So pflegen Sie Ihren Orangenbaum richtig

In der Heimat der Orangenbäume ist es warm, sonnig und außerdem sehr feucht. Orangen stammen aus der subtropischen Klimazone, selbst in den feuchten Tropen werden sie noch angebaut. Im Mittelmeerraum kultivierte Orangen müssen zusätzlich gewässert werden, da das mediterrane Klima eigentlich zu trocken ist.

Orangenbaum Pflege
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Wann und wie oft muss der Orangenbaum gegossen werden?

Regelmäßiges und gleichmäßiges Gießen mit kalkarmem Wasser ist vor allem in der Wachstumszeit wichtig; am besten gießen Sie einmal täglich. Im Winter bei knapp frostfreier Überwinterung sowie weniger Licht braucht der Orangenbaum deutlich weniger Wasser – hier reicht ein Gießvorgang pro Monat.

Wie dünge ich richtig?

Orangen brauchen – ebenso wie alle anderen Zitrusbäume auch – viele Nährstoffe in der Wachstumsperiode. Bei Kübelpflanzen sollte zu Beginn des Austriebs im Frühjahr (meist im März) die erste Düngergabe verabreicht werden. Danach wird regelmäßig für eine Nährstoffzufuhr bis in den September hinein gesorgt. Gedüngt werden kann mit einem Flüssigdünger, der ab Austriebsbeginn ein- bis zweimal pro Woche mit dem Gießwasser ausgebracht wird. Der Dünger sollte bestenfalls eine Nährstoffmischung mit Stickstoff / Phosphor / Kalium im Verhältnis 3:1:2 enthalten.

Was tun, wenn sich die Blätter verfärben?

Verfärben sich die Blätter der Pflanze langsam immer mehr gelb, so kann dies an einem Schädlingsbefall, an Wurzelfäule, an Wassermangel oder aber an einem Nährstoffmangel liegen. Die schöne tiefgrüne Blattfarbe entsteht erst durch eine ausreichende Düngung mit Stickstoff. Weiterhin kann das Gießen mit kalkhaltigem Wasser die Nährstoffaufnahme blockieren, weshalb Sie stets mit kalkarmem Wasser (z. B. Regenwasser) gießen sollten.

Welche Schädlinge können auftreten und was kann ich dagegen tun?

Am Orangenbaum, insbesondere wenn er im Zimmer gehalten wird, treten besonders häufig

  • Schildläuse
  • Blattläuse
  • Woll- und Schmierläuse
  • Spinnmilben
  • sowie diverse Pilzerkrankungen auf.

Die Behandlung erfolgt mit einem Fungizid oder, bei Schädlingsbefall, mit Kaliseife.

Was tun, wenn der Orangenbaum seine Blätter abwirft?

Ein kompletter Laubverlust bei frostfreier Überwinterung ist fast immer die Folge eines zu warmen und / oder zu dunklen Standortes. Ein anderer Grund kann sein, dass die Pflanze einmal zu trocken gehalten wurde, so dass sich die Blätter schon am Außenrand nach oben gerollt haben. Nach anschließendem guten Wässern wird oftmals sämtliches Laub abgeworfen, allerdings treibt der Baum in der Regel wieder aus.

Wann und wie schneide ich am besten?

Grundsätzlich können Orangenbäume zu jeder Zeit geschnitten werden. Bei großen Kübelpflanzen, die von ihrem Sommer- ins Winterquartier eingeräumt werden sollen, empfiehlt sich ein vorausgehender Formschnitt. Entfernen Sie alle Zweige, die nicht in die angestrebte Form (meist Kugelkrone) passen. Zusätzlich werden bei dieser Gelegenheit auch gleich Zweige, die in das Kroneninnere wachsen, entfernt sowie zu dicht oder quirlig wachsende Triebe vereinzelt. Außerdem sollte sämtliches Totholz herausgeschnitten werden.

Überwinterung von Orangen

Die in deutschen Regionen verfügbare Lichtmenge im Winter ist nicht ausreichend, um eine Orange gesund weiterwachsen zu lassen. Wollen Sie Ihr Orangenbäumchen in der Wohnung überwintern, ist folgendes zu beachten: Suchen Sie sich hierfür den kühlsten Raum aus. Ist die Raumtemperatur mindestens 12 Stunden am Tag höher als 12 °C, so müssen Pflanzenlampen als Zusatzbeleuchtung angebracht werden. Die wenigsten Probleme entstehen, wenn die im Kübel kultivierten Orangenbäumchen bei Temperaturen von um die 5 °C nachts und bis zu 15 °C tagsüber überwintert werden.

Tipps & Tricks

Deutlich schonender als ein radikaler Formschnitt ist für den Orangenbaum das so genannte Entspitzen. Dabei entfernen Sie einfach die Spitzen der Neuaustriebe, sobald diese die gewünschte Länge erreicht haben.

Text: Ines Jachomowski

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