Orchideen

Orchideen erfolgreich in Glas umtopfen: Tipps & Anleitung

Artikel zitieren

Epiphytische Orchideen eignen sich hervorragend für die Kultur in Glasgefäßen, da ihre Luftwurzeln Feuchtigkeit und Nährstoffe aus der Luft aufnehmen. Dieser Artikel erläutert die optimale Vorgehensweise beim Umtopfen und der Pflege von Orchideen in Glasgefäßen.

Orchidee in Glas pflanzen
Orchideen sollten umgetopft werden, wenn sie grad keine Blüten tragen

Geeignete Orchideenarten für Glasgefäße

Nicht alle Orchideenarten eignen sich gleichermaßen für die Haltung in Glasgefäßen. Besonders gut geeignet sind epiphytische Orchideen, die in ihrer natürlichen Umgebung auf Bäumen wachsen und Luftwurzeln ausbilden. Diese Wurzeln können Feuchtigkeit und Nährstoffe direkt aus der Luft aufnehmen und sind daher ideal für die substratlose Kultur in Glasgefäßen. Zu den beliebtesten epiphytischen Orchideenarten gehören:

  • Vanda
  • Ascocentrum
  • Aerides
  • Phalaenopsis
  • Neofinetia
  • Dendrobium

Lesen Sie auch

Auch terrestrische Orchideen, die in der Natur auf dem Boden wachsen, können in Glasgefäßen kultiviert werden. Wichtig ist dabei, ein geeignetes Substrat zu verwenden, um Staunässe zu vermeiden. Mini-Orchideen und Cymbidium eignen sich besonders gut für die Haltung in Glas mit Substrat.

Auswahl des passenden Glasgefäßes

Das Glasgefäß sollte sorgfältig ausgewählt werden, um den Bedürfnissen der Orchidee gerecht zu werden. Ein durchsichtiges Glas ermöglicht es den Wurzeln, ausreichend Licht zu erhalten, was für ihr Wachstum unerlässlich ist. Die Größe des Glases sollte an die Orchidee angepasst sein, um einen sicheren Stand zu gewährleisten und gleichzeitig eine ausreichende Belüftung der Wurzeln zu ermöglichen.

Verschiedene Formen von Glasgefäßen bieten unterschiedliche Vorzüge. Vasen, Schalen und Flaschengärten sind geeignet, sollten jedoch bestimmte Kriterien erfüllen:

  • Das Gefäß muss groß genug sein, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden und die Pflanze nicht umkippt.
  • Eine Öffnung oder Abflussmöglichkeiten sollten vorhanden sein, um Staunässe zu vermeiden.
  • Eine ausreichende Höhe und Weite des Glases ist notwendig, damit sich kein Pilz bildet und eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist.

Wichtig ist, dass das Material keine giftigen Substanzen abgibt und eine gute Entwässerung ermöglicht. Ein gewölbter Boden kann dazu beitragen, ungewollte Staunässe zu verhindern.

Umtopfen der Orchidee in das Glasgefäß

Bevor die Orchidee in das Glasgefäß umgetopft wird, sollte das Gefäß gründlich gereinigt und desinfiziert werden, um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu verhindern.

Umtopfen von epiphytischen Orchideen:

  1. Orchidee vorsichtig aus ihrem bisherigen Topf entfernen.
  2. Altes Substrat gründlich von den Wurzeln abschütteln oder abspülen.
  3. Vertrocknete oder beschädigte Wurzeln mit einem scharfen, desinfizierten Messer oder einer Schere entfernen.
  4. Orchidee vorsichtig in das Glasgefäß setzen und die Wurzeln so arrangieren, dass sie gut verteilt sind.
  5. Wurzeln leicht mit einer Sprühflasche befeuchten.

Umtopfen von terrestrischen Orchideen:

  1. Orchidee vorsichtig aus ihrem bisherigen Topf entfernen.
  2. Altes Substrat vorsichtig abschütteln, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
  3. Eine Drainageschicht aus Blähton in das Glasgefäß geben, um Staunässe zu vermeiden.
  4. Glasgefäß mit einem speziellen Orchideensubstrat füllen.
  5. Orchidee in das Substrat setzen und dieses um die Wurzeln herum auffüllen.
  6. Orchidee vorsichtig mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser angießen.

Pflege der Orchidee im Glasgefäß

Orchideen im Glasgefäß benötigen eine etwas andere Pflege als Orchideen in herkömmlichen Töpfen.

Gießen:

Epiphytische Orchideen im Glasgefäß sollten ein- bis zweimal pro Woche gegossen werden. Das Glasgefäß für etwa 30 Minuten mit Wasser füllen und anschließend das überschüssige Wasser abgießen. Staunässe unbedingt vermeiden. Terrestrische Orchideen im Glasgefäß seltener gießen und erst, wenn das Substrat fast vollständig ausgetrocknet ist. Immer zimmerwarmes, kalkarmes Wasser verwenden.

Düngen:

Epiphytische Orchideen im Glasgefäß benötigen während der Wachstumsphase eine regelmäßige Düngung alle zwei Wochen. Den Spezialdünger dem Gießwasser hinzufügen. Terrestrische Orchideen im Glasgefäß alle vier Wochen während der Wachstumsphase düngen.

Luftfeuchtigkeit:

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist essenziell. Orchideen regelmäßig mit zimmerwarmem Wasser besprühen oder das Glasgefäß auf eine Schale mit Wasser und Kieselsteinen stellen.

Standort:

Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung ist ideal. Ost- oder Westfenster bieten die besten Bedingungen.

Bilder: Ababsolutum / iStockphoto