So einfach gelingt die Vermehrung über Salbei Stecklinge

Salbei erweist sich nicht nur hinsichtlich seiner Pflege als ein Ausbund der Genügsamkeit. Gleiches gilt für die unkomplizierte Vermehrung. Wie sich Stecklinge in prächtige Salbeipflanzen verwandeln, erklärt die folgende Anleitung.

Salbei Stecklinge

Sommerzeit ist Stecklingszeit

Steht ein Salbei kurz vor der Blüte voll im Saft, liefert die Kräuterpflanze nicht nur eine reiche Ernte. Im Juni und Juli ist darüber hinaus die beste Zeit, um die Vermehrung mittels Kopfstecklingen in Angriff zu nehmen. Idealerweise sollte die Blüte noch nicht eingesetzt haben, denn ab dann strömt die Pflanzenenergie aus dem Laub in die bunte Pracht. So machen Sie es richtig:

  • Mit einem desinfizierten, scharfen Messer Kopfstecklinge abschneiden mit einer Länge von 6-10 Zentimetern
  • Die untere Triebhälfte entlauben, sodass mindestens 2 Blattpaare übrig bleiben
  • Kleine Töpfchen füllen mit Kräutererde-Sand-Gemisch oder Torf-Sand und anfeuchten
  • Je Topf einen Steckling zu zwei Drittel in das Substrat stecken

Um die Bewurzelung voranzutreiben, stülpen Sie noch eine Plastiktüte über und stellen den Anzuchttopf an einen halbschattigen, warmen Ort. Halten Sie während der folgenden 2-3 Wochen die Erde konstant feucht. Die Abdeckung sollte täglich gelüftet werden, damit sich kein Schimmel bildet.

Bewurzelte Salbei Stecklinge ins Beet pflanzen – so geht es

Lugen die zarten Wurzeln aus der Bodenöffnung des Anzuchttopfes heraus, hat sich ein neues Wurzelsystem am Steckling entwickelt. Sprießt zugleich ein frischer grüner Austrieb hervor, ist die Jungpflanze ausgereift. So pflanzen Sie Ihren Zögling ins Beet:

  • Der Standort ist sonnig, warm und geschützt
  • Das Erdreich ist humos, nährstoffhaltig und sandig-lehmig
  • Alles Unkraut jäten, den Boden auflockern und mit Kompost optimieren
  • Ein Pflanzloch graben mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens

Den ausgetopften Salbei setzen Sie mittig in die kleine Grube und pflanzen ihn genau so tief ein, wie er im Topf stand. Jetzt folgt noch ein guter Schluck Wasser. In den folgenden Wochen wird die Jungpflanze regelmäßig gegossen, damit sie ihre Wurzeln zügig ausbreiten. Wiederholtes Entspitzen der Triebe wirkt sich förderlich aus auf ein buschiges Wachstum.

Tipps & Tricks

Dank seiner üppigen Blütenpracht gilt Salbei als hervorragende Bienen- und Schmetterlingsweide. Sein Nektargehalt übertrifft sogar denjenigen von Raps. Selbst wenn Ihnen der intensive Geschmack des mediterranen Küchenkrauts nicht zusagt, sollte im naturnahen Garten mindestens ein Exemplar vertreten sein.

GTH

Text: Paula Jansen

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