Pflanzenporträt: Die Kissenprimel

Mit ihren fröhlich bunten Blütenköpfchen sorgen Primeln im Garten und auf dem Ostertisch für gute Laune. Wir möchten Ihnen die Frühlingsblumen, die Sie nach der Zimmerkultur wunderbar ins Freiland auspflanzen können, in diesem Artikel näher vorstellen.

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Die Kissenprimel sorgt im Frühling für Farbe im Garten

Pflanzensteckbrief:

Systematik

  • Botanischer Name: Primula vulgaris-Hybriden
  • Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
  • Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
  • Gattung: Primula

Botanisches

  • Wuchs: Rosetten bildend
  • Wuchshöhe: Bis 10 Zentimeter
  • Hauptblütezeit: Februar bis Mai
  • Blüte: Einzelblüte
  • Blütenfarbe: Weiß, gelb, orange, rosa, rot, lila sowie mehrfarbig
  • Blätter: Oval, saftig grün

Besonderheiten

Auch wenn Primeln häufig als Zimmerpflanze gepflegt und nach dem Abblühen entsorgt werden, handelt es sich im eigentlichen Sinn um eine Wildpflanze. Kultivieren Sie die Frühlingsblumen im Freiland weiter, können Sie sich viele Jahre an ihnen erfreuen.

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Herkunft

Kissenprimeln sind eine Zuchtform der Hohen Schlüsselblume und der Echten Schlüsselblume. Beide Varianten gedeihen wild in Europa und Asien.

Standort und Substrat

Alle Primeln bevorzugen einen halbschattigen Standort, beispielsweise im lichten Schatten von Gehölzen. Die Erde sollte nährstoffreich und durchlässig sein.

Im Haus stellen Sie die hübschen Frühlingsblüher absonnig, hell und nicht zu warm. Bei einer Umgebungstemperatur bis etwa 15 Grad entwickelt sich die Blüte prächtig und hält lange.

Überwinterung

Becherprimeln sind sehr robust und benötigen selbst in rauen Lagen im Freiland allenfalls einen leichten Winterschutz aus Reisig oder Laub.

Gießen und Düngen

Egal ob im Topf oder im Garten kultiviert: Primeln haben einen hohen Wasserbedarf. Halten Sie das Substrat deshalb gleichmäßig feucht.

Topfprimeln versorgen Sie zu Beginn der Blüte alle zwei Wochen mit einem handelsüblichen Flüssigdünger für Blühpflanzen. Freilandprimeln können Sie im Frühling mit etwas Komposterde düngen.

Weitere Pflegemaßnahmen

Putzen Sie Primeln regelmäßig aus und entfernen Sie alles Verblühte. Die Pflanzen werden dadurch angeregt, neue Knospen zu bilden und die Blütezeit verlängert sich deutlich.

Krankheiten und Schädlinge

Stehen Becherprimeln zu nass, drohen Wurzel- und Stammfäule sowie Grauschimmel. Sie sind dann häufig nicht mehr zu retten. Aus diesem Grund muss Staunässe unbedingt vermieden werden.

Freilandprimeln werden manchmal von Dickmaulrüsslern befallen. Im Haus laben sich gelegentlich Spinnmilben oder Blattläuse am Pflanzensaft. All diese Schädlinge lassen sich mit geeigneten, ökologisch verträglichen Spritzmitteln wirkungsvoll bekämpfen.

Tipps

Allergiker sollten beim Umgang mit Primeln Vorsicht walten lassen, da der Pflanzenstoff Primin zu Hautausschlägen führen kann. Der Verzehr führt zu Magenbeschwerden und Erbrechen. Platzieren Sie die Pflanzen deshalb stets so, dass Kinder und Haustiere nicht versehentlich von den Frühlingsbumen naschen können. Eine Ausnahme stellen Neuzüchtungen dar, die häufig kein Primin mehr enthalten.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Chelnokov Vladimir/Shutterstock

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