Robuster Roter Ahorn neigt nur wenig zu Krankheiten

Acer rubrum, wie der Rotahorn botanisch heißt, ist hauptsächlich im Osten des nordamerikanischen Kontinents weit verbreitet. Der imposante Laubbaum ist vor allem wegen seiner prächtigen Herbstfärbung bekannt und zeichnet sich in seiner Heimat deswegen als einer der Hauptverantwortlichen für den so genannten "Indian Summer". Auch hierzulande wird der Rote Ahorn gern in Gärten gepflanzt, schließlich handelt es sich um ein recht robustes Gehölz.

Rotahorn Krankheiten
Vertrocknende Blätter am Rotahorn können ein Anzeichen für einen Krankheitsbefall sein

Verfärbte und / oder vertrocknete Laubblätter

Doch so robust der Zierbaum auch sein mag, Pflegefehler oder einen wenig geeigneten Standort verzeiht er nicht so schnell. Vertrocknete und / oder verfärbte Laubblätter sind zumeist ein Hinweis darauf, dass der Rotahorn sich an seinem Standort nicht besonders wohlfühlt und / oder durch eine falsche Pflege beeinträchtigt wird. Insbesondere zu große Trockenheit, aber auch Staunässe führen nicht nur zu optischen Beeinträchtigungen, sondern in der Folge auch zu gravierenderen Krankheiten. Ist die Sonneneinstrahlung zu intensiv bzw. die Hitze zu groß, reagiert der Baum oft mit verdorrten Blattspitzen oder bräunlichen Flecken auf den Blättern. Letztere weisen auf Verbrennungen durch UV-Licht hin.

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Pilzerkrankungen

Falsche Pflege bzw. ein ungeeigneter Standort sind zumeist auch die Ursache für diverse Pilzerkrankungen. Fehlende Bewässerung vor allem an heißen Sommertagen führt oft zu Mehltau, einer Erkrankung, bei der Blätter und Triebe mit einem weißgrauen Pilzrasen bedeckt werden. Mehltau lässt sich jedoch sehr gut mit Hausmittelchen bekämpfen, beispielsweise mit einer Mischung aus Vollmilch und Wasser, die innerhalb von mehreren Tagen auf den Baum gesprüht wird.

Verticillium-Welke führt häufig zum Absterben

Ganz anders sieht es hingegen bei der Verticillium-Welke aus, einer Pilzerkrankung, die die Wasser- und Nährstoffzufuhr in den Leitbahnen des Holzes blockiert und somit über kurz oder lang zum Absterben des Baumes führt. Gegen diesen Pilz ist bislang weder ein Kraut noch ein wirksames Fungizid gewachsen. Als einzige Maßnahme kann lediglich ein kräftiger Rückschnitt des befallenen Ahorns helfen, der mit einem Umpflanzen verbunden wird.

Häufige Schädlinge

Vor allem im Frühjahr sowie im Sommer sind auf den Blattunterseiten geschwächter Rotahorne diverse Schädlinge wie Blatt- und Schildläuse, Spinnmilben oder Gallmilben zu finden. Auch diese sehr gut zu bekämpfenden Schädlinge sind in der Regel auf eine falsche Pflege und / oder einen wenig geeigneten Standort zurückzuführen.

Tipps

Ahorne sind grundsätzlich sehr anfällig für die Verticillium-Welke und sollten daher niemals an einen Standort ausgepflanzt werden, an dem diese Krankheit schon einmal aufgetreten ist.

Text: Ines Jachomowski

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