Die optimale Pflege für die Osterglocke

In manchen Regionen Europas kommt die Gelbe Narzisse, die aufgrund der Blütezeit im Frühjahr auch als Osterglocke bezeichnet wird, auch an wilden Standorten in der Natur vor. Aufgrund der unkomplizierten Vermehrung an geeigneten Standorten ist sie ein beliebter Frühjahrsbote in Parks und Gärten.

Osterglocken gießen
Die pflegeleichten Osterglocken brauchen relativ wenig Aufmerksamkeit

Sollten Osterglocken gegossen werden?

An durchschnittlich humusreichen Standorten benötigt die Osterglocke eigentlich keine zusätzlichen Wassergaben, wenn ihre Zwiebel in einer Tiefe von mindestens dreifacher Zwiebelhöhe (entspricht etwa 15 – 20 Zentimetern) gepflanzt wurde. Da die Zwiebeln aber nicht austrocknen sollten, bietet sich gelegentliches Wässern bei Topfkulturen, an besonders trockenen Standorten oder nach einem trockenen Winter an.

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Können Osterglocken auch im Topf kultiviert werden?

Osterglocken sind im Handel oftmals als vorgezogene Topfpflanzen zu erwerben, die kurz vor der Blüte stehen. Sie können Osterglocken auch selbst im Topf kultivieren, sollten diese aber nicht während der Blütezeit umpflanzen. Bei einem Anbau im Topf ist etwas regelmäßigere Pflege nötig als im Freilandbeet, da die Zwiebeln weder austrocknen noch unter Staunässe leiden dürfen.

Wie und wann werden Osterglocken geschnitten?

Sofern Sie keine Ausbreitung im Garten durch Samen wünschen, können Sie verwelkte Blüten direkt entfernen. Lassen Sie aber in jedem Fall die Blätter der Osterglocke noch so lange stehen, bis diese von selbst welk werden und sich mit wenig Kraftaufwand abzupfen lassen. So können die Pflanzen ein Maximum an Energie für das Folgejahr in den Zwiebeln einlagern, bevor Sie die Blätter entfernen.

Welche Schädlinge und Krankheiten befallen Osterglocken?

Die folgenden Ursachen können für gesundheitliche Probleme Ihrer Osterglocken verantwortlich sein, treten aber meist nur i größeren Beständen oder in Narzissen-Gärtnereien auf:

  • Diverse Pilz-Arten
  • Milben
  • Narzissenfliegen

Falsch gelagerte Zwiebeln der Osterglocke können von Milben befallen werden, die Maden der Großen Narzissenfliege können ganze Zwiebeln im Erdboden von Innen heraus aushöhlen. Größere Bestände können anfällig für Krankheitsbilder durch Nematoden und bestimmte Pilzarten im Boden sein, die Phänomene wie faulende Zwiebeln und vorzeitig vergilbende Blätter auslösen. Befallene Standorte sollten mindestens fünf Jahre lang nicht mit Osterglocken bepflanzt werden.

Sollten Osterglocken gedüngt werden?

Narzissen-Arten wie die Osterglocke benötigen für gewöhnlich keinen speziellen Dünger, da sie alle benötigten Nährstoffe aus einem durchschnittlichen Gartenboden aufnehmen können. Sie können den Osterglocken aber etwas Gutes tun, wenn Sie beim Einpflanzen der Zwiebeln etwas abgelagerten Kompost unter das Substrat mischen und lehmige Böden mit etwas Sand gegen Staunässe absichern.

Wie werden Osterglocken optimal überwintert?

Direkt im Boden eingepflanzte Osterglocken sind (nicht zuletzt auch aufgrund der Pflanztiefe) vollkommen winterhart. Sie müssen im Gegensatz zu manch anderen Blumenzwiebeln nicht ausgegraben werden, zumal die giftigen Zwiebeln im Keller aufgrund der Verwechslungsgefahr mit Speisezwiebeln ein Risiko darstellen würden.

Tipps

Um Hautreizungen durch den Pflanzensaft vorzubeugen, sollten Sie bei allen Pflege-Arbeiten an Osterglocken Handschuhe tragen. Vermeiden Sie den Kontakt von Kleinkindern und Haustieren zum Schnittmaterial und zu den Zwiebeln der Osterglocken, da diese aufgrund der enthaltenen Giftstoffe eine Gefahr darstellen können.

Text: Alexander Hallsteiner

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