Mais – Das köstliche Gold der Inkas im eigenen Garten anbauen

Die köstlichen, knackigen Maiskörner sind bereits seit Jahrtausenden Grundnahrungsmittel der südamerikanischen Inkas. Mit nur geringem Aufwand lassen sich zuckersüße Sorten im Garten und sogar auf dem Balkon anbauen. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie Mais am besten selber anbauen und eine reiche Ernte erzielen.

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Welche Pflanzen sind für den Anbau im Garten geeignet?

Zwar sind auf deutschen Äckern seit einigen Jahren sehr viele Maisanpflanzungen zu sehen, doch handelt es sich dabei um Futter- bzw. Hybridmais. Dieser ist nicht für den menschlichen Genuss geeignet. Im heimischen Garten werden dagegen Zucker- bzw. Gemüsemaissorten angebaut, die aufgrund des hohen Stärkeanteils sehr süß schmecken. Zu den beliebtesten Sorten gehört die goldgelbe Zuckermaissorte Golden Bantam.

Kann Mais auch auf dem Balkon gedeihen?

Die dekorativen Maispflanzen gedeihen auch prima auf dem Balkon, vorausgesetzt, die Pflänzchen werden in ausreichend große und tiefe Kübel gesetzt und stehen an einem sonnigen, windgeschützten Platz. Die auf der Fensterbank vorgezogenen Pflänzchen werden im Abstand von mindestens 20 x 30 Zentimeter eingepflanzt. Für den Anbau auf dem Balkon eignen sich am besten kleinbleibende Sorten wie etwa der Erdbeermais, eine Ziermaissorte. Bitte beachten Sie, dass Mais ein Tiefwurzler ist, d. h. die Pflanzkübel sollten sehr tief sein.

An welchem Standort gedeiht Mais am besten?

Mais benötigt einen sonnigen, möglichst windgeschützten Standort.

Welcher Boden eignet sich für den Anbau von Mais?

Damit Sie einen entsprechenden Ertrag erzielen, benötigen Ihre Maispflanzen einen nährstoffreichen, tiefen Boden. Vor dem Ausbringen aufs Beet sollte Kompost in die Erde eingebracht werden.

Muss Mais vorgezogen werden?

Da die empfindlichen Maispflanzen erst recht spät aufs Beet gebracht werden können, sollten sie an einem geschützten Ort vorgezogen werden. Natürlich können Sie die Samen auch direkt aufs Beet aussäen, dann allerdings müssen Sie dementsprechend länger bis zur Ernte warten.

Wann ist die beste Zeit zum Ausbringen aufs Beet?

Die Pflanze verträgt keinen Frost, weshalb Samen bzw. vorgezogene Pflänzchen erst nach den Eisheiligen (etwa Anfang bis Mitte Mai) aufs Beet gebracht werden sollten.

Welcher Dünger ist wann sinnvoll?

Vor der Aussaat bzw. der Anpflanzung sollte der Boden gut mit Kalk gedüngt werden. Im Laufe der Wachstumszeit sollten zudem etwa drei Stickstoffgaben erfolgen. Im Herbst kann der Boden mit Gaben von Phosphor und Kali auf eine Bepflanzung vorbereitet werden.

Krankheiten und Schädlinge

Wird Mais im Garten angebaut, so sind Krankheiten und Schädlingsbefall selten. Um eine mögliche Schädigung durch Maisbeulenbrand oder Kolbenfäule zu vermeiden, sollte Mais nicht mehrere Jahre hintereinander auf demselben Beet ausgebracht werden.

Erntezeit

Die Maiskolben können etwa drei Wochen nach der Blüte geerntet werden. Dies ist meist zwischen Ende Juli / Mitte August der Fall.

Tipps & Tricks

Mais braucht sehr viel Wasser, insbesondere dann, wenn die Maiskolben zu wachsen beginnen. Regelmäßiges, kräftiges Gießen nicht vergessen!

IJA

Text: Ines Jachomowski

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