Rosen-Rost erkennen und behandeln

Wer erfolgreich Rosen kultivieren und vielleicht auch züchten möchte, sollte nicht etwa zur Giftspritze greifen. Viel erfolgversprechender ist nämlich die richtige Sortenwahl. Das gilt auch für eine der häufigsten und auch gefürchtetsten Rosenkrankheiten: den Rosenrost.

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Rosen-Rost ist eine gefürchtete, leider recht häufige Rosenkrankheit

Moderne Rosen sind gesünder

In den letzten Jahrzehnten hat die Rosenzüchtung in Bezug auf die Entwicklung neuer, weniger für Blattkrankheiten wie Sternrußtau, Mehltau oder Rosenrost anfällige Sorten große Fortschritte gemacht. Empfindliche, ältere Sorten stammen aus einer Zeit, in der die Gesundheit nicht das wichtigste Ziel eines Rosenzüchters darstellte; entsprechend oft mussten diese ihre Rosen mit umweltschädlichen Chemikalien spritzen. Diese Mittel wurden jedoch längst vom Markt genommen und die meisten Züchter konzentrieren sich auf die Entwicklung blattgesunder Sorten. Allerdings ist keine Rose völlig immun gegen Pilzkrankheiten, wobei viele neuere Sorten jedoch so wenig befallen werden, dass sie nicht gespritzt werden müssen.

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Rosenrost erkennen

Der Rosenrost tritt vor allem bei sehr feuchter Witterung auf. Vorboten des Rosenrosts sind kleine, orangerote und schwielige Flecken, die im Frühling an den Trieben erscheinen und im Sommer die gesamte Blattunterseite mit gelb-orangefarbenen Flecken überziehen. An der Unterseite der Blätter zeigen sich erst orangerote, später schwarze Pusteln. Eine Infektion mit diesem Schadpilz tritt vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit (z. B, in feuchten Sommern oder bei falschem Gießen) auf, zudem sind besonders Rosen in lehmigen, verdichteten Böden gefährdet. Die Pilzsporen überwintern an der Unterseite des Laubes. Es handelt sich um rostrote und stäubende Punkte.

Rosenrost vorbeugen und bekämpfen

Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Rosenrost ist ein geeigneter Standort. Der Boden sollte gut durchlüftet und locker sein; zu feste Böden lassen sich durch das Untermischen von Sand und Kompost lockern. Außerdem sollten Sie beim Gießen darauf achten, dass die Blätter der Rose nicht befeuchtet werden bzw. nach einem Regenguss schnell abtrocknen können. Aus diesem Grund wird für Rosen auch ein luftiger, jedoch nicht zugiger Standort empfohlen. Befallene Blätter sollten Sie im Sommer sofort absammeln und entsorgen; im Winter abgefallenes Laub ist abzuharken.

Hausmittel gegen Rosenrost

Des Weiteren können Sie befallene Rosen mit leicht selbst herzustellender Ackerschachtelhalmbrühe einsprühen und so desinfizieren. Neben Ackerschachtelhalm eignen sich auch Beinwell-, Knoblauch- oder Rainfarnbrühe. Spritzen Sie diese mit dem Beginn des Blattaustriebs etwa alle zwei Wochen.

Tipps

Achten Sie beim Kauf vor allem auf die so genannten ADR-Sorten, dabei handelt es sich um geprüfte, besonders pilzresistente Rosen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: I_life/Shutterstock

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