Männlicher Sanddorn: Auf ihn kann schwer verzichtet werden

In unserer Welt wäre es für viele Männer undenkbar, doch in der Pflanzenwelt sieht es ganz anders aus. Ein männlicher Vertreter des Sanddorns kann es locker mit bis zu 8 weiblichen Exemplaren aufnehmen...

Sanddorn männlich

Sanddorn ist zweihäusig

Sanddornbeeren sind überaus schmackhaft und gesund. Wer sich diesen Strauch zu Eigen machen will und ihn in den Garten pflanzt, sollte im Hinterkopf behalten, dass Sanddorn zweihäusig ist. Ein männliches Exemplar ist unumgänglich, um an weiblichen Pflanzen Früchte ernten zu können…

Wann und wie blühen die männlichen Sorten?

Die Blüten des männlichen Sanddorns erscheinen zwischen März und April und in der Regel vor dem Laub und den weiblichen Blüten. Sie befinden sich an der Basis der Triebe des Vorjahres. Aus diesem Grund sollte beim Schneiden mit Bedacht vorgegangen werden (vorzugsweise im Herbst schneiden und nicht im Frühjahr). Ansonsten bleibt die Blüte im jeweiligen Jahr aus.

Anhand der Blüten lassen sich männliche Exemplare gut von weiblichen Exemplaren unterscheiden. Die männlichen Blüten hängen an kurzen Stielen an den Zweigen. Der Blütenstand ist kugelig und die einzelnen grünbraun gefärbten Blüten werden durchschnittlich 3 mm groß. Kronblätter besitzen die männlichen Blüten keine. Hingegen weisen sie eine zweiblättrige Kelchröhre und vier Staubblätter auf.

Der bekannte männliche Sanddorn: die Sorte Pollmix

Der Sanddorn Pollmix gilt als DER männliche Sanddorn. Er vermag es, die Sorten Leikora, Askola, Hergo und Frugana, die weiblich sind, zuverlässig zu befruchten. Ideal ist es, ihn in einem Verhältnis von 1:4 zu weiblichen Sanddornen zu pflanzen.

Zu seinen wesentlichen Merkmalen zählen die folgenden:

  • lange Blütezeit
  • spendet reichlich Pollen
  • kann bis zu 8 weibliche Pflanzen befruchten
  • trägt keine Früchte
  • besitzt weniger Stacheln als weibliche Sorten
  • anspruchslos, pflegeleicht und standorttolerant

Tipps & Tricks

Damit ein männlicher Kandidat unter den Sanddornen eine Chance hat, weibliche Exemplare zu befruchten, sollte er nicht weiter als 10 m von ihnen entfernt stehen. Am besten ist es, ihn in direkte Nachbarschaft zu setzen. Weiterhin gilt es, auf die Hauptwindrichtung zu achten, damit die Pollen gut zu den weiblichen Blüten fliegen können (Windbestäubung).

Text: Anika Gütt

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