlassen.

    Auswirkungen auf die Pflanzung und Pflege

    Der Sanddorn stellt spezifische Anforderungen an die Pflanzung und Pflege, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen und eine unerwünschte Ausbreitung zu vermeiden.

    1. ## Standort und Boden

    Pflanzen Sie Sanddorn an einem sonnigen Standort mit durchlässigem, tiefgründigem Boden. Vermeiden Sie Staunässe und sorgen Sie für gute Luftzirkulation, um Schimmel- und Pilzbefall vorzubeugen. Ein schwerer Boden kann durch die Zugabe von grobem Sand aufgelockert werden, während ein sehr sandiger Boden durch Kompost verbessert werden sollte.

    1. ## Rhizomsperre

    Um eine unkontrollierte Ausbreitung der Wurzeln zu verhindern, setzen Sie eine Rhizomsperre. Diese sollte mindestens 60 bis 70 Zentimeter tief und 2 Millimeter dick sein, und etwa 1 bis 2 Zentimeter aus dem Boden herausragen.

    1. ## Düngung und Bewässerung

    Sanddorn benötigt normalerweise keine zusätzliche Düngung aufgrund der Symbiose mit Frankia-Bakterien. Jedoch kann ein wenig Hornmehl im Jahr nach der Pflanzung hilfreich sein, um die Zeit bis zur vollen Ausbildung der Symbiose zu überbrücken. Nach der Etablierung reicht es, alle zwei Jahre etwas Kompost in den Boden einzuarbeiten.

    1. ## Schnitt und Pflege

    Das Schneiden des Sanddorns ist wichtig, um das Wachstum und die Fruchtproduktion zu fördern.

    • Regelmäßiger Rückschnitt: Schneiden Sie alle zwei Jahre die abgeernteten Triebe im Spätwinter bis auf kurze Ansätze zurück, um neues Holz zu fördern, das im zweiten Jahr reichlich Früchte trägt.
    • Auslichtung: Eine regelmäßige Auslichtung, bei der dickere Äste auf etwa 15 Zentimeter eingekürzt werden, sollte ab dem vierten Standjahr und dann jedes zweite Jahr erfolgen.
    • Männliche Pflanzen: Schneiden Sie männliche Exemplare alle drei bis vier Jahre zurück, indem Sie nur die Hälfte der Blütentriebe entfernen, um den Pollenflug nicht zu beeinträchtigen.
    • ## Bewässerung
    • Der Sanddorn ist trockenheitsresistent und benötigt nach der Anwachsphase keine regelmäßige Bewässerung. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollten Sie jedoch regelmäßig gießen, um das Anwachsen zu unterstützen. Danach ist Bewässerung nur in langen Trockenperioden erforderlich.

      Indem Sie diese spezifischen Anforderungen berücksichtigen, können Sie den Sanddorn erfolgreich in Ihrem Garten kultivieren und von seinen zahlreichen Vorteilen profitieren.

      Bilder: DerLue / iStockphoto