Saatkartoffeln lagern – Bedingungen und Varianten

Es gibt verschiedene Gründe, warum Setzkartoffeln im Winterquartier aufbewahrt werden. Handelt es sich um seltene und alte Sorten, macht eine Einlagerung Sinn. Wer eine große Ernte anpeilt, spart durch die Nutzung eigener Erntekartoffeln einiges an Kosten ein.

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Saatkartoffeln sollten dunkel und kühl gelagert werden

Was Saatkartoffeln benötigen

Konstante Umgebungsbedingungen sind von großer Bedeutung bei der Einlagerung. Kartoffeln atmen und erwärmen sich, was durch eine niedrige Temperatur verhindert wird. Ist es zu warm, bauen sie Reservestoffe ab. Sie treiben vorzeitig aus und entwickeln lange dünne Triebe. Krankheitserreger finden bessere Überlebensbedingungen vor. Frost schädigt das Gemüse ebenfalls. Außerdem sind feuchte Bedingungen zu vermeiden, denn sie begünstigen die Entstehung von Fäulnisprozessen. Eine zu niedrige Raumluft sorgt dafür, dass die Setzkartoffeln austrocknen.

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Das ist optimal:

  • Temperatur: zwischen zwei und vier Grad
  • Feuchtigkeit: mindestens 80 Prozent
  • Licht: dunkle Verhältnisse

Im Eimer aufbewahren

Geben Sie eine Schicht Quarzsand (11,00€ bei Amazon*) in einen großen Eimer, damit die Saatkartoffeln vor der Fußbodenkälte geschützt sind. Darauf platzieren Sie einige Pflanzkartoffeln ohne Berührung locker nebeneinander. Schichten Sie das Füllmaterial im Wechsel mit den Kartoffeln in das Gefäß. Die letzte Schicht bildet das Substrat. Stellen Sie den Behälter an einen dunklen und frostfreien Ort. Der Sand verhindert einen übermäßigen Wasserverlust, sodass Sie auch einen trockeneren Kellerraum als Überwinterungsquartier wählen können.

Kühlschrank

Kleine Mengen empfehlen sich für die Einlagerung in einem leicht befeuchteten Küchentuch. Legen Sie die Päckchen in einen Kühlschrank, den Sie sonst nicht nutzen. Hier können Sie für optimale Temperaturbedingungen sorgen. Die Lagerung im Küchenkühlschranks ist nicht optimal, da dieser täglich genutzt wird. Durch das Öffnen der Tür schwankt die Temperatur im Innenraum und Kondenswasser schlägt sich nieder.

Eierkartons

Diese Variante erfordert gute Kenntnisse über Raumtemperatur und -feuchtigkeit, denn bei ungünstigen Bedingungen kommt es schnell zu Problemen. Ein Eierkarton bietet eine berührungsfreie Aufbewahrungsmöglichkeit. Das Material nimmt Wasser auf und verhindert, dass die Kartoffeln faulen. Eine Platzierung in einem dunklen und kühlen Kellerraum ist empfehlenswert. Sind niedrige Raumtemperaturen über null Grad gewährleistet, funktioniert theoretisch auch eine Aufbewahrung der Kartons im hellen und luftigen Gartenhäuschen. Hier ist die Gefahr einer Fäulnisbildung gering. Jedoch können die Knollen leicht austrocknen.

Text: Christine Riel
Artikelbild: just simple/Shutterstock

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