Primeln essen
Viele Primelarten sind essbar und beliebte Heilpflanzen

Primeln sind essbar und heilkräftig

Ein bunter Farbklecks auf dem Teller gefällig? Wie wäre es mit Primelblüten? Es gibt sie in weiß, orange, gelb, rot, rosa, violett, blau und mehrfarbig. Den Wünschen sind somit keine Grenzen gesetzt. Doch leichtsinnig sollte man nicht sein...

Essen Sie nicht alle Primeln!

Es gibt zahlreiche Primelarten. Nicht alle von ihnen sind genießbar. Die bekannte Becherprimel ist beispielsweise giftig und sollte nicht gegessen werden. Sie enthält eine hohe Konzentration an einem Giftstoff namens Primin.

Der Giftstoff Primin und seine Auswirkungen

Bereits Hautkontakt mit Primin kann zu Entzündungen führen. Bei empfindlichen Menschen tritt die so genannte Primeldermatitis auf. Juckreiz, Blasen, Schwellungen und Schmerzen auf der Haut sind die Symptome. Daher ist es ratsam, im Umgang mit Primeln vorsichtshalber Gummihandschuhe zu tragen.

Beim Verzehr von giftigen Primeln wie der Becherprimel kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden sowie Übelkeit und Erbrechen. Auch Tiere wie Katzen und Vögel nicht vor den Auswirkungen nicht gefeit. Wenn sie sich an Primeln vergiftet haben, ist rasches Handeln angesagt. Der Gang zum Tierarzt sollte nicht ausbleiben.

Welche Pflanzenteile essbar sind

Kissenprimeln und Schlüsselblumen (gehören ebenfalls zu den Primeln) sind ebenfalls weit verbreitet. Sie sind essbar und enthalten keine Giftstoffe. Sowohl die Blüten als auch die Blätter und Wurzeln können verzehrt werden.

Die Blätter, Blüten und Wurzel im Einsatz

Die Pflanzenteile können in der Küche vielseitig eingesetzt werden. Ob frisch oder getrocknet, sie schmecken mild. Verwendet werden können die Blätter beispielsweise für Salate und Eintöpfe und die Blüten für süße Desserts und Obstsalate sowie gezuckert auf einer Torte. Auch Kräutersirup lässt sich aus den Pflanzenteilen der Primeln kochen. Die Bereitung als Teeaufguss wird vor allem für Heilzwecke genutzt.

Primeln als Heilpflanzen

Primeln sind als Heilpflanzen bekannt. Sie bestechen mit ihrem hohen Gehalt an Saponinen. Diese sind vor allem in den Kelchblättern und Wurzeln enthalten. Mit ihnen helfen Primeln bei:

  • Husten
  • Erkältung
  • Bronchitis
  • Keuchhusten
  • Schwindel
  • Gicht
  • Asthma
  • Kopfschmerzen
  • Gliederzittern

Tipps & Tricks

Vorgezogene Primeln vom Floristen oder aus dem Baumarkt sollten Sie nicht essen. Sie sind überdüngt und gewöhnlich mit Pflanzenschutzmitteln versehen. Das schadet Ihrer Gesundheit eher als dass sie ihr nützt.

Text: Anika Gütt

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