Rote Bete pflanzen: Von der Aussaat bis zur Ernte

Rote Bete ist lecker und gesund und kann auch noch spät im Jahr geerntet werden. Außerdem ist ihr Anbau denkbar einfach. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie Rote Bete in Ihrem eigenen Garten oder Balkon pflanzen.

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Auch die Blätter der Roten Bete sind essbar

Boden und Standort für die Rote Bete

Die Rote Bete braucht wie fast alles Gemüse viel Sonne zum Wachsen. Wählen Sie daher einen möglichst vollsonnigen Standort. Weiterhin wurzelt die Rote Bete recht tief und dringt am besten in lockerem Boden vor. Hier erfahren Sie mehr zum perfekten Standort für Rote Bete.

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Den Boden vorbereiten

Damit die Roten Rüben optimal gedeihen könnten, sollten Sie den Gartenboden entsprechend vorbereiten. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  • Lockern Sie mit einem Rechen den Boden leicht auf.
  • Wenn im Vorjahr auf dem Beet Stark- oder Mittelzehrer wuchsen, sollten Sie etwas Kompost unter die Erde heben, um den Nährstoffgehalt im Boden zu erhöhen.

Tipp

Säen Sie Rote Bete niemals an der gleichen Stelle wie im Vorjahr aus! Auch andere Rübensorten sollten vorher nicht an dem Aussaatstandort gestanden haben.

Rote Bete säen

Rote Bete kann ab Ende Mai direkt ins Beet gesät werden oder aber Sie ziehen die kleinen Pflänzchen daheim auf der Fensterbank vor.

Bei Direktaussaat im Garten gehen Sie wie folgt vor:

  • Ziehen Sie mithilfe einer Schnur mehrere Rinnen im Abstand von 30cm mit einer Tiefe von 1 bis 2cm.
  • Geben Sie im Abstand von etwa 5 Zentimeter ein bis zwei Samenkörner in die Erde.
  • Bedecken Sie die Samen mit Erde.
  • Gießen Sie die frisch gesäte Rote Bete gut an.

Mehr zur Aussaat von Roter Bete und interessanten Sorten erfahren Sie hier.

Tipp

Vögel lieben Rote Bete Pflänzchen. Daher ist es ratsam, Schutznetze oder Vogelscheuchen wie z.B. alte CDs anzubringen, um die Räuber vom Beet fernzuhalten.

Rote Bete vorziehen

Rote Bete kann ab März daheim vorgezogen werden. Das spart das Pikieren und somit Zeit und Arbeit. Für die Vorzucht können Sie Kokostabs oder ähnliche Anzugsmittel verwenden oder aber sie nutzen einen Eierkarton, den Sie auseinanderschneiden und mit Erde füllen. Den Karton können Sie später samt Pflänzchen ins Beet einpflanzen. Bei der Vorzucht ist unbedingt darauf zu achten, dass das Substrat nicht austrocknet. Dafür überziehen Sie das Anzuchtsgefäß mit Klarsichtfolie. Mehr Tipps zum Vorziehen erhalten Sie hier.

Gute Nachbarn für Rote Bete

Wie alle Pflanzen – und auch Menschen – gedeiht Rote Bete am besten, wenn sie von Nachbarn umgeben ist, die ihr gut gestimmt sind. Dazu zählen u.a. Buschbohnen, Salat, Dill und Gurken. Schlecht verträgt sie sich mit Kartoffeln, Porree oder Mais. Hier erhalten Sie eine komplette Übersicht über gute und schlechte Nachbarn für Rote Bete.

Rote Bete pflegen

Rote Bete braucht viel Wasser, weswegen Sie vor allem an trockenen Tagen gründlich gießen sollten. Um die Erde zusätzlich vor Austrocknung zu schützen, können Sie das Beet mulchen.

Obwohl die Rote Bete zu den Mittelzehrern gehört, freut sie sich über eine Düngergabe mit Kompost. Wie und wann Sie Ihre Roten Rüben mit Kompost verwöhnen, erfahren Sie hier.

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Mulch schützt die Erde vor dem Austrocknen und verringert Unkrautwachstum

Rote Bete pikieren

Rote Bete wird meist zu dicht gesät, um sicherzugehen, dass keine Lücken auf dem Beet entstehen. Allerdings brauchen die Rüben Platz zum Wachsen. Daher sollten die Pflänzchen pikiert werden, sobald die Pflänzchen groß genug zum Herausziehen sind. Im Beet bleiben gesunde Pflanzen mit einem Abstand von etwa 7 bis 10cm. Mehr zum richtigen Vorgehen beim Pikieren erfahren Sie hier.

Tipp

Die pikierten Pflänzchen können Sie in Salaten oder als essbare Deko-Elemente für leckere Gerichte verwenden.

Rote Bete ernten

Je nach Sorte hat Rote Bete eine Entwicklungszeit von drei bis vier Monate. Allerdings sind Knollen und Blätter auch zu jedem anderen Zeitpunkt ernte- und essbar. Haben Sie Ende Mai gesät, können Sie Ende August/ Anfang September Ihre großen Knollen ernten. Wer später im Jahr ernten möchte, verschiebt die Aussaat entsprechend. Die letzte Ernte sollte jedoch auf jeden Fall vor dem ersten Frost erfolgen.

Um die Knollen aus dem Boden zu holen, packen Sie das Grün mit einer Hand fest an und ziehen Sie daran. Sitzt die Rübe sehr fest, können Sie sie mit leichten Ruckbewegungen lockern.

Rote Bete vermehren

Wenn Sie selbst Rote Bete-Samen ernten und zur Vermehrung verwenden wollen, müssen Sie etwas Geduld aufbringen: Denn Samen bildet die Rote Rübe erst im zweiten Jahr. Wenn Sie Samen ziehen wollen, lassen Sie ein paar Pflanzen im Herbst stehen und decken Sie sie mit etwas Reisig ab, um sie vor Frost zu schützen. Im kommenden Jahr bildet sich ein beeindruckend hoher Blütenstengel mit grün-roten Blüten, der im Herbst Samen ausbildet.

Text: Sara Müller
Artikelbilder: allstars/Shutterstock, Nadzeya Pakhomava/Shutterstock

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