Primeln Vermehrung
Primeln werden zwischen Februar und April ausgesät

Primeln vermehren – ein Kinderspiel!

Eine Primel im Topf hat vermutlich fast jeder schon einmal gekauft. Die Blüten, die in rot, weiß, gelb, orange oder anderen Nuancen erscheinen können, machen Lust auf mehr. Die gute Nachricht: Wer Gefallen an den Pflanzen findet, kann sie leicht selbst vermehren.

Primeln vermehren sich über Selbstaussaat

Viele Primeln wie beispielsweise die Kissen-Primel vermehren sich über Selbstaussaat. Hier brauchen Sie nicht zwangsweise eingreifen. Beachten sollten Sie lediglich, dass Sie nach der Blütezeit nicht alle verblühten Blüten entfernen. Mit Glück entwickeln sich durch die Selbstaussaat neue Sorten mit völlig neuen Eigenschaften wie beispielsweise anderen Blütenfarben. Zudem kann im Laufe der Jahre eine ganze Fläche aus Primeln entstehen…

Primeln gezielt säen

Die Aussaat können Sie auch selbst in die Hand nehmen. Der beste Zeitraum ist zwischen Februar und April (spätestens Ende Mai, für Blüte im Folgejahr). Die Samen sind im frischen Zustand am besten keimfähig. Achten Sie darauf, dass sie nicht älter als 10 Monate sind.

Es handelt sich bei den Samen um Licht- und Kaltkeimer. So gehen Sie beim Säen vor:

  • Samen auf Aussaaterde streuen
  • ggf. Samen hauchdünn mit Sand überstreuen
  • Erde mit Handsprüher befeuchten
  • ideale Keimtemperatur: 10 bis 15 °C (Wohnzimmer ist ungeeignet)
  • Keimzeit: 2 bis 3 Wochen

Die Samen brauchen mehrere Wochen Kälte, um anschließend keimen zu können. Außerdem ist eine anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit von Bedeutung. Das Aussaatgefäß wie beispielsweise eine Saatschale sollte mit einer Glasscheibe oder anderem Material überstülpt werden, so dass eine hohe Luftfeuchtigkeit erreicht wird.

Primeln teilen – nur bei kräftigen Exemplaren

Eine weitere Methode der Vermehrung ist die Teilung der Wurzeln. Diese Methode sollte ausschließlich bei älteren und größeren (ab einem Durchmesser von 15 cm) Primeln durchgeführt werden. Vor allem Kissen-Primeln sind für eine Teilung dankbar – sie fördert ihre Blütenbildung.

Der Wurzelstock sollte gut ausgebildet sein. Er wird ausgegraben, von Erde befreit und geteilt. Die neu gewonnenen Exemplare werden woanders eingepflanzt. Als Standort eignen sich halbschattig bis sonnig gelegene Plätze.

Tipps & Tricks

Ein günstiger Platz für die Aussaat ist der Balkon. Dort herrschen im Frühling häufig Temperaturen zwischen 10 und 15 °C vor und die Samen können prima keimen.

Text: Anika Gütt

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