Können an Monstera Krankheiten auftreten?

Das exotische Fensterblatt begeistert mit monumentaler Schönheit und anspruchsloser Pflege. Dessen ungeachtet, treten an Monstera-Arten urplötzlich Krankheitssymptome auf, wie gelbe Blätter oder braune Flecken. Worauf diese Schadbilder konkret zurückzuführen sind und wie das Problem gelöst wird, finden Sie hier heraus.

Monstera wird gelb
Gelbfärbungen der Blätter sind meist auf Pflegefehler zurückzuführen

Pflege-Fehler verursachen Krankheitssymptome

Es sind keine Krankheitserreger, die Ihrem Fensterblatt zu schaffen machen. Das gilt zumindest für gelbe Blätter, denn dieses Schadbild resultiert aus Versäumnissen in der Pflege. Die häufigsten Ursachen für das Problem mit Hinweisen zur Lösung, haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  • Nährstoffmangel: Ab sofort im Sommer alle 2 Wochen, im Winter alle 6 Wochen flüssig düngen
  • Trockenstress: Den Wurzelballen einmalig in Wasser tauchen, ab dann das Substrat konstant leicht feucht halten
  • Staunässe: Fensterblatt zeitnah umtopfen und moderater gießen
  • Blattchlorose: Ab sofort mit kalkfreiem Wasser gießen und besprühen

Breiten sich auf den Blättern hellbraune bis gelbliche Flecken mit dunklem Hof aus, wird häufig auf eine Pilzinfektion getippt. In der Regel handelt sich am Fensterblatt um einen Sonnenbrand, wenn der Standort unversehens unter direkte Sonneneinstrahlung gerät. Da Monstera einen Standortwechsel gar nicht mögen, sollte eine Gardine oder Markise das Sonnenlicht filtern.

Braune Flecken und braune Blätter sind Alarmsignale

Erscheinen auf Ihrem Fensterblatt braune Flecken mit hellem Hof, die sich ausbreiten und das gesamte Blatt überziehen, haben Sie es nicht selten mit der Augenfleckenkrankheit zu tun. Diese wird ausgelöst durch die pilzlichen Erreger Spilocaea oleagina. Schneiden Sie bitte sogleich alle infizierten Blätter ab und entsorgen diese in der Mülltonne.

Ist die Krankheit nach dieser Maßnahme nicht eingedämmt, gehen Sie mit einem Fungizid dagegen vor. In der Praxis gut bewährt haben sich Bekämpfungsmittel auf Kupfer-Basis, wie Atempo Pilz-frei. Damit sich das Fensterblatt besser gegen die Erreger wehren kann, stärken Sie mit Lebermoosextrakt oder Schachtelhalmsud die Abwehrkräfte.

Tipps

Wenngleich Krankheiten zumeist um das Fensterblatt einen Bogen machen, gilt das nicht für Schädlinge. Insbesondere während der Winterzeit haben Spinnmilben, Schildläuse sowie Woll- und Schmierläuse die mächtigen Blätter im Visier, wenn am Standort trockene Heizungsluft herrscht. Eine wirksame Vorbeugung gegen die Plagegeister ist regelmäßiges Einsprühen der Ober- und Unterseiten mit weichem Wasser.

Text: Paula Jansen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 5/5. 1 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.