Die Familie der Primeln
Primelgewächse sind leicht giftig und können Hautreizungen hervorrufen

In der Welt der Primelgewächse – ein Einblick

Für ihre frühe Blüte, ihren Facettenreichtum, aber auch für ihr Giftpotential sind sie unter Fachleuten bekannt - die Primelgewächse. Damit auch Sie in Zukunft wissen, wovon die Rede ist, wenn der Begriff Primelgewächse fällt, hier ihre Eigenheiten zusammengefasst.

Weltweit mehr als 2500 Arten

Auf der Welt gibt es 58 Gattungen und rund 2590 Arten, die zu der Familie der Primelgewächse zählen. Das ist eine ganze Menge! In Mitteleuropa sind davon immerhin 10 Gattungen und 10 Arten heimisch. Die weiteren Vertreter halten sich von der Nordhalbkugel bis zu den Tropen auf.

Primelgewächse sind ‚die Ersten‘

Die Primelgewächse, die botanisch als Primulaceae bezeichnet werden und zur Ordnung der Heidekrautartigen gehören, zeigen mit ihrem Namen eines ihrer bedeutendsten Merkmale auf. ‚Primula‘ leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet ins Deutsche übersetzt ‚die Ersten‘. Damit wird Bezug auf die frühe Blütezeit genommen.

Einjährige oder länger währende Pflanzen

Bei den Primelgewächsen handelt es sich um einjährige oder mehrjährige Kräuter oder um verholzende Pflanzen wie Halbsträucher, Sträucher, Bäume und Lianen. Mithilfe ihrer Rhizome oder Knollen überdauern sie im Erdreich. In der Regel sind sie ausgesprochen kälteverträglich. Nicht ohne Grund sind sie unter anderen in Hochgebirgen und der Arktis verbreitet.

Äußerliche Hauptmerkmale, die alle vereinen

Bei den meisten Primelarten sind die Blätter zu einer grundständigen Rosette verwachsen. Bei den wenigsten Arten liegen die Blätter wechsel- oder gegenständig am Stiel an. Sie sind einfach aufgebaut, glattrandig oder gezähnt. Nebenblätter gibt es keine.

Die Blüten sind der Hauptgrund der Beliebtheit dieser Gewächse. Sie:

  • stehen einzeln, in Trauben, Dolden oder Rispen
  • sind zwittrig, radiärsymmetrisch und fünfzählig
  • besitzen eine doppelte Blütenhülle
  • aus der Mitte der Blüten ragen fünf freie Staubblätter sowie ein oberständiger Fruchtknoten
  • werden durch Insekten bestäubt
  • entwickeln sich zu Kapselfrüchten

Primelgewächse: giftig, heilkräftig und zierend

Primelgewächse produzieren ein Drüsensekret namens Primin. Es ist giftig und dafür bekannt, Hautreizungen hervorzurufen. Die Saponine in den Primelgewächsen sind hingegen für ihre Heilwirkungen bekannt. Weiterhin sind viele Primelgewächse als Zierpflanzen bedeutsam.

Tipps & Tricks

Zu den beliebtesten und bewährtesten Primelgewächsen für den Garten und den Topf gehören Becher-Primeln und Kissen-Primeln.

Text: Anika Gütt

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