Einen unebenen Rasen ausgleichen

Von Natur aus gibt es keine ebenen Flächen, denn durch Pflanzenbewuchs und Wühltätigkeiten von Tieren entstehen Unregelmäßigkeiten. Im Garten sind solche Strukturen nicht erwünscht, sodass vor allem auf neu erstandenen Grundstücken eine Rasenbegradigung notwendig wird.

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Das Walzen nach dem Einebnen ist nicht ratsam

Unebenheiten auffüllen

Mit dieser Methode gleichen Sie Unregelmäßigkeiten aus, ohne den Boden umgraben zu müssen. Der vorhandene Rasen bleibt erhalten und kann sich weiter entwickeln. Ein Nachteil besteht darin, dass Sie die Maßnahmen solange wiederholen müssen, bis die Rasenfläche ein Niveau erreicht hat.

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So gehen Sie vor:

  • Rasen in Vertiefungen so kurz wie möglich schneiden
  • ein bis zwei Zentimeter dicke Erdschicht auffüllen
  • etwas Rasendünger ausstreuen
  • Erde vorsichtig mit dem Fuß andrücken
  • Vorgang wiederholen, wenn Gräser durchgewachsen sind

Verzichten Sie darauf, die Bereiche zu walzen. Je verdichteter das Substrat ist, desto schlechter entwickelt sich der Rasen. Indem Sie die Löcher in der Rasenfläche mit einem Mal vollständig auffüllen, reduzieren Sie den Arbeitsaufwand. Reichern Sie das Erdgemisch direkt mit Rasensamen an, da die vorhandenen Gräsern bei tieferen Unebenheiten sehr langsam durch das Substrat wachsen.

Fläche aufbrechen oder umgraben

Bei sehr tiefen und großflächig ausgebreiteten Höhenunterschieden ist eine radikalere Maßnahme empfehlenswert. Das ist der Fall, wenn der Garten von Maulwurfshügeln geprägt ist und durch unterirdische Gänge absackt. Brechen Sie den Rasen mit einem Pflug auf, oder lockern Sie diesen mit einer Schaufel. Anschließend lässt sich die Erde gleichmäßig verteilen, sodass eine ebene Fläche entsteht.

Ebene glatt ziehen

Stecken Sie Holzstäbe in gleichmäßigen Abständen in die Erde und spannen Sie ausgelotete Schnüre zwischen die Pfeiler. Diese Konstruktion dient Ihnen als grobe Hilfe, um eine glatte Oberfläche zu formen. Nutzen Sie anschließend einen Richtscheit mit einer Länge von zwei bis drei Meter und ziehen Sie damit das Substrat ab. Eine lange Wasserwaage bietet eine Alternative.

Damit die mühsame Arbeit nicht durch den nächsten Regen zunichte gemacht wird, müssen Sie die Fläche mit einer leichten Walze verdichten. Eine zu starke Bodenverdichtung führt dazu, dass die Gräser später nicht ordentlich und ungleichmäßig wachsen.

Tipps

Einige Handwalzen lassen sich mit Wasser befüllen, sodass Sie einen mittelstarken Druck auf den Boden ausüben können.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Vaclav Sonnek/Shutterstock

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