Eine Orchidee umtopfen in ein Glas – So geht es

In einem transparenten Kulturtopf kommt eine edle Orchidee nicht so zur Geltung, wie es Ihrem Status als Königin der Blumen entspricht. Stülpen Sie einen Übertopf darüber, fehlt es den Luftwurzeln am lebenswichtigen Licht. Indem Sie Ihre schönste Orchidee umtopfen in Glas, lösen Sie das ästhetische Problem. Lesen Sie hier, wie es richtig geht.

Orchidee in Glas pflanzen
Orchideen sollten umgetopft werden, wenn sie grad keine Blüten tragen

Tipps zum richtigen Zeitpunkt

Der Wechsel in ein neues Pflanzgefäß mit frischer Erde ist für jede Orchidee mit einer hohen Stressbelastung verbunden. Damit die Prozedur nicht zu einem Kulturschock mutiert, meiden Sie bitte einen Termin inmitten der Blütezeit. Warten Sie stattdessen ab, bis sich die Pflanze in einer Ruhephase befindet. Zumeist ist das optimale Zeitfenster am Ende des Winters geöffnet, kurz bevor der frische Austrieb erscheint.

Lesen Sie auch

Anleitung für das gekonnte Umtopfen in ein Glas

Wählen Sie bitte eine Glasvase, die dem Volumen des bisherigen Topfes entspricht. Als Materialien sind erforderlich: Blähton,(20,95€ bei Amazon*) Orchideensubstrat,(7,98€ bei Amazon*) eine saubere Schere sowie eine alte Gardine oder Zeitung als Schmutzfänger. Damit die Luftwurzeln schön geschmeidig sind, empfehlen wir, die Orchidee am Vortag zu gießen oder zu tauchen. In diesen Schritten geht es weiter:

  • Auf dem Glasboden eine 2-3 cm hohe Schicht aus Blähton einfüllen
  • Darüber so viel Substrat geben, dass der Wurzelballen ausreichend Platz findet
  • Jetzt die Orchidee austopfen und alles Substrat abschütteln
  • Vertrocknete und verkümmerte Wurzelstränge abschneiden
  • Den substratfreien, in Form geschnittenen Wurzelballen mit einer Drehbewegung in das Glas setzen

Indem Sie mit einer Hand die Orchidee stabilisieren, füllen Sie sukzessive das grobe Substrat ein. Stoßen Sie das Glas zwischendurch leicht auf die Tischplatte, damit sich die Pinienrindenstücke gleichmäßig verteilen. Am Ende sollten alle Luftwurzeln mit Orchideenerde bedeckt sein.

Tipps

Da ein Glas respektive eine Glasvase nicht über eine Bodenöffnung als Wasserablauf verfügt, ändert sich die Gießtechnik. Damit sich keine Staunässe bilden kann, geben Sie bei Bedarf das kalkfreie Wasser für einige Minuten ins Gefäß. Anschließend kippen Sie das Wasser vollständig wieder aus. Solange ein Rest davon im Glas stehen bleibt, droht die Bildung von Wurzelfäulnis.

Text: Paula Jansen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.