Kartoffeln

Gemüse, das immer wächst: Kartoffeln

Kartoffeln anzubauen ist wirklich unkompliziert. Die schmackhaften Knollen sind anspruchslos, gedeihen im Beet genauso gut wie im großen Kübel und liefern zuverlässige Erträge, die viel besser schmecken als die Erdäpfel aus dem Supermarkt.

Die Saatkartoffeln

Saatkartoffeln müssen nicht aus dem Gartenfachhandel kommen. Sie können auch einfach Ihre Lieblings-Kartoffelsorte aus dem Supermarkt in den Boden legen. Wir empfehlen allerdings Bioqualität, da diese Kartoffeln frei von Pestiziden sind.

Illustration einer Saatkartoffel mit Keimen und Querschnitt von zwei gepflanzten Kartoffeln in der Erde mit Kompost
Kartoffeln vorkeimen und im richtigen Abstand pflanzen.

Kartoffeln vorkeimen

Der Vorteil von vorgekeimten Kartoffeln ist nicht nur der frühere Erntetermin. Da die Knollen bei kühlem Wetter weiter wachsen, sind diese zudem seltener von der Kraut- und Knollenfäule betroffen.

Vielleicht entdecken Sie beim Blick in Ihre Kartoffelkiste Erdäpfel, die sowieso schon Keimaugen haben. Legen Sie diese für einige Tage an einen hellen, mindestens 15 Grad warmen Platz. Sind die Triebe kräftig und die Knöllchen grün geworden, ist die Zeit zum Stecken gekommen.

Der richtige Platz im Beet

Kartoffeln stellen nur geringe Ansprüche an den Boden. Der Standort sollte jedoch warm und vollsonnig sein.

  • Die vorgetriebenen Knollen werden in Reihen, mit einem Abstand von etwa 35 Zentimeter, spatentief in die Erde gelegt.
  • Heben Sie ein Loch aus und geben Sie als Starthilfe eine Handvoll Kompost hinein. – Kartoffeln vollständig mit Erde bedecken.

Gießen und Düngen

  • Gießen Sie die Kartoffeln gut an.
  • Überwässern Sie aber nicht, denn Staunässe führt schnell zu Fäulnis.
  • Stets von unten gießen, denn nasse Blätter sind sehr anfällig für Pilzerkrankungen.
  • Während der Wachstumsphase mit Hornspänen oder einem organischen Biodünger mit Langzeitwirkung düngen.

Anhäufeln

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört das Anhäufeln, das alle drei Wochen wiederholt werden sollte. Sobald die Kartoffeln circa zwanzig Zentimeter hoch sind, ziehen Sie die Erde zwischen den Reihen an die Stauden heran. Durch den kleinen Wall wird verhindert, dass die Knollen mit dem Tageslicht in Kontakt kommen und dass sich giftige, grüne Stellen bilden.

Querschnitt einer Kartoffelstaude mit Erdhügel, Bewässerung von unten und Ernte mit Grabgabel
Kartoffeln richtig anhäufeln, gießen und ernten.

Kartoffeln ernten

Je nach Sorte dauert es etwa drei bis vier Monate, bis die Kartoffeln erntereif sind. Zu diesem Zeitpunkt tritt häufig Krautfäule ein und die oberirdischen Pflanzenteile vertrocknen.

  • Die Ernte sollte an einem sonnigen, trockenen Tag erfolgen, da sich die Kartoffeln dann leichter aus der Erde lösen lassen.
  • Heben Sie eine Testpflanze mit einer Grabgabel oder einer Kartoffelhacke aus dem Boden.
  • Wenn sich die Knollen leicht von den Trieben lösen lassen und die Schale abriebfest ist, können Sie alle Kartoffeln ernten.

Tipp

Kartoffeln immer dunkel, luftig und möglichst kühl aufbewahren. Die Knollen vor dem Einlagern nicht waschen und in Kisten schichten. Bei optimalen Bedingungen bleiben die leckeren Erdäpfel monatelang genießbar.

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Bilder: FuzullHanum / stock.adobe.com
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