Pfirsich Flamingo

Pfirsich Flamingo besticht mit frostresistenten Blüten

Die meisten Pfirsichsorten blühen bereits ab Mitte bis Ende März, was bei plötzlichen Kälteeinbrüchen zu Ernteeinbußen führen kann. Die Pfirsichsorte "Flamingo" wurde deshalb eigens auf Frosthärte gezüchtet, so dass ihre Blüten bis zu minus acht Grad Celsius vertragen.

Pfirsich Flamingo mit frostharten Blüten

Entgegen der landläufigen Meinung lassen sich Pfirsiche sehr gut im eigenen Garten anbauen. Zwar sind Pfirsichbäume sehr wärmeliebend und sonnenhungrig, bedürfen jedoch gleichzeitig einer kalten Ruheperiode im Winter. Der Baum bildet nur dann Blüten aus, wenn diese Ruhezeit eingehalten wird. Die Pfirsichblüte zählt zu den ersten Obstblüten des Jahres, allerdings sind Erfrierungen nicht selten. Um dieses Problem zu beseitigen, wurde zu Beginn der 1990er Jahre in Tschechien die Pfirsichsorte „Flamingo“ mit frostharten Blüten heraus gezüchtet. In Deutschland erfolgte die Markteinführung jedoch erst 2010.

Ernte ab Mitte bis Ende August

Pfirsiche der Sorte Flamingo zeichnen sich aus durch

  • eine handliche mittlere Große
  • orangerote Farbe mit wenig Behaarung
  • gelbes, sehr saftiges Fruchtfleisch
  • sowie einen guten, pfirsichtypischen Geschmack.

Flamingo benötigt einen vollsonnigen bis mindestens halbschattigen Standort, der zudem ausreichend Schutz vor Wind, Zugluft und Kälte bietet. Außerdem bevorzugt der Pfirsich einen lockeren Boden, der reich an nährstoffhaltigem Humus ist. Fühlt sich der Pfirsichbaum an seinem Standort wohl, kann er zwischen drei und vier Meter hoch werden und liefert regelmäßig hohe Erträge. Im Vergleich zu anderen Pfirsichsorten ist der Pfirsich Flamingo nicht nur erstaunlich resistent gegen Blütenfrost, sondern kann in nahezu allen Lagen kultiviert werden.

Pfirsiche regelmäßig beschneiden

Des Weiteren ist der Pfirsich „Flamingo“ selbstbefruchtend, wobei natürlich ein weiterer Baum dieser Sorte für bessere und höhere Erträge sorgt. Damit diese nicht ausbleiben, sollten Sie den Baum nach der Ernte beschneiden. Pfirsiche tragen an vorjährigen Hölzern, so dass ältere Zweige und Triebe stets gekappt werden müssen. Anderenfalls steckt der Baum zu viel Energie in nichttragendes Holz und vernachlässigt dafür die Fruchtung.

Im Frühjahr düngen

Ebenfalls wichtig für eine reiche Ernte ist die regelmäßige Düngung. Sie sollten insbesondere im Frühjahr reichlich mit Stickstoff und Kalium düngen, beispielsweise in Form von Kompost. Auch Stallmist, Hornspäne oder handelsüblicher Obstdünger eignen sich gut. Verfärbte Blätter weisen meist auf einen Nährstoffmangel hin. Allerdings kann auch die bei Pfirsichen häufige Kräuselkrankheit die Ursache sein.

Tipps & Tricks

Achten Sie bei der Auswahl des Standortes darauf, dass niemals ein weiteres Steinobst auf ein vorhergegangenes Steinobst folgen sollte. Dies kann zu gravierenden Schäden am jungen Baum führen.

Text: Ines Jachomowski

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