Mais säen

Mais säen wie die südamerikanischen Indianer

Mais kann auf verschiedene Arten gesät werden. Besonders interessant - und auch in mehrfacher Hinsicht ergiebiger - wird es jedoch, wenn Sie Mais auf die traditionelle südamerikanische Art aussäen. Vergesellschaftet mit Kürbissen und Bohnen erhalten Sie gleich drei Sorten auf einer Fläche.

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Herkömmliche europäische Aussaat von Mais

Doch zunächst einmal beschäftigen wir uns mit der herkömmlichen europäischen Methode des Säens von Mais. Für gewöhnlich erfolgt das Einbringen des Saatgutes im Freilandbeet ab Anfang bis Mitte Mai, wenn der Boden bereits ein wenig warm und vor allem nicht mehr so feucht ist.

Mais in Blöcken pflanzen

Die Bepflanzung erfolgt im Abstand von 45 x 45 Zentimetern – zwischen den einzelnen Pflanzen sowie zwischen den Reihen ist jeweils ein Abstand von 45 Zentimetern einzuhalten, um ein optimales Wachstum zu gewährleisten. Diese Methode ist auch als Blockpflanzung bekannt und soll später die hoch gewachsenen Maispflanzen vor einem Umknicken durch starken Wind schützen. Zudem wird auf diese Weise eine Befruchtung der Pflanzen untereinander erleichtert.

Samenkörner tief in den Boden einbringen

Die Maiskörner werden etwa drei bis vier Zentimeter tief in die Erde eingebracht und locker bedeckt. Ist der Boden schwer und tonig, so ist eine weniger tiefe Einbringung erforderlich. Es ist anzuraten, pro Saatstelle zwei bis drei Körner einzulegen und später die schwächeren Pflanzen einfach zu entfernen. Auf diese Weise können Ausfälle durch nicht keimende Saatkörner reduziert werden.

Bedingungen für eine Aussaat im Freien

  • kein Frost
  • mindestens 10 Grad Bodentemperatur
  • gegebenenfalls Folienabdeckung
  • ausreichend Feuchtigkeit, aber keine Staunässe

Die genannten Bedingungen gelten sowohl für die herkömmliche europäische wie auch für die traditionelle südamerikanische Art des Aussäens.

Traditionelle Aussaat der südamerikanischen Indianer

In Südamerika und vermehrt auch in europäischen Gärten wird Mais zusammen mit Kürbis und Bohnen angepflanzt. Dazu folgt die Aussaat der Maiskörner wie oben beschrieben, jedoch im Abstand von etwa 40 Zentimetern zwischen den Pflanzen und mindestens 60 Zentimetern (besser 70 bis 80) zwischen den einzelnen Reihen. In die so entstehenden Zwischenräume werden Kürbispflanzen und Rankbohnen gesetzt, insbesondere letztere nutzen später die hohen Maisstängel als Rankhilfe. Die Kürbisse wiederum bedecken den Boden. Auf diese Weise nutzen Sie Ihre Anbauflächen optimal aus, zumal sich die drei Sorten optimal ergänzen.

Tipps & Tricks

Um eine Keimung zu erleichtern, sollte das Saatgut vor der Aussaat etwa acht bis zehn Stunden in handwarmem Wasser eingeweicht werden.

Text: Ines Jachomowski

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