Ananassalbei vermehren – Tipps und Tricks

Der Ananassalbei entwickelt aromatische Blätter, die für kreative Gerichte verwendet werden können. Die mehrjährige Pflanze lässt sich auf verschiedene Weisen vermehren. Erfolgreich ist die Vervielfältigung mittels Stecklingen, die zu verschiedenen Jahreszeiten geschnitten werden.

Ananassalbei Stecklinge
Ananassalbei kann u.a. über Stecklinge vermehrt werden

Frische Stecklinge

Schneiden Sie von einer gut entwickelten Pflanze unverholzte Triebe ab, die etwa acht bis zehn Zentimeter lang sind. Setzen Sie das Messer unterhalb eines Knotens an und schneiden Sie den Steckling schräg ab. Entfernen Sie im unteren Teil alle Blätter und Knospen. Halbieren Sie die oberen Blätter, damit der Steckling weniger Wasser verliert und seine Energie in die Wurzelbildung investieren kann.

Stellen Sie die Stecklinge in ein Glas mit Leitungswasser und bedecken Sie dieses mit Folie. Es dauert etwa zwei Wochen, bis sich die ersten Wurzeln zeigen. Der Steckling bleibt im Wasserglas stehen, bis die Wurzeln ein bis zwei Zentimeter lang gewachsen sind. Um die Wurzelbildung zu beschleunigen, können Sie Weidenwasser in das Glas geben.

Weidenwasser herstellen:

  • fingerdicke Weidenäste in kleine Stücke zerschneiden
  • mit lauwarmem Wasser übergießen
  • für 24 Stunden ziehen lassen

Verholzte Stecklinge

Die Stecklingsvermehrung funktioniert mit verholzten Trieben, erfordert aber mehr Geduld. Die Triebe verlieren schnell ihre grünen Blätter und verbraunen. Wenn Sie das Wasser täglich erneuern, wird der verholzte Trieb nach einigen Wochen feine Wurzeln am unteren Knoten entwickeln.

Es kann sein, dass die Pflanze an diesem Vegetationspunkt gleichzeitig frische Blätter entwickelt. Schneiden Sie dann den oberen Teil ab, der verwelkt erscheint. So kann sich der Steckling auf die weitere Entwicklung der Blätter und Wurzeln konzentrieren. Erst wenn der neue Trieb und die Wurzeln mindestens einen Zentimeter lang sind, wird die Jungpflanze eingepflanzt.

Samen

Die Vermehrung über Samen ist möglich. In Europa entwickelt die Pflanze allerdings keine Früchte, da ihre Blüten in der Heimat Mexiko von Kolibris bestäubt werden. Im Handel können Sie Samen kaufen, die von Februar bis April auf nährstoffarmes Anzuchtsubstrat gestreut werden. Das Gefäß wird an einen hellen und warmen Ort gestellt, an dem die Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius fallen. Nach ein bis zwei Wochen keimen die Samen.

Text: Christine Riel

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