Pfeifenwinde ist giftig aber keine ernstliche Bedrohung

Wie viele Kletterpflanzen ist auch die Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla) giftig. Dennoch stellt die Pflanze keine große Bedrohung für Kinder oder Erwachsene dar. Pfeifenwinden bilden in unseren Breiten nur sehr selten die besonders giftigen Samen und Früchte. Die Blüten verströmen einen unangenehmen Geruch nach Aas oder Kot. Sie laden damit kaum zum Verzehr ein.

Pfeifenwinde Vergiftung
Die Pfeifenwinde ist zwar giftig, aber Vergiftungsfälle sind sehr selten
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Die Pfeifenwinde ist in allen Pflanzenteilen giftig

Alle Pflanzenteile der Pfeifenwinde enthalten Giftstoffe:

  • Wurzeln
  • Blätter
  • Blüten
  • Samen
  • Früchte

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Die vor allem in den Wurzeln, Blüten und Samen enthaltenen Giftstoffe sind Aristolochiasäuren. Sie wurden früher für die Herstellung von vor allem chinesischen Arzneien wie Schlankheitsmitteln und Frauengold verwendet. Aufgrund ihrer Giftigkeit ist die Verwendung mittlerweile verboten.

Welche Vergiftungserscheinungen könnten auftreten?

Eine Vergiftung durch Pfeifenwinde würde sich durch Übelkeit, Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden, niedrigen Blutdruck und eine Beschleunigung des Pulses bemerkbar machen.

Vergiftungen durch Pfeifenwinden kommen kaum vor

Dass Vergiftungen durch Pfeifenwinde so gut wie nie vorkommen, liegt einmal daran, dass die Blätter nur wenige Giftstoffe enthalten. Selbst wenn ein Kind einmal ein Blatt in den Mund nimmt, ist es nicht sonderlich gefährdet, sich daran zu vergiften.

Die Blüten werden von vielen Gärtnern als stinkend bezeichnet, sodass sie nicht unbedingt zum Verzehr einladen.

Bei der Pflege als Kletterpflanze blüht die Pfeifenwinde nicht so häufig. Samen, die den größten Anteil des Giftes enthalten, entwickeln sich in unseren Breiten kaum und somit auch keine Früchte, sodass auch hier keine Vergiftungsgefahr besteht.

Tipps

Die winterharten Pfeifenwinden sind sehr robust und werden selten von Schädlingen heimgesucht. Eine Ausnahme sind die Raupen aus der Familie der Ritterfalter. Sie haben eine Immunität gegen Aristolochiasäure entwickelt und werden durch den Genuss der Pflanze selbst giftig.

Text: Sigrid Hestermann

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